Werbeaussagen

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Kosmetik-Werbung

Die Anforderungen an die Werbung sind in der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 Artikel 20 "Werbeaussagen" und der Verordnung (EU) Nr. 665/2013 zur Festlegung gemeinsamer Kriterien zur Begründung von Werbeaussagen im Zusammenhang mit kosmetischen Mitteln festgelegt.

Bei der Kennzeichnung, der Bereitstellung auf dem Markt und der Werbung für kosmetische Mittel dürfen laut Artikel 20 Absatz 1 keine Texte, Bezeichnungen, Warenzeichen, Abbildungen und andere bildhafte oder nicht bildhafte Zeichen verwendet werden, die Merkmale oder Funktionen vortäuschen, die die betreffenden Erzeugnisse nicht besitzen.

 

Kriterienkatalog zu Werbeaussagen

Die Verordnung (EU) Nr. 665/2013 umfasst folgende Kriterien zu Werbeaussagen:

Einhaltung von Rechtsvorschriften

Einhaltung von Rechtsvorschriften

Keine Werbung mit Selbstverständlichkeiten oder nicht richtigen bzw. falsch zu verstehenden Aussagen.

Wahrheitstreue

Wahrheitstreue

Aussagen oder Abbildungen müssen in Beziehung zu dem Kosmetikprodukt und seiner Wirkung stehen.

Belegbarkeit

Belegbarkeit

Aussagen müssen nach dem aktuellen Kenntnisstand wissenschaftlich nachweisbar und Wirkungen bei den beworbenen Produkt tatsächlich vorhanden sein.

Redlichkeit

Redlichkeit

Übertriebene Aussagen, Hervorhebungen gegenüber verlgeichbaren Mitteln oder das Verschweigen von zusätzlich erforderlichen Bedingungen darf nicht erfolgen.

Lauterkeit

Lauterkeit

Aussagen dürfen Wettbewerber oder rechtlich zulässige Bestandteile nicht herabsetzen oder zur Verwechslung mit Erzeugnissen der Konkurrenz führen.

Fundierte Entscheidungsfindung

Fundierte Entscheidungsfindung

Die Aussagen müssen für den Verbraucher klar und leicht verständlich sein und eine fundierte Kaufentscheidung ermöglichen.

Die Leitlinie zu der Verordnung (EU) Nr. 665/2013 beinhaltet diesbezügliche Beispiele und "best practice" für die Belegbarkeit von Werbeaussagen.
 

Krankheitsbezogene Aussagen

Wirbt ein kosmetisches Mittel mit Aussagen, dass das Mittel zur Heilung oder zur Linderung oder zur Verhütung menschlicher Krankheiten oder krankhafter Beschwerden bestimmt ist, kann es unter die Definition eines Arzneimittels fallen und ist folglich unzulässig (siehe Abgrenzung).

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