TSE (BSE/Scrapie/CWD)

Transmissible Spongiforme Enzephalopathie

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Zuletzt geändert: 08.04.2019
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Als TSE werden so genannte "Transmissiblen Spongiforme Enzephalopathien" bei Tieren bezeichnet. Zu diesen Erkrankungen zählen unter anderem die Krankheiten BSE, Scrapie und CWD. Der Erreger von BSE (= Bovine Spongiforme Enzephalopathie) ist ein verändertes Prion (Prion = infektiöser Proteinpartikel), das über Hitzebeständigkeit verfügt. Es ist gegenüber UV- und ionisierter Strahlung sowie gegen Desinfektionsmittel beständig. Die Krankheit wurde 1986 erstmals bei Rindern in Großbritannien beschrieben. Seither ist sie vor allem in Europa verbreitet. Eine neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit des Menschen wurde 1996 zum ersten Mal diagnostiziert. Heute geht man allgemein davon aus, dass sie durch die Übertragung von BSE auf den Menschen verursacht wird.

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Als TSE werden so genannte "Transmissiblen Spongiforme Enzephalopathien" bei Tieren bezeichnet. Zu diesen Erkrankungen zählen unter anderem die Krankheiten BSE, Scrapie und CWD. Der Erreger von BSE (= Bovine Spongiforme Enzephalopathie) ist ein verändertes Prion (Prion = infektiöser Proteinpartikel), das über Hitzebeständigkeit verfügt. Es ist gegenüber UV- und ionisierter Strahlung sowie gegen Desinfektionsmittel beständig. Die Krankheit wurde 1986 erstmals bei Rindern in Großbritannien beschrieben. Seither ist sie vor allem in Europa verbreitet. Eine neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit des Menschen wurde 1996 zum ersten Mal diagnostiziert. Heute geht man allgemein davon aus, dass sie durch die Übertragung von BSE auf den Menschen verursacht wird.

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Übertragung

Der eigentliche Ursprung der Krankheit ist unbekannt. Die Ausbreitung der Krankheit erfolgte durch die Verfütterung von aus verseuchten Tierkadavern hergestellten und ungenügend behandelten Fleisch- und Knochenmehl an Rinder.

Symptome

Die Krankheit äußert sich in Verhaltensänderungen (ängstliche/aggressive Reaktionen), unkoordiniertem Gang, niederstürzen, abnormalen Reaktionen auf Berührung und Geräusche,
Angst vor dem Überschreiten des Kotgrabens, Angst vor Durchgängen, Angst vor kleinsten Hindernissen, Überempfindlichkeit auf Licht.

Bekämpfung

Maßnahmen zum Schutz der Öffentlichkeit sind Schlachttieruntersuchungen, die Entfernung "spezifizierter Risikomaterialien" vom Schlachtkörper und ein Verbot der Verfütterung von Fleisch- und Knochenmehl an Rind/Schaf/Ziege.

Österreich ist seit Mai 2012 von der OIE als Land mit "vernachlässigbarem BSE-Risiko" eingestuft. Seit 1. April 2013 erfolgten die BSE-Untersuchungen gemäß des Beschlusses 2013/76/EU. Gesund geschlachtete Rinder mussten ab diesem Zeitpunkt nur mehr dann getestet werden (ab 30 Monate), wenn sie in EU-Ländern ohne überarbeitetes Überwachungsprogramm geboren wurden. Bei allen anderen Untersuchungskategorien (Notschlachtungen, Schlachtungen aus besonderem Anlass, verendete Tiere, im Rahmen der BSE-Bekämpfung gekeulte Tiere, klinische Verdachtsfälle) betrug, unabhängig vom Geburtsland, das Mindestalter 24 Monate.

Auch im Jahr 2013 wurde in Österreich kein BSE-Fall diagnostiziert. Insgesamt gab es zwischen 2001 und 2010 acht BSE-Fälle in Östereich.

Als Überwachungsmaßnahme für Scrapie werden seit 2001 alle in Österreich verendeten Schafe und Ziegen, die über 18 Monate alt wurden, mittels Schnelltest auf Scrapie untersucht. Dabei wurden mehrere Fälle Atypischer Scrapie gefunden.


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