Die wichtigste Maßnahme zur Therapie der Cholera ist der rechtzeitige und ausreichende Ausgleich des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushaltes. Wenn möglich kann dieser oral erfolgen, z. B. mit 20g Glukose + 1,5g KCl + 2,5g NaCl + 3,5g Na-Bicarbonat. In schweren Fällen müssen Infusionen verabreicht werden. Die Gabe von Antibiotika spielt eine untergeordnete Rolle. Sie mindern bei schweren Verläufen Dauer und Intensität der Diarrhoe und reduzieren die Dauer der Erregerausscheidung. In Frage kommen Erythromycin, Tetracyclin, Doxycyclin oder Ciprofloxacin.

Bei extraintestinalen Infektionen mit Vibrionen sollte auf jeden Fall eine antibiotische Therapie in Betracht gezogen werden.

Prophylaxe/Impfung

Zur Vorbeugung empfiehlt sich vor allem die Einhaltung hoher hygiensicher Standards. Nach jedem Stuhlgang/Toilettenbenutzung und vor Hantieren mit Lebensmittel (inklusive Trinkwasser) muss jedenfalls eine ausführliche Händehygiene (Händewaschen mit Seife ausreichend!) erfolgen. In tropischen Ländern sollte nur abgefülltes oder abgekochtes Trinkwasser verwendet werden; das Essen von Salaten, rohem Gemüse und Meeresfrüchten sollte vermieden werden.

Außerdem sollte eine desinfizierende Reinigung aller Gegenstände und Flächen erfolgen, die wahrscheinlich/sichtbar mit Ausscheidungen des Patienten in Kontakt gekommen sind.

In Österreich ist ein oraler Totimpfstoff gegen Cholera zugelassen, der speziell für Reisende mit besonderem Risiko empfohlen wird. (z. B. Langzeitreisende, Katastropheneinsätze etc.). Es sind zwei Impfdosen im Abstand von mindestens einer Woche notwendig (der Impfstoff sollte nüchtern eingenommen werden!). Empfohlen wird eine Auffrischungsimpfung nach zwei Jahren. Der Impfschutz beträgt ca. 90 % und schützt auch teilweise vor dem klassischen Reisedurchfall.

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