Kennzeichnung

Zuletzt geändert: 02.02.2017

Folgende Angaben müssen deutlich sichtbar, leicht lesbar und unverwischbar auf der Verpackung und dem Behältnis des kosmetischen Mittels laut Artikel 19, Absatz 1 der Verordnung (EU) 1223/2009 angebracht werden:

a) Name und Anschrift

a) Name und Anschrift

den Namen oder die Firma und die Anschrift der verantwortlichen Person. Die Angaben dürfen abgekürzt werden, sofern diese Person und ihre Adresse aus der Abkürzung identifiziert werden kann. Werden mehrere Anschriften angegeben, so ist die Anschrift der verantwortlichen Person, bei der die Produktinformationsdatei leicht zugänglich gemacht wird, hervorzuheben (z. B. unterstreichen).

Das Ursprungsland ist anzugeben, wenn das Produkt aus einem Drittstaat auf dem Gemeinschaftsmarkt in Verkehr gebracht wird. In welcher Form diese Angabe zu erfolgen hat, ist nicht geregelt, z.B. „Hergestellt in China“.

b) Nenninhalt

b) Nenninhalt

den Nenninhalt zur Zeit der Abfüllung, als Gewichts- oder Volumenangabe; hiervon ausgenommen sind Packungen, die weniger als 5 g oder weniger als 5 ml enthalten, Gratisproben und Einmalpackungen; bei Vorverpackungen, die in der Regel als Großpackungen mit mehreren Stücken verkauft werden und für die die Gewichts- und Volumenangabe nicht von Bedeutung ist, ist die Angabe des Inhalts nicht erforderlich, sofern die Stückzahl auf der Verpackung angegeben ist. Die Angabe der Stückzahl ist nicht erforderlich, wenn sie von außen leicht zu erkennen ist oder wenn das Erzeugnis in der Regel nur als Einheit verkauft wird.

c) Haltbarkeit

c) Haltbarkeit

das Datum, bis zu dem das kosmetische Mittel bei sachgemäßer Aufbewahrung seine ursprüngliche Funktion erfüllt und insbesondere mit Artikel 3 vereinbar ist („Mindesthaltbarkeitsdatum“). Vor dem Datum selbst oder dem Hinweis auf die Stelle, an der es auf der Verpackung angegeben ist, steht das in Anhang VII Nummer 3 der Verordnung (EG) 1223/2009 angegebene Symbol der Sanduhr oder die Wörter:„Mindestens haltbar bis“.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird eindeutig angegeben und setzt sich entweder aus dem Monat und dem Jahr oder dem Tag, dem Monat und dem Jahr in dieser Reihenfolge zusammen. Diese Angaben werden erforderlichenfalls durch die Angabe der Aufbewahrungsbedingungen ergänzt, die zur Gewährleistung der angegebenen Haltbarkeit erfüllt sein müssen. Für kosmetische Mittel mit einer Mindesthaltbarkeit von mehr als 30 Monaten ist die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht vorgeschrieben. Für solche Erzeugnisse wird angegeben, wie lange das Mittel nach dem Öffnen sicher ist und ohne Schaden für den Verbraucher verwendet werden kann. Für solche Erzeugnisse wird, außer wenn das Konzept der Haltbarkeit nach dem Öffnen nicht relevant ist, angegeben, wie lange das Mittel nach dem Öffnen sicher ist. Diese Information wird durch das in Anhang VII Nummer 2 dargestellte Symbol des geöffneten Cremetiegels, gefolgt von dem Zeitraum (ausgedrückt in Monaten und/oder Jahren) angegeben.

d) besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Gebrauch

d) besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Gebrauch

die besonderen Vorsichtsmaßnahmen für den Gebrauch, mindestens die in den Anhängen III bis VI der Verordnung (EG) 1223/2009 aufgeführten Angaben und etwaige besondere Vorsichtshinweise bei kosmetischen Mitteln, die zum gewerblichen Gebrauch bestimmt sind.

e) Chargennummer

e) Chargennummer

die Chargennummer oder das Zeichen, das eine Identifizierung des kosmetischen Mittels ermöglicht. Ist dies aus praktischen Gründen wegen der geringen Abmessungen der kosmetischen Mittel nicht möglich, so brauchen diese Angaben nur auf der Verpackung zu stehen.

f) Verwendungszweck

f) Verwendungszweck

der Verwendungszweck des kosmetischen Mittels, sofern dieser sich nicht aus der Aufmachung dessen ergibt.

g) Bestandteile

g) Bestandteile

müssen in einer Liste der Bestandteile zumindest auf der Verpackung angegeben werden. Die Liste trägt die Überschrift „Ingredients“. Die Angabe „Bestandteile“ ist nicht mehr zulässig. Im Sinne dieses Artikels ist ein Bestandteil jeder Stoff oder ein Gemisch, der bzw. das absichtlich im Herstellungsprozess des kosmetischen Mittels verwendet wird. Als Bestandteile gelten jedoch nicht: Verunreinigungen von verwendeten Rohstoffen und technische Hilfsstoffe, die im Gemisch verwendet werden, im Fertigerzeugnis jedoch nicht mehr vorhanden sind.

Die Riech- und Aromastoffe und ihre Ausgangsstoffe werden mit den Begriffen „Parfum“ oder „Aroma“ angegeben. Das Vorhandensein von Stoffen (Allergene Duftstoffe), die gemäß der Spalte „Sonstige“ in Anhang III der Verordnung aufgeführt werden, ist außerdem in der Liste der Bestandteile zusätzlich zu den Begriffen Parfüm oder Aroma anzugeben.

Die Liste der Bestandteile weist diese in abnehmender Reihenfolge ihres Gewichts zum Zeitpunkt der Hinzufügung zum kosmetischen Mittel aus. Bestandteile in einer Konzentration von weniger als 1 Prozent können in ungeordneter Reihenfolge im Anschluss an die mit einer Konzentration von mehr als 1 Prozent aufgeführt werden.

Alle Bestandteile in der Form von Nanomaterialien müssen eindeutig in der Liste der Bestandteile aufgeführt werden. Den Namen dieser Bestandteile muss das Wort „Nano“ in Klammern folgen.

Farbstoffe außer solchen, die zum Färben von Haar bestimmt sind, können in beliebiger Reihenfolge nach den anderen kosmetischen Bestandteilen aufgeführt werden. Bei dekorativen Kosmetika, die in einer Palette von Farbnuancen vermarktet werden, können alle in der Palette verwendeten Farbstoffe außer solchen, die zum Färben von Haar bestimmt sind, aufgeführt werden, sofern die Worte „kann … enthalten“ oder das Symbol „+/-“ hinzugefügt werden. Dabei muss gegebenenfalls die CI (Colour Index)-Nomenklatur verwendet werden.

Farbstoffe, die zum Färben von Haaren bestimmt sind, müssen – wie alle anderen Bestandteile - in abnehmender Reihenfolge ihres Gewichts zum Zeitpunkt der Hinzufügung zum kosmetischen Mittel angeführt werden.

Angabe der Bestandteile

Die Angabe der Bestandteile erfolgt unter Verwendung der gemeinsamen Bezeichnung der Bestandteile gemäß dem Glossar, das im Amtsblatt der EU veröffentlicht werden soll. Ist keine gemeinsame Bestandteilsbezeichnung vorhanden, so ist eine Bezeichnung aus einer allgemein anerkannten Nomenklatur zu verwenden.

Es wird auf das derzeitige Verzeichnis der kosmetischen Bestandteile oder die Datenbank der Kommission für kosmetische Bestandteile (CosIng) verwiesen.

Dieses Verzeichnis basiert auf international anerkannten Nomenklaturen einschließlich der Internationalen Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe (INCI). Es stellt keine Positivliste kosmetischer Bestandteile dar, sondern ist lediglich eine Sammlung von Bestandteilen, die seitens der Industrie genannt wurden.

Zusätzlich müssen 26 Parfüminhaltsstoffe (allergene Duftstoffe) aufgrund ihres allergieauslösenden Potenzials ab einer bestimmten Konzentration deklariert werden. Mehr zum Thema, siehe Allergene Duftstoffe.


Kennzeichnungssymbole

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Beipackzettel
Beipackzettel-Symbol "Verweis auf die beiliegenden oder am Produkt befestigten Informationen", siehe EU-Richtlinie 1223/2009

Dieses Symbol (aufgeschlagenes Buch mit Hand) weist darauf hin, dass Vorsichtsmaßnahmen bzw. die Bestandteilliste auf einem, dem kosmetischen Mittel beigepackten oder an ihm befestigten Papierstreifen oder Kärtchen angeführt werden.

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Period after opening
Symbol eines geöffneten Cremetiegels. Bedeutung: geöffnet haltbar für

Das Symbol des geöffneten Cremetiegels gibt den Zeitraum an, in welchem das kosmetische Mittel nach Öffnung des Produktes noch als sicher anzusehen ist. Die Angabe dieses Zeitraums in Monaten bzw. Jahren erfolgt in oder neben dem Tiegelsymbol. Dabei werden Monate mit "M" und Jahre mit "J" abgekürzt. Sie ist sowohl auf dem Behältnis als auch auf der äußeren Verpackung zu deklarieren.

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Mindest-haltbarkeit
Sanduhr-Symbol, das das Mindeshaltbarkeitsdatum für Kosmetik kennzeichnet, siehe EU-Richtlinie 1223/2009, Anhang 7

Vor dem Datum selbst oder dem Hinweis auf die Stelle, an der das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung angegeben ist, steht das Sanduhr-Symbol oder der Wortlaut "Mindestens haltbar bis..."

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UVA-Schutz
UVA-Symbol: Sonnenschutzmittel entspricht EU-Empfehlung für UVA-Schutz

Sonnenschutzmittel mit diesem Symbol (Kreis mit Inschrift UVA) deklarieren, dass das vorliegende kosmetische Mittel den Empfehlungen der EU zur Mindestwirksamkeit des Lichtschutzes gegenüber UV-B und UV-A Strahlung entspricht.

Link zur Empfehlung 2006/647/EG der Kommission über die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln und diesbezügliche Herstellerangaben.

Werbeaussagen müssen nützlich, verständlich und zuverlässig sein und es dem Endverbraucher ermöglichen, eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen. Mehr zum Thema, siehe Werbeaussagen.

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