WHO Zucker Empfehlungen

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Zuletzt geändert: 09.11.2017

WHO empfiehlt maximal 5 bis 10 Teelöffel freien Zucker pro Tag

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Verschiedene Zuckerarten und Honig in weißen Schüsseln

Um das Risiko einer ungesunden Gewichtszunahme und Karies zu reduzieren, empfiehlt die WHO wie bisher die Aufnahme an freiem Zucker in sämtlichen Lebensphasen auf unter 10 Energieprozent zu reduzieren. Dies entspricht nicht mehr als 50 Gramm Zucker pro Tag (ca. 10 Teelöffel) für einen durchschnittlichen Erwachsenen (bei einer Kalorienzufuhr