Maul- und Klauenseuche

MKS

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Zuletzt geändert: 20.06.2017
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Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochkontagiöse Viruserkrankung bei Rindern, Schweinen und auch anderen Paarhufern wie Rehen, Ziegen und Schafen. Aber auch Elefanten, Ratten und Igel können sich infizieren. Pferde sind für MKS nicht empfänglich; eine Infektion des Menschen (z. B. über Wunden) kann gelegentlich auftreten. Die erste schriftliche Erwähnung der Krankheit datiert aus dem Jahr 1514, als Fracastorius in Italien ein ähnliches Krankheitsbild beim Rind beschrieb. Im Rahmen der ersten Versuche zur Abgrenzung von bakteriellen Krankheitserregern gelang es Friedrich Löffler 1897, den MKS-Erreger als erstes tierisches Virus einer Virusnatur zuzuordnen.

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Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochkontagiöse Viruserkrankung bei Rindern, Schweinen und auch anderen Paarhufern wie Rehen, Ziegen und Schafen. Aber auch Elefanten, Ratten und Igel können sich infizieren. Pferde sind für MKS nicht empfänglich; eine Infektion des Menschen (z. B. über Wunden) kann gelegentlich auftreten. Die erste schriftliche Erwähnung der Krankheit datiert aus dem Jahr 1514, als Fracastorius in Italien ein ähnliches Krankheitsbild beim Rind beschrieb. Im Rahmen der ersten Versuche zur Abgrenzung von bakteriellen Krankheitserregern gelang es Friedrich Löffler 1897, den MKS-Erreger als erstes tierisches Virus einer Virusnatur zuzuordnen.

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Übertragung

Die Übertragung erfolgt großteils aerogen (über den Wind kann das Virus mehrere Kilometer weit verbreitet werden), weiters auch über kontaminiertes Material, Futter, Kontakt zu anderen Tieren und Personen. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 7 Tage. Meist ist die ganze Herde betroffen.

Symptome

Generelle Symptome bei allen betroffenen Tierarten sind Aphtenbildung (kleine Geschwüre) am Euter (Zitze, Widerstand gegen Melkgeschirr), an den Klauen (Zwischenklauenspalt, Kronsaum, beim Schwein Aphten bis zum Tarsalgelenk, Bewegungsunlust, trippeln, langsames Aufstehen) und im Maulbereich (Lippeninnenseite, Zunge, Zahnfleisch, Tiere speicheln und zeigen verminderte Fresslust); Fieber (40-42 °C), Schmerzen, Apathie

Weitere Symptome beim Rind: Rückgang der Milchleistung, hohe Sterblichkeitsrate bei Kälbern (bis zu 75 %)

Weitere Symptome beim Schwein: Veränderungen im Klauen-/Extremitätenbereich sehr stark, Ausschuhen möglich, Todesfälle bei Ferkeln ohne klinische Symptome möglich

Weitere Symptome beim Schaf: sehr unauffällig, meistens „Lahmgehen“ einzige klinische Erscheinung

Bekämpfung

Bekämpfung

Die EU verfolgt eine strikte Nicht-Impfpolitik sowie Keulung infizierter Tiere. Die Bekämpfung konzentriert sich auf die Erkennung, Isolierung und Ausmerzung der infizierten MKS-positiven Tiere sowie auf die Kontrolle des Tierverkehrs, um die Erregerverbreitung zu verhindern. Durch serologische Untersuchungen wird die Seuchenfreiheit Österreichs überwacht.

Die Maul- und Klauenseuche ist eine anzeigepflichtige Tierseuche.

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