Coronavirus

Coronavirus

Zuletzt geändert: 20.02.2020
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Seuchenkategorien:

Coronaviren (CoV) bilden eine große Familie von Viren, die leichte Erkältungen bis hin zu schweren Lungenentzündungen verursachen können. Zu den Coronaviren gehören u. a. das MERS-Coronavirus (MERS-CoV), das 2012 erstmals beim Menschen aufgetreten ist und das SARS-Coronavirus (SARS-CoV). Coronaviren werden zwischen Tieren und Menschen übertragen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde am 7. Jänner 2020 in China (Region Wuhan) ein neuartiges behülltes Coronavirus (2019-nCoV) identifiziert, das zuvor noch nie beim Menschen nachgewiesen wurde. Am 11.02.2020 verlautbarte die WHO einen offiziellen Namen für die Erkrankung: COVID-19 (coronavirus disease 2019). Die Bezeichnung für den Erreger wurde von 2019-nCoV auf SARS-CoV-2 geändert.

Infoline Coronavirus: 0800 555 621 (Mo. bis Fr. 9-17 Uhr)

Informationen zu Übertragung, Symptomen, Vorbeugung.

Fragen und Antworten

Wie gefährlich ist dieses neuartige Coronavirus?

Wie gefährlich der Erreger ist, ist noch nicht genau abzusehen. Momentan scheint die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus deutlich niedriger als bei MERS (bis zu 30 Prozent Sterblichkeit) und SARS (ca. 10 Prozent Sterblichkeit) zu sein. Man geht derzeit beim neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) von einer Sterblichkeit von bis zu drei Prozent aus. Ähnlich wie bei der saisonalen Grippe durch Influenzaviren (Sterblichkeit unter 1 Prozent) sind v. a. alte Menschen und immungeschwächte Personen betroffen.

Wie ansteckend ist dieses neuartige Coronavirus?

Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung stellt den wichtigsten Infektionsweg dar. Neben den Sekreten des Atmungstraktes und Speichel könnten auch Ausscheidungen (Harn, Stuhl) und Körperflüssigkeiten (Blut, Rippenfellflüssigkeit, Gelenkspunktate, usw.) infektiös sein.

Wie äußert sich die Krankheit?

Infektionen von Menschen mit gewöhnlichen Coronaviren sind meist mild und asymptomatisch. Häufige Anzeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind u. a. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. In schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen. Es gibt auch milde Verlaufsformen (Symptome einer Erkältung) und Infektionen ohne Symptome.

Derzeit geht man davon aus, dass der Krankheitsverlauf beim neuartigen Coronavirus weniger schwer ist als bei SARS und MERS.

Wie wird die Krankheit behandelt?

Es gibt keinen Impfstoff. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, d. h. durch Linderung der Krankheitsbeschwerden wie z. B. durch Gabe fiebersenkender Mittel.

Wie kann man sich vor Coronaviren schützen?

Wie bei der saisonalen Grippe werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife oder einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel
  • Bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch (nicht mit den Händen), wenn Sie husten oder niesen
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt zu kranken Menschen

Können Masken (Einmal-Mundschutzmasken) schützen?

Einmal-Mundschutzmasken sind kein wirksamer Schutz gegen Viren oder Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Aber sie können dazu beitragen, das Risiko der Weiterverbreitung des Virus durch „Spritzer“ von Niesen oder Husten zu verringern.

Kann das Coronavirus durch Handelswaren aus China übertragen werden?

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Handelswaren ein Risiko darstellen. Die bisher in Europa diagnostizierten Fälle weisen alle auf engen Kontakt mit erkrankten Personen als Infektionsquelle hin. Wie lange genau das Virus auf Oberflächen bleibt, ist bisher unklar. Wenn man in die Hand hustet oder niest und dann eine Türklinke anfasst oder sein Telefon anfasst und weiterreicht, kann das Virus theoretisch so übertragen werden. Aber eine halbe Stunde später sollte das laut Weltgesundheitsorganisation kein Problem mehr sein.

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zum Thema

Wurde das neuartige Coronavirus schon in Österreich nachgewiesen?

Nein. Die aktuellen Verdachtsfälle auf Coronavirus werden auf der Website des Sozialministeriums   in Österreich veröffentlicht: Sozialministerium: Aktuelle Situation (tägliche Aktualisierung um 10 Uhr)

Selbst bei der weltweiten SARS-Epidemie 2003 gab es in Österreich keinen einzigen dokumentierten Infektionsfall. Der MERS-Erreger wurde in Österreich bislang nur 2014 und 2016 bei jeweils einem Patienten aus Saudi-Arabien nachgewiesen.

