Die wichtigste Maßnahme zur Therapie der Cholera ist der rechtzeitige und ausreichende Ausgleich des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushaltes. Wenn möglich kann dieser oral erfolgen, z. B. mit 20g Glukose + 1,5g KCl + 2,5g NaCl + 3,5g Na-Bicarbonat. In schweren Fällen müssen Infusionen verabreicht werden. Die Gabe von Antibiotika spielt eine untergeordnete Rolle. Sie mindern bei schweren Verläufen Dauer und Intensität der Diarrhoe. In Frage kommen Erythromycin, Tetracyclin, Doxycyclin oder Ciprofloxacin.

Bei extraintestinalen Infektionen mit Vibrionen sollte auf jeden Fall eine antibiotische Therapie in Betracht gezogen werden.

Hygienemaßnahmen

Nach jedem Stuhlgang/Toilettenbenutzung und vor Hantieren mit Lebensmittel (inklusive Trinkwasser) muss jedenfalls eine ausführliche Händehygiene (Händewaschen mit Seife ausreichend!) erfolgen. Außerdem sollte eine desinfizierende Reinigung aller Gegenstände und Flächen erfolgen, die wahrscheinlich/sichtbar mit Ausscheidungen des Patienten in Kontakt gekommen sind.

Prophylaxe, Immunität

Seit 2003 ist ein oraler Totimpfstoff in Österreich erhältlich. Hier schützt eine zweimalige Schluckimpfung (im Abstand von 1-6 Wochen) für etwa sechs Monate bis maximal 2 Jahre. Die Schutzrate beträgt 90 %.

Nach durchgemachter Infektion ist nur mit einer unvollständigen Immunität zu rechnen.

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