Amöbenruhr

Malpighamoeba mellificae

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Zuletzt geändert: 18.04.2017
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Die Malpighamöbe befällt die Harngefäße erwachsener Bienen und löst die so genannte Amöbenruhr aus.

Die Amöbe Malpighamoeba mellificae PRELL gehört zur Gruppe der Einzeller (Protozoen) und kommt in den Harnröhrchen der Honigbiene (Malpighischen Gefäßen) vor. Neben dem Vermehrungsstadium (Amöboidstadium) bildet sie Dauerformen, so genannte Zysten, die auch längere Zeit außerhalb der Biene überleben können.

Amöbenruhr tritt häufig als Mischinfektion mit Nosemose auf.

Die Malpighamöbe befällt die Harngefäße erwachsener Bienen und löst die so genannte Amöbenruhr aus.

Die Amöbe Malpighamoeba mellificae PRELL gehört zur Gruppe der Einzeller (Protozoen) und kommt in den Harnröhrchen der Honigbiene (Malpighischen Gefäßen) vor. Neben dem Vermehrungsstadium (Amöboidstadium) bildet sie Dauerformen, so genannte Zysten, die auch längere Zeit außerhalb der Biene überleben können.

Amöbenruhr tritt häufig als Mischinfektion mit Nosemose auf.

Symptome

Typisches Symptom dieser Erkrankung ist äußerst dünnflüssiger, goldgelber, ekelerregend riechender Kot.

Allgemeine Symptome sind starker Durchfall, Krabbler, flugunfähige Bienen mit zitternden Flügeln, aufgetriebener Hinterleib, verkotete Waben, Beuten, Stirn- und Flugbretter sowie erhöhter Totenfall.

Krankheitsfördernde Faktoren sind lange fluglose Perioden, starke Beunruhigung, Weisellosigkeit, Kälte, kühle, feuchte Sommer- und Herbstmonate, lange Winter.

Übertragung

Die Übertragung erfolgt durch Weitergabe der Zysten durch Kot bei Reinigung des Stockes durch Putzbienen bzw. von Volk zu Volk (Verflug, Räuberei, Bienentränke).

Eine Übertragung ist auch durch den Imker möglich (Umhängen von Waben, die mit Amöbenzysten belastet sind, Vereinigen von kranken mit gesunden Völkern).

Vorbeugung

Hygienemaßnahmen

bei schwachem Befall ist Selbstheilung möglich

Förderung des Bienenumsatzes, damit befallene Altbienen schneller abgehen

stark befallene schwache Völker abtöten

bei schwach befallenen Völkern verkotete Waben aus Volk entfernen, tote Bienen aus Boden entfernen, Boden, Flugbretter und Stirnwand reinigen

Volk einengen

ausreichende Futterversorgung

In Österreich gibt es kein zugelassenes Medikament


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