Ich war in China. Muss ich mich testen lassen?

Sollten Sie während Ihrer Reise oder innerhalb von 14 Tagen nach Ihrer Rückkehr aus China Symptome wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden entwickeln, gelten folgende Vorgehensweisen:

  • Bleiben Sie zu Hause und kontaktieren Sie die telefonische Gesundheitsberatung unter der Telefonnummer 1450 zur weiteren Vorgehensweise (diagnostische Abklärung)
  • Informieren Sie die zuständige Gesundheitsbehörde

Gibt es eine Reisewarnung für China?

Reiseinformation des Außenministeriums für Reisen nach China (siehe "Aktuelle Hinweise"): Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4), partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) in der Provinz Hubei.

Geht ein Risiko von chinesischen Touristen und Reisenden aus China aus?

Ab sofort werden Reisende, die direkt aus China nach Österreich mit dem Flugzeug einreisen, mit einem Temperaturscanner kontrolliert, um eine etwaige Erkrankung, die während des Flugs von Peking nach Wien aufgetreten sein könnte, zu erkennen. Die Passagiere werden zudem vor ihrem Abflug in China bereits untersucht und die Behörden kontrollieren auch, ob sie in der jüngsten Vergangenheit in der Krisenregion rund um Wuhan waren.

Wie bei allen Infektionskrankheiten stellen Fernreisen ein gewisses Risiko für die weltweite Verbreitung von Krankheitserregern dar. Derzeit werden allerdings seitens der WHO keine Reise- oder Handelseinschränkungen empfohlen.

Was geschieht, wenn ein Erkrankter mit dem Flugzeug in Österreich landet?

Werden bei einem Passagier an Bord eines landenden Flugzeugs verdächtige Symptome registriert, wird das Bodenpersonal informiert und es werden spezielle Vorbereitungen getroffen.
Bei einem Verdachtsfall wird nach speziellen Sicherheitskriterien vorgegangen, die vom Gesundheitsministerium vorgegeben werden: So wird z. B. eine erkrankte Person isoliert, Kontaktpersonen, die keine Symptome zeigen, werden informiert und zwei Wochen ärztlich betreut (regelmäßiges Temperaturmessen). Tests werden erst durchgeführt, wenn diese Kontaktpersonen Symptome einer Erkrankung zeigen. Sämtliche Maßnahmen haben das Ziel, dass möglichst wenige Menschen in Österreich von dem Krankheitserreger infiziert werden.

Ich reise demnächst nach China. Welche Vorkehrungen soll ich treffen?

Auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen hat die Weltgesundheitsorganisation keine Einschränkungen für Reisen oder Handel empfohlen. Allerdings empfiehlt das Außenministerium, nicht notwendige Reisen nach China zu überdenken. Sie sollten die neuesten Reisehinweise vor Ihrer Abreise noch einmal überprüfen.

Reisende nach China sollten Folgendes während ihres Aufenthalts beachten:

  • Vermeiden Sie den Kontakt zu kranken Menschen
  • Vermeiden Sie Kontakt zu Tieren (lebend oder tot)
  • Märkte mit lebenden Tieren oder tierischen Produkten sollten gemieden werden
  • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig mit Wasser und Seife

Wo wird die Labor-Diagnostik in Österreich durchgeführt?

Der Virusnukleinsäure-Nachweis ist nach telefonischer Rücksprache am Zentrum für Virologie an der Medizinischen Universität Wien möglich. Das Zentrum für Virologie an der Medizinischen Universität Wien wurde vom Gesundheitsministerium als Referenzzentrale für respiratorische Viren, darunter auch SARS-CoV-2, benannt und fungiert als nationales Bestätigungslabor für SARS-CoV-2-positive Laborbefunde.

Die Untersuchung von Proben (Abstrichtupfer), die durch Amtsärztinnen und Amtsärzte veranlasst wurden, erfolgt am AGES-Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene Wien, Zentrum für anthropogene Infektionen, Währingerstraße 25a, 1090 Wien.

