Hepatitis E

Zuletzt geändert: 16.01.2017
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Die Hepatitis E-Infektion bei Menschen ist eine relativ seltene Form der Leberentzündung, die von einem Virus hervorgerufen wird. Bisher ist man davon ausgegangen, dass Hepatitis E-Erkrankungen beim Menschen hauptsächlich auf Reisen in Asien und Afrika zurückzuführen sind. Allerdings haben neuere Untersuchungen ergeben, dass sowohl zahlreiche Haus- als auch Wildschweine in Europa und Japan das Hepatitis E Virus (HEV) in sich tragen. Dies lässt vermuten, dass zumindest in bestimmten Gegenden die HEV-Infektion eine Zoonose darstellt.

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Die Hepatitis E-Infektion bei Menschen ist eine relativ seltene Form der Leberentzündung, die von einem Virus hervorgerufen wird. Bisher ist man davon ausgegangen, dass Hepatitis E-Erkrankungen beim Menschen hauptsächlich auf Reisen in Asien und Afrika zurückzuführen sind. Allerdings haben neuere Untersuchungen ergeben, dass sowohl zahlreiche Haus- als auch Wildschweine in Europa und Japan das Hepatitis E Virus (HEV) in sich tragen. Dies lässt vermuten, dass zumindest in bestimmten Gegenden die HEV-Infektion eine Zoonose darstellt.

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Übertragung

Eine Übertragung von Hepatitis E bei Tieren und Menschen ist per Kontaktinfektion fäkal-oral, oral-oral und über das Wasser möglich. Als Hauptzielzellen von Hepatitis E Viren werden Hepatozyten (Leberzellen) befallen, die Viruspartikel selbst werden dann durch Galle und Stuhl ausgeschieden und können auch im Abwasser detektiert werden. In der Umwelt gelangen die Viren mit Schweinegülle und durch Auswaschen von gegüllten Flächen in Oberflächengewässer. Als weitere Verbreitungswege der Viren sind „Naturdünger“ (Tierkot), die Bewässerung von Gemüsepflanzungen und Trinkwasser möglich. Eine perinatale Übertragung von der Muttersau auf das Ferkel ist möglich.

Für Menschen sind die Hauptinfektionsquellen mit Fäkalien verunreinigtes Trinkwasser und kontaminierte bzw. unzureichend erhitzte Lebensmittel sowie mangelnde Küchenhygiene.

Symptome

Erkrankte Menschen zeigen unspezifische Symptome: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber bis max. 39 °C, ggf. Übelkeit, Erbrechen, mitunter Ikterus, unspezifischer Oberbauchschmerz (Leberkapsel). Es kommt selten zu fulminanten Verläufen (unter 1%), diese gehen aber aber mit hoher Sterblichkeit einher. Bei Ausheilung bleiben keine bleibenden Schäden, die Krankheit veläuft nicht chronisch (Ausnahme bei Immunosuppression, z. B. HIV).

Bei Schweinen konnten bisher keine klinischen Veränderungen nachgewiesen werden. Die höchste Ausscheidungsrate konnte bei Ferkeln im Alter von 1-3 Monaten festgestellt werden, womit das Schwein zwar nicht selbst erkrankt, aber als Überträger eine wichtige Rolle spielt.

Therapie

Therapie

Eine spezifische Therapie bei HEV-Infektionen bei Schweinen gibt es nicht. Als wichtigste vorbeugende Maßnahme in der Lebensmittelzubereitung wird gründliches Händewaschen angesehen. Da das Virus hitzeempfindlich ist, stellt eine sichere Zubereitung, bei der Fleisch gut erhitzt wird, den besten Schutz vor einer Kontamination durch Lebensmittel für den Menschen dar.

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