Hepatitis E

Zuletzt geändert: 12.07.2017
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Das Hepatitis E Virus (HEV) ist eines der fünf bekannten humanen Hepatitis-Viren. Infektionen mit dem Hepatitis E Virus stellen vor allem in Entwicklungsländern ein gesundheitliches Problem dar. Lange ging man davon aus, dass Hepatitis E-Erkrankungen beim Menschen hauptsächlich auf Reisen in Asien und Afrika zurückzuführen sind. In den vergangenen Jahren wurden auch in den westeuropäischen Ländern zunehmend Erkrankungsfälle durch Hepatitis E, meist bedingt durch andere Genotypen als in Afrika und Asien, festgestellt.

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Das Hepatitis E Virus (HEV) ist eines der fünf bekannten humanen Hepatitis-Viren. Infektionen mit dem Hepatitis E Virus stellen vor allem in Entwicklungsländern ein gesundheitliches Problem dar. Lange ging man davon aus, dass Hepatitis E-Erkrankungen beim Menschen hauptsächlich auf Reisen in Asien und Afrika zurückzuführen sind. In den vergangenen Jahren wurden auch in den westeuropäischen Ländern zunehmend Erkrankungsfälle durch Hepatitis E, meist bedingt durch andere Genotypen als in Afrika und Asien, festgestellt.

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Übertragung

Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA benennt in einer am 11. Juli 2017 veröffentlichten wissenschaftlichen Stellungnahme rohes bzw. nicht ausreichend durcherhitztes Schweinefleisch als Hauptursache für Hepatitis E-Infektionen beim Menschen: In den vergangenen 10 Jahren wurden in den EU-Mitgliedstaaten über 21.000 Infektionen gemeldet.

In Österreich wurden in den Jahren 2009 bis 2016 143 Fälle von Hepatitis E beim Menschen gemeldet; sechs Personen verstarben infolge der Infektion (Erkrankungsfälle durch Hepatitis E betreffen vor allem immungeschwächte Personen, insbesondere Transplantationspatienten).

Als Hauptzielzellen von Hepatitis E Viren werden Hepatozyten (Leberzellen) angesehen, die Viruspartikel selbst werden dann durch Galle und Stuhl ausgeschieden und können auch im Abwasser detektiert werden. In die Umwelt gelangen die Viren mit Schweinegülle.

Bei Schweinen ist eine eine perinatale Übertragung von der Muttersau auf das Ferkel möglich.

Symptome

Die meisten Menschen, die sich mit Hepatitis E infizieren, zeigen keine oder nur leichte Symptome wie  Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Ikterus, Oberbauchschmerzen. Es kommt selten zu fulminanten Verläufen (unter 1 %), diese gehen aber mit hoher Sterblichkeit einher. Bei Ausheilung bleiben meist keine bleibenden Schäden, die Krankheit verläuft im Regelfall nicht chronisch (Ausnahme bei Immunsuppression).

Bei Schweinen konnten bisher keine klinischen Veränderungen nachgewiesen werden. Die höchste Ausscheidungsrate konnte bei Ferkeln im Alter von 1-3 Monaten festgestellt werden, womit das Schwein zwar nicht selbst erkrankt, aber als Überträger eine wichtige Rolle spielt.

Therapie

Therapie

Es gibt keine spezifische Therapie bei HEV-Infektionen.

Beim Zerlegen und Zubereiten von Schweinefleisch ist auf Hygiene zu achten. Als wichtigste vorbeugende Maßnahme in der Lebensmittelzubereitung wird gründliches Händewaschen angesehen. Da das Virus hitzeempfindlich ist, stellt eine sichere Zubereitung, bei der Fleisch gut erhitzt wird, den besten Schutz dar.

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