Tierversuche sind verboten

Zuletzt geändert: 10.02.2017

Seit 1999 gilt für alle in Österreich hergestellten Kosmetika ein generelles Durchführungsverbot für Tierversuche am kosmetischen Fertigprodukt, geregelt im österreichischen Tierschutzgesetz (BGBl.Nr. 501/1989 in der Änderung von 1999 BGBl. Nr. 169/1999). Die Europäische Union hat dieses Verbot 2004 erlassen. Darüber hinaus ist seit 2004 das Inverkehrbringen kosmetischer Mittel verboten, wenn das kosmetische Mittel oder einer seiner Bestandteile im Tierversuch getestet wurde, obwohl eine zu diesem Zeitpunkt bereits anerkannte Alternativmethode zur Verfügung steht.

Das Verbot von Tierversuchen wurde in mehreren Stufen umgesetzt: Nach 2009 ist das Durchführen von Tierversuchen an Bestandteilen innerhalb des Gemeinschaftsmarktes verboten. Weiters ist auch das Inverkehrbringen kosmetischer Mittel grundsätzlich verboten, wenn dieses bzw. einer seiner Bestandteile im Tierversuch getestet wurde. Bis März 2013 durften noch kosmetische Mittel in Verkehr gebracht werden, wenn die Bestandteile im Tierversuch im Zusammenhang mit der Reproduktionstoxizität, der Toxizität bei wiederholter Verabreichung oder der Toxikokinetik durchgeführt wurden.

Ab März 2013 trat das generelle Verbot des Inverkehrbringens kosmetischer Mittel in Kraft wenn diese oder mehrere Bestandteile im Tierversuch getestet wurden.

Empfehlung der Europäischen Kommission vom 7. Juni 2006 (2006/406/EG): Zur Festlegung von Leitlinien für die Verwendung von Angaben, denen zufolge keine Tierversuche gemäß der Richtlinie 76/768/EWG des Rates durchgeführt wurden.

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