Clostridium difficile

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Zuletzt geändert: 18.04.2017
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Clostridium difficile

Clostridium difficile gehört zu der Gruppe der grampositiven anaeroben Sporenbildner. Sie kommen im Darmtrakt beim Mensch und Tier vor, können aber auch in der Umwelt isoliert werden. Die Sporen, bakterielle Dauerformen des Erregers, sind extrem umweltresistent und schützen den Erreger vor Temperaturen über 100 °C und auch vor zahlreichen Desinfektionsmitteln.

Aufgrund des Auftretens des hypervirulenten Clostridium difficile-Stammes PCR-Ribotyp 027  (NAP-Typ 1) in Nordamerika und Europa ist dieser Erreger in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Aktuellen Schätzungen nach verursachen die zumeist vermeidbaren Clostridium difficile-Infektionen in europäischen Krankenhäuser jährliche Mehrkosten von 3 Milliarden Euro.

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Clostridium difficile

Clostridium difficile gehört zu der Gruppe der grampositiven anaeroben Sporenbildner. Sie kommen im Darmtrakt beim Mensch und Tier vor, können aber auch in der Umwelt isoliert werden. Die Sporen, bakterielle Dauerformen des Erregers, sind extrem umweltresistent und schützen den Erreger vor Temperaturen über 100 °C und auch vor zahlreichen Desinfektionsmitteln.

Aufgrund des Auftretens des hypervirulenten Clostridium difficile-Stammes PCR-Ribotyp 027  (NAP-Typ 1) in Nordamerika und Europa ist dieser Erreger in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Aktuellen Schätzungen nach verursachen die zumeist vermeidbaren Clostridium difficile-Infektionen in europäischen Krankenhäuser jährliche Mehrkosten von 3 Milliarden Euro.

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Übertragung

Oftmals ist der Patient schon Träger des Erregers. Durch Antibiotikagabe kommt es zu einer Verschiebung des ökologischen Gleichgewichts in der Darmflora, die Clostridium difficile begünstigt. In anderen Fällen ist jedoch eine Übertragung der Clostridium-Sporen die Ursache der Erkrankung. Zumeist sind Hygienemängel im Spital für die Übertragung verantwortlich, diese können auch zu Epidemien führen.

Symptome

Symptome

Toxinbildendes Clostridium difficile ist verantwortlich für einen Großteil der Durchfallserkrankungen nach Antibiotikagabe. Aufgrund der Schwere der Symptome werden verschiedene Verlaufsformen beschrieben:

Der mildeste Verlauf ist der Antibiotika-assoziierte-Durchfall (AAD) der zumeist nach Ende der Antibiotikatherapie sistiert.

Problematischer ist die Antibiotika-assozierte-Colitis (AAC) sie kann im schlimmsten Fall auch bei Auftreten eines toxischen Megacolons tödlich verlaufen. Die AAC geht mit Fieber, Darmkrämpfen und schwerem zum Teil blutigen Durchfall einher.

Nicht alle Clostridium difficile Isolate besitzen Gene für die Toxinproduktion. Generell sind Toxin-A und Toxin-B für die AAD und AAC verantwortlich. Über die Wirkung des von nur 6-10 % aller Isolate gebildeten binären Toxins ist noch wenig bekannt.

Therapie

Therapie

Metronidazol ist das Medikament der Wahl, Vancomycin und Teicoplanin sind zumeist nur bei Therapieversagen zu verabreichen. In seltenen Fällen, zum Beispiel beim toxischen Megacolon, kann eine chirurgische Dickdarm-Teilentfernung indiziert sein.

Derzeit erfolgt der Nachweis des Erregers zumeist nur mittels Toxin-Schnelltests im Stuhl von Patienten. Aufgrund der Wichtigkeit, auch Ausbrüche zu erkennen, sollte jedoch immer auch ein kultureller Anzuchtversuch unternommen werden.


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