Meningokokken

Neisseria meningitidis

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Zuletzt geändert: 08.08.2018
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Meningokokken (Neisseria meningitidis) sind Bakterien, die ausschließlich beim Menschen vorkommen. Sie können die Schleimhaut des Nasen-Rachen-Raumes besiedeln, ohne Krankheitssymptome auszulösen. Kommt es jedoch zur Erkrankung, so kann der Verlauf einer Meningokokken-Infektion zu bleibenden Schäden führen oder sogar tödlich sein. Meningokokken werden in Serogruppen unterteilt. In Europa werden die meisten Erkrankungen durch die Serogruppen B und C verursacht, wobei die Häufigkeit der Serogruppe Y über die letzten Jahre zugenommen hat.

Meningokokken (Neisseria meningitidis) sind Bakterien, die ausschließlich beim Menschen vorkommen. Sie können die Schleimhaut des Nasen-Rachen-Raumes besiedeln, ohne Krankheitssymptome auszulösen. Kommt es jedoch zur Erkrankung, so kann der Verlauf einer Meningokokken-Infektion zu bleibenden Schäden führen oder sogar tödlich sein. Meningokokken werden in Serogruppen unterteilt. In Europa werden die meisten Erkrankungen durch die Serogruppen B und C verursacht, wobei die Häufigkeit der Serogruppe Y über die letzten Jahre zugenommen hat.

Übertragung

Die Übertragung von Meningokokken erfolgt ausschließlich von Mensch zu Mensch. Das Risiko zu erkranken ist allerdings gering. Auch bei direktem Kontakt mit einem Betroffenen kommt es sehr selten zu einer Erkrankung.

Meningokokken sind sehr empfindlich: Sie können nur wenige Sekunden außerhalb des menschlichen Körpers überleben. Sie sterben in der Luft oder auf Haushaltsgegenständen sehr schnell ab und können auch nicht durch Wasser in Wasserleitungen oder Schwimmbädern übertragen werden. Für eine Ansteckung ist ein sehr enger Kontakt erforderlich (Tröpfcheninfektion, Schmierinfektion). Eine Übertragung durch Lebensmittel findet nicht statt.

Meningokokken sind weltweit verbreitet und kommen in unterschiedlicher Häufigkeit vor. In Europa liegen Erkrankungsraten (Inzidenzen) zwischen 0,11 bis 1,77 Erkrankungen pro 100.000 EinwohnerInnen (ECDC, 2014). In Österreich wurde in den letzten Jahren ein starker Rückgang der invasiven Meningokokken-Erkrankungen beobachtet. Im Jahr 2017 wurden 20 Fälle einer laborbestätigten invasiven Meningokokken-Erkrankung registriert (Inzidenz von 0,23 Fällen pro 100.000 Personen).

Symptome

Erkrankungen können in jedem Lebensalter auftreten, jedoch sind sie vermehrt bei Säuglingen, Kleinkindern und Jugendlichen zu beobachten.

Meningokokken verursachen hauptsächlich Hirnhautentzündung (Meningokokken-Meningitis) und/oder Blutvergiftung (Meningokokken-Sepsis). Eine Sepsis entsteht durch das Eindringen und die darauffolgende Ausbreitung von Bakterien in den Blutkreislauf. In weiterer Folge kann es durch bakterielle Toxine und die Abwehrreaktion des Immunsystems zu einer lebensbedrohlichen Störung des Kreislaufs und der Organe kommen. Die Inkubationszeit (Zeit der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome) beträgt in der Regel 3 bis 4 Tage, kann aber bis zu 10 Tagen dauern.

Symptome bei Säuglingen

  • gespannte oder gewölbte Fontanelle (Spalte zwischen den Schädelplatten - Schädelnaht)
  • fahle oder fleckige Haut
  • Nahrungsverweigerung
  • Schreckhaftigkeit
  • hohes schrilles Schreien oder Jammern bei Berührung
  • steifer Körper mit krampfartigen Bewegungen oder
  • schlaffer Körper

Die Krankheit kann sich sehr schnell entwickeln. Bei Verdacht unverzüglich eine Ärztin oder einen Arzt kontaktieren. Der durch Meningokokken verursachte Ausschlag (Petechien = punktförmige Hautblutungen, die in Folge einer Sepsis auftreten können) unterscheidet sich von anderen Hautausschlägen dadurch, dass er, wenn man einen Glasgegenstand (z. B. Wasserglas, Augengläser) auf den Ausschlag presst, nicht verblasst.

Vorbeugung/Therapie

Derzeit stehen in Österreich Impfungen gegen Meningokokken der Serogruppe B, der Serogruppe C beziehungsweise eine kombinierte Impfung gegen Meningokokken der Gruppen A, C, W und Y zur Verfügung. Detaillierte Information zur Immunisierung in allen Altersgruppen, Auffrischungsimpfungen, Indikations- und Reiseimpfungen sind im österreichischen Impfplan veröffentlicht.
Alle zurzeit in Österreich zugelassenen Impfstoffe sind auf der Seite des BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen)veröffentlicht.

Eine Meningokokken-Erkrankung muss durch Antibiotikagabe behandelt werden. In den meisten Fällen kommt es bei rechtzeitiger Behandlung zur vollständigen Heilung. Da sich die Infektion innerhalb weniger Stunden zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung entwickeln kann, ist eine frühzeitige Behandlung sehr wichtig. In manchen Fällen kann die Erkrankung zu bleibenden Schäden führen oder tödlich sein.


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