Die Übertragung von V. cholerae erfolgt hauptsächlich oral, durch Aufnahme von mit Stuhl oder Erbrochenen kontaminiertem Trinkwasser oder über Nahrungsmittel. Da Vibrio cholerae sehr empfindlich gegen Magensäure ist, muss die Infektionsdosis relativ hoch sein. Bei der Infektion über kontaminiertes Wasser sind 103 -106 Bakterien notwendig, über Nahrungsmittel nur 102 -104 Bakterien. Bei Menschen, die weniger Magensäure produzieren (z. B. durch die Einnahme von Protonenpumpenhemmern), ist die nötige Infektionsdosis dementsprechend geringer.

In den meisten Fällen werden die Erreger nach Abklingen der Symptome noch einige Tage ausgeschieden. Bei asymptomatischen Verläufen können die Erreger oft 14 Tage lang nachgewiesen werden. Selten werden die Erreger nach durchgemachter Erkrankung auch monatelang ausgeschieden. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist jedoch selten.

Neben dem Menschen dienen auch ökologische Nischen als Reservoir für V. cholerae und andere Vibrionen. Wenn Temperatur, Elektrolyt- und Nährstoffgehalt entsprechen, können Vibrionen jahrelang im Wasser überleben. Kontaminiertes Wasser kann aber nicht nur durch orale Aufnahme bei der Übertragung eine Rolle spielen, sondern auch durch direkten Kontakt mit z. B. Wunden zu einer Infektion führen.

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