Probenannahme:
Mo-Fr    8.00 – 16.00
Sa/So     8.00 – 12.00

Zudem wird die Untersuchung u. a. von folgenden Laboren angeboten:

Universitätsklinikum Salzburg, Universitätsinstitut für Med.-Chem. Labordiagnostik und Division Med. Mikrobiologie der PMU
Müllner Hauptstraße 48, A-5020 Salzburg
Tel. Zentrale Probenannahme: 05 7255 23005
Ansprechpartner: Ltd. OA Dr. Jan Marco Kern, PD Dr. Hannes Oberkofler
Öffungszeiten: Mo-Do: 08:00 – 16:00 Uhr, Fr: 08:00 – 15:30 Uhr, Sa: 08:00 – 11:30 Uhr, So: 08:30 – 11:00 Uhr

Institut für Hygiene und Mikrobiologie, Infektiologie und Tropenmedizin, Klinikum Wels – Grieskirchen GmbH
Grieskirchner Straße 42, 4600 Wels
Tel.: +43 7242 415 – 96240
Probenannahmezeiten: Montag bis Freitag: 07.00 – 17.00 Uhr (Sekretariat (Annahmestelle) Tel: +43 7242 415 96248; am Wochenende besteht sowohl ein technischer als auch fachärztlicher Bereitschaftsdienst (Kontaktaufnahme über die Pforte: Tel: +43 7242 415-0

Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Medizinischen Universität Graz
Stiftingtalstraße 6/III, 8010 Graz
Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Harald H. Kessler / Michael Bozic
Probenannahmezeiten: Mo-Fr 8.00 – 16.00, Sa/So/Feiertag 8.00 – 12.00

Medizinische Universität Innsbruck, Institut für Virologie
Schöpfstrasse 41, 6020 Innsbruck
Tel.: +43/512 9003-71737
Kontaktpersonen: Wegene Borena: +43512900371737, Barbara Falkensammer: +43512900371728, Heribert Stoiber: +43512900371706
Probenannahmezeiten:Mo-Fr: 8-18 Uhr, Sa und So: nach telefonischer Vereinbarung unter +43512900371710

Institut für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie der Steiermärkischen Krankenanstaltenges.m.b.H
Stiftingtalstraße 14, 8010 Graz
Tel.: 0316-340-5720
Kontaktperson: Mag. Dr. Anita Lassacher: 0316-340-5804
Probenannahmezeiten: Mo-Fr: 7:30-11 Uhr, Sa: 8-11 Uhr, So: 08:30-10:00

Probenmaterial für die PCR-Diagnostik:

  • Nasopharyngealabstrich
  • Oropharyngealabstrich
  • Sputum
  • BAL (Lungenspülflüssigkeit)
  • Endotracheales Aspirat

Wie sind Krankenhäuser vorbereitet?

Hinsichtlich krankenhaushygienischer Maßnahmen bei Verdachts- und Erkrankungsfällen ist derzeit analog zu SARS und MERS entsprechend der Vorgaben des lokalen Krankenhaushygieneteams vorzugehen. Aufgrund der Neuheit dieser Infektionskrankheit würden PatientInnen wahrscheinlich an einem der benannten Zentren für hochinfektiöse/exotische Krankheiten behandelt.

Aus medizinischer Sicht wären für die Behandlung von Verdachts- oder bestätigten Fällen mit SARS-CoV-2-Infektionen krankenhaushygienische Maßnahmen wie bei Influenza ausreichend und würden keine Verlegung der Patienten an Spezialeinrichtungen erfordern.

Welche Desinfektionsmittel sind geeignet?

Grundsätzlich reicht bei Desinfektionsmaßnahmen im Zusammenhang mit Coronaviren die Verwendung von Desinfektionsmitteln mit einer Wirksamkeit gegen behüllte Viren. Für eine 2019-nCoV-wirksame Hände- oder Flächendesinfektion empfiehlt die AGES daher die Verwendung von Desinfektionsmitteln, die als „begrenzt viruzid“ ausgelobt werden. Die Verwendung von Produkten mit der Auslobung „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ ist für eine gegenüber SARS-CoV-2 wirksame Desinfektion nicht erforderlich.

Quellen:

Verbund für Angewandte Hygiene e.V.

https://www.ecdc.europa.eu/sites/default/files/documents/novel-coronavirus-guidance-environmental-cleaning-non-healthcare-facilities.pdf

Steckbrief

Vorkommen

Coronaviren kommen weltweit vor. Das SARS-Virus trat wie das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) erstmals in China in Erscheinung (2002, 2003); das MERS Coronavirus kursiert vor allem auf der arabischen Halbinsel.

Erregerreservoir

Vögel, Fische, Säugetiere.

Übertragungsweg

Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch und kann auch über direkten Kontakt von Tier zu Mensch erfolgen. Personen mit Grunderkrankungen haben ein höheres Infektionsrisiko.

Inkubationszeit

2-14 Tage

Symptomatik

Infektionen von Menschen mit gewöhnlichen Coronaviren sind meist mild und asymptomatisch. Häufige Anzeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind u. a. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. In schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen. Es gibt auch milde Verlaufsformen (Symptome einer Erkältung) und Infektionen ohne Symptome.
Derzeit geht man davon aus, dass der Krankheitsverlauf beim neuartigen Coronavirus weniger schwer ist als bei SARS und MERS.

