Psittakose

Chlamydophila psittaci

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Zuletzt geändert: 16.01.2017
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Der Erreger der Papageienkrankheit (= Psittakose) ist das gramnegative Bakterium Chlamydophila psittaci. Chlamydophila psittaci ist obligat intrazellulär und kommt dabei in verschiedenen Formen vor: als Elementarkörperchen (infektiöse Form), als Intermediärkörperchen und als Initialkörperchen. Die einzelnen Spezies der Chlamydophila zeigen eine hohe Wirtsanpassung: Chl. psittaci kommt ausschließlich bei Psittaciden, Chl. abortus bei Schafe und Ziegen, Chl. trachomatis bei Menschen (Augeninfektion) vor.

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Der Erreger der Papageienkrankheit (= Psittakose) ist das gramnegative Bakterium Chlamydophila psittaci. Chlamydophila psittaci ist obligat intrazellulär und kommt dabei in verschiedenen Formen vor: als Elementarkörperchen (infektiöse Form), als Intermediärkörperchen und als Initialkörperchen. Die einzelnen Spezies der Chlamydophila zeigen eine hohe Wirtsanpassung: Chl. psittaci kommt ausschließlich bei Psittaciden, Chl. abortus bei Schafe und Ziegen, Chl. trachomatis bei Menschen (Augeninfektion) vor.

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Übertragung

Alle Sekrete und Exkrete sind infektiös. Der Erreger wird in der Regel mittels Tröpfcheninfektion, also inhalativ durch Einatmen von infektiösem Kot, Staub oder Aerosolen aufgenommen. Bei dieser Übertragungsart ist der obere Atmungstrakt die wahrscheinlichste Eingangspforte. Eine Übertragung kann auch durch Kontaktinfektion beziehungsweise durch Schmierinfektion erfolgen, wobei fast ausschließlich Menschen mit engem Kontakt zu infektiösen Tieren angesteckt werden.

Übertragungsweg: eingetrockneter, mit Erregern angereicherter Vogelkot => infektiöser Staub => Respirationssystem => Bronchiolen => Pneumonie.

Symptome

Die Inkubationszeit beträgt 3-29 Tage, kann aber auch bis zu 100 Tage betragen. Symptome beim Vogel sind Pneumonie, Husten, Abmagerung, gesträubtes Federkleid, Durchfall, Augen- und Nasenausfluss. Die Krankheit führt innerhalb weniger Tage bis Wochen zum Tod oder geht in eine chronische Form über, bei der die Tiere sich scheinbar erholen aber weiterhin Erreger ausscheiden.

Beim Menschen kommt es zumeist zu fieberhaften Allgemeinsymptomen und anschließender Lungenentzündung.

Therapie

Das Mittel der Wahl zur Therapie sind Tetrazykline (Oxytetrazykline), die langfristig gegeben werden müssen.

Zur Vorbeugung müssen Vögel in Quarantäne und auf Chlamydophila getestet werden. Die üblichen Hygienemaßnahmen im Umgang mit Tieren müssen eingehalten werden.


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