Pneumokokken

Streptococcus pneumoniae

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Zuletzt geändert: 10.07.2017
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Pneumokokken sind Bakterien und kommen weltweit vor. Pneumokokken-Infektionen treten zu allen Jahreszeiten auf, zeigen allerdings eine saisonale Häufung in den Wintermonaten. Pneumokokken sind ein Teil der normalen Keimflora des oberen Respirationstraktes. Die Unterteilung der Pneumokokken in mehr als 90 Serotypen erfolgt anhand der unterschiedlichen Polysaccharidkapseln. Der Großteil der Erkrankungen wird von einigen wenigen Serotypen verursacht.

Pneumokokken sind Bakterien und kommen weltweit vor. Pneumokokken-Infektionen treten zu allen Jahreszeiten auf, zeigen allerdings eine saisonale Häufung in den Wintermonaten. Pneumokokken sind ein Teil der normalen Keimflora des oberen Respirationstraktes. Die Unterteilung der Pneumokokken in mehr als 90 Serotypen erfolgt anhand der unterschiedlichen Polysaccharidkapseln. Der Großteil der Erkrankungen wird von einigen wenigen Serotypen verursacht.

Übertragung

Die Kolonisierung des Nasenrachenraumes mit Pneumokokken erfolgt meist schon im Kleinkindalter, meist während der ersten beiden Lebensjahre und nimmt mit zunehmendem Alter ab. Pneumokokken können durch Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Infektionen gehen meist von der patienteneigenen Keimflora aus (endogen) und werden durch eine herabgesetzte Immunitätslage gefördert.

Pneumokokken-Erkrankungen sind in Österreich sehr häufig; nach dem Epidemiegesetz meldepflichtig sind allerdings nur invasive Erkrankungen. In Österreich fanden sich im Jahr 2016 438 invasive Pneumokokken-Infektionen (5,0 Fälle registrierter invasiver Pneumokokken-Infektionen pro 100.000 EinwohnerInnen, 2016). Laut ECDC beträgt die durchschnittliche Inzidenz invasiver Pneumokokkeninfektionen in Europa 5,2 pro 100.000 EinwohnerInnen und variiert je nach Mitgliedstaat zwischen 0,2 und 15,8 pro 100.000 EinwohnerInnen.

Symptome

Die WHO schätzt, dass pro Jahr weltweit etwa 1,6 Millionen Todesfälle durch Pneumokokken-Infektionen verursacht werden.

Eine Infektion mit Pneumokokken kann zu lokal begrenzten oder zu invasiven Erkrankungen führen.

Die häufigsten klinischen Symptome einer Pneumokokken-Infektion sind Pneumonie (Lobär- und Bronchopneumonie), Bakteriämie und Meningitis. Bei Erwachsenen tritt überwiegend eine Pneumokokken-Pneumonie auf. Zudem können Erkrankungen wie Gelenksentzündung (Arthritis), Herzklappenentzündung (Endokarditis) und Bauchfellentzündung (Peritonitis) auftreten.

Zu den häufigsten nicht-invasiven Erkrankungen zählen Bronchitis, Mittelohrentzündung (Otitis media) und Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis).

Vorbeugung/Therapie

Vorbeugung/Therapie

Die antibiotische Behandlung von Pneumokokken-Infektionen sollte dem klinischen Erkrankungsbild angepasst erfolgen.

Derzeit stehen in Österreich 3 Impfstoffe zur Verfügung, ein 7-valenter, ein 10-valenter bzw. ein 13-valenter Konjugatimpfstoff (PCV7, PCV10, PCV13) und ein 23-valenter Polysaccharidimpfstoff (PPV23).

Das österreichische Gesundheitsministerium empfiehlt die Immunisierung aller Kinder und der Erwachsenen ab dem 51. Lebensjahr. Detaillierte Information zur Immunisierung in allen Altersgruppen, Auffrischungsimpfungen, Indikations- und Reiseimpfungen sind im österreichischen Impfplan erhältlich.

Alle zurzeit in Österreich zugelassenen Impfstoffe sind auf der Seite des BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen)veröffentlicht.

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