Therapie

Es gibt keinen Impfstoff. Die Behandlung erfolgt symptomatisch.

Vorbeugung

Wie bei der saisonalen Grippe werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Mehrmals täglich Hände mit Wasser und Seife oder einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel waschen
  • Beim Husten oder Niesen Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch bedecken, nicht mit den Händen
  • direkten Kontakt zu kranken Menschen vermeiden

Situation

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 30.1.2020 eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen. Damit sind konkrete Empfehlungen an Staaten verbunden, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg möglichst einzudämmen. Nach Ansicht ider WHO ist es immer noch möglich, die Virusverbreitung zu unterbrechen, vorausgesetzt, dass die Länder strenge Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten, zur Isolierung und Behandlung von Fällen, zur Rückverfolgung von Kontakten etc. ergreifen.

Reiseinformation des Außenministeriums für Reisen nach China: Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4), Partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) in der Provinz Hubei

Sozialministerium: Aktuelle Situation (tägliche Aktualisierung um 10 Uhr)

ECDC: Fälle von neuartigem Coronavirus weltweit (englisch)

WHO: Informationen zu neuartigem Coronavirus (englisch)

Fachinformation

Information für medizinisches Fachpersonal:

Verdachtsfall: Personen mit akuten Symptomen einer respiratorischen Infektion

UND innerhalb von 14 Tagen vor Auftreten der Symptome:

  • Kontakt mit einem bestätigten oder wahrscheinlichen 2019-nCoV-Fall-Patienten

ODER

  • Aufenthalt in einer Region in der von anhaltender Übertragung von 2019-nCoV ausgegangen werden muss  (Festland-China Stand 6.2.2020)

ODER

  • Aufenthalt/Arbeit in einer Gesundheitseinrichtung, in dem der 2019-nCoV-Fall-Patient behandelt wird/wurde

Kontakt wird definiert als:

  • Aufenthalt am selben Ort (Klassenzimmer, Arbeitsplatz, Wohnung/Haushalt, Krankenhaus oder andere Gesundheitseinrichtung, andere Wohn-Einrichtung, Kaserne oder Ferienlager – unabhängig von der Aufenthaltsdauer)
  • Versorgung bzw. Pflege als medizinisches Personal oder Familienmitglied eines wahrscheinlichen bzw. bestätigten 2019-nCoV-Fall-Patienten

Jeder Verdachtsfall hat einer diagnostischen Abklärung hinsichtlich der Ursache seiner Beschwerden und Symptome zugeführt werden und inkludiert jedenfalls 2019-nCoV-Nukleinsäure.

https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Neuartiges-Coronavirus.html

Information des Gesundheitsministeriums für niedergelassene Ärztinnen/Ärzte: Vorgehen bei Verdacht auf neuartige Coronavirusinfektion (2019 nCoV) (pdf, Stand 31.1.2020)

Reservoir, Übertragungsart und Erkrankung

Seit Dezember 2019, beobachten die Gesundheitsbehörden eine Häufung von Fällen von Pneumonie in der chinesischen Stadt Wuhan. Die gemeinsame Verbindung der Patienten war der Aufenthalt auf einem Markt für Meeresfrüchte und exotische Wildtiere (Füchse, Krokodile, Schlangen, Pfaue) in Wuhan City, Provinz Hubei 2 bis 14 Tage vor Auftreten der Krankheits-symptome. Als verursachendes Agens wurde ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV, seit 11.02.2020 SARS-CoV-2) identifiziert, das mit dem SARS Coronavirus eng verwandt ist.


Vertreter der Familie der Coronaviren können bei einer Reihe von Wirbeltieren wie Säugetiere, Vögel und Fischen Erkrankungen verursachen. Die häufigsten humanpathogenen Coronaviren, das Alphacoronavirus 229E und das Betacoronavirus OC43, die via Sekrettröpfchen oder kontaminierte Hände bzw. Oberflächen von Mensch-zu-Mensch übertragen werden, führen üblicherweise zu einer milden Infektion des oberen Respirationstraktes.

Hingegen sind die hauptsächlich tierpathogenen Coronarviren, die auch von Tier zu Mensch übertragbar sind (zoonotische CoV), wie das SARS-Coronavirus (SARS-CoV) und das MERS-Coronavirus (MERS-CoV), assoziiert mit schwerer respiratorischer Erkrankung. Das SARS Coronavirus, ausgehend von China, verursachte 2002/2003 eine Pandemie. Die Zibetkatze wurde als der natürliche Wirt identifiziert. Das MERS Coronavirus, bekannt seit 2012, hat als Wirt das Dromedar; Tier-zu-Mensch Übertragungen kommen sporadisch, und diese vor allem auf der arabischen Halbinsel vor.

Klinische Manifestation assoziiert mit einer SARS-CoV-2-Infektion

  • milde Erkrankung der oberen Atemwege
  • milde Erkrankung der unteren Atemwege, gekennzeichnet durch milde Pneumonie 
  • schwere Erkrankung der unteren Atemwege ("SARI, severe acure respiratory infection“), gekennzeichnet durch schwere Pneumonie, ARDS und Sepsis.

WHO: Dokumente zu Surveillance, Prävention, Kontrolle und Behandlung

Informationen des ECDC

Informationen des China CDC

Robert Koch Institut: Epidemiologie, Diagnostik und Umgang mit Probenmaterial, Prävention und Bekämpfungsmaßnahmen

Probenahme und Diagnostik

Der Virusnukleinsäure-Nachweis ist nach telefonischer Rücksprache am Zentrum für Virologie an der Medizinischen Universität Wien möglich. Das Zentrum für Virologie an der Medizinischen Universität Wien wurde vom Gesundheitsministerium als Referenzzentrale für respiratorische Viren, darunter auch SARS-CoV-2, benannt und fungiert als nationales Bestätigungslabor für SARS-CoV-2-positive Laborbefunde.

Die Untersuchung von Proben (Abstrichtupfer), die durch Amtsärztinnen und Amtsärzte veranlasst wurden, erfolgt am AGES-Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene Wien, Zentrum für anthropogene Infektionen, Währingerstraße 25a, 1090 Wien.

Probenannahme:
Mo-Fr    8.00 – 16.00
Sa/So     8.00 – 12.00

Zudem wird die Untersuchung u. a. von folgenden Laboren angeboten:

Universitätsklinikum Salzburg, Universitätsinstitut für Med.-Chem. Labordiagnostik und Division Med. Mikrobiologie der PMU
Müllner Hauptstraße 48, A-5020 Salzburg
Tel. Zentrale Probenannahme: 05 7255 23005
Ansprechpartner: Ltd. OA Dr. Jan Marco Kern, PD Dr. Hannes Oberkofler
Öffungszeiten: Mo-Do: 08:00 – 16:00 Uhr, Fr: 08:00 – 15:30 Uhr, Sa: 08:00 – 11:30 Uhr, So: 08:30 – 11:00 Uhr

Institut für Hygiene und Mikrobiologie, Infektiologie und Tropenmedizin, Klinikum Wels – Grieskirchen GmbH
Grieskirchner Straße 42, 4600 Wels
Telefon +43 7242 415 – 96240
Probenannahmezeiten: Montag bis Freitag: 07.00 – 17.00 Uhr (Sekretariat (Annahmestelle) Tel: +43 7242 415 96248; am Wochenende besteht sowohl ein technischer als auch fachärztlicher Bereitschaftsdienst (Kontaktaufnahme über die Pforte: Tel: +43 7242 415-0

Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Medizinischen Universität Graz
Stiftingtalstraße 6/III, 8010 Graz
Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Harald H. Kessler / Michael Bozic
Probenannahmezeiten: Mo-Fr 8.00 – 16.00, Sa/So/Feiertag 8.00 – 12.00

Medizinische Universität Innsbruck, Institut für Virologie
Schöpfstrasse 41, 6020 Innsbruck
Tel.: +43/512 9003-71737
Kontaktpersonen: Wegene Borena: +43512900371737, Barbara Falkensammer: +43512900371728, Heribert Stoiber: +43512900371706
Probenannahmezeiten:Mo-Fr: 8-18 Uhr, Sa und So: nach telefonischer Vereinbarung unter +43512900371710

Institut für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie der Steiermärkischen Krankenanstaltenges.m.b.H
Stiftingtalstraße 14, 8010 Graz
Tel.: 0316-340-5720
Kontaktperson: Mag. Dr. Anita Lassacher: 0316-340-5804
Probenannahmezeiten: Mo-Fr: 7:30-11 Uhr, Sa: 8-11 Uhr, So: 08:30-10:00

Probenmaterial für die PCR-Diagnostik:

  • Nasopharyngealabstrich
  • Oropharyngealabstrich
  • Sputum
  • BAL (Lungenspülflüssigkeit)
  • Endotracheales Aspirat

Video: Probenahme bei Coronavirus-Verdacht

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