Aufgaben des Händlers

Zuletzt geändert: 02.02.2017

Gemäß Artikel 2 Abs. 1 lit. e ist ein „Händler“ jede natürliche oder juristische Person in der Lieferkette, die ein kosmetisches Mittel auf dem Gemeinschaftsmarkt bereitstellt, mit Ausnahme des Herstellers oder des Importeurs.

Der Händler ist dann die verantwortliche Person (gemäß Artikel 4 Abs. 6), wenn er: ein kosmetisches Mittel unter seinem eigenen Namen und seiner eigenen Marke in Verkehr bringt oder ein Produkt, das sich bereits in Verkehr befindet, so ändert, dass die Einhaltung der geltenden Anforderungen berührt sein kann.

Die Übersetzung der Kennzeichnung und Information am kosmetischen Mittel, das bereits in Verkehr gebracht wurde, gilt in dieser Hinsicht nicht als Änderung. Jedoch ergibt sich aus der Übersetzung die Notwendigkeit der Notifizierung durch den Händler. Bevor der Händler ein Produkt auf dem Markt bereitstellt, überprüft er die Kennzeichnung insbesondere hinsichtlich:

  • Name und Anschrift, Ursprungsland, Chargennummer, Bestandteilliste
  • ob die Kennzeichnung in deutscher Sprache angebracht ist
  • ob das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist

Der Händler gewährleistet, dass die Lagerungs- oder Transportbedingungen den Anforderungen der Verordnung genügen.

Hat ein Händler Grund zur Annahme, dass ein kosmetisches Mittel nicht den Vorgaben dieser Verordnung entspricht,

  • stellt er das Produkt nicht auf dem Markt bereit
  • leitet er entsprechende Korrekturmaßnahmen ein
  • unterrichtet unverzüglich die verantwortliche Person und die zuständigen Behörden, wenn ein Risiko von dem Produkt ausgeht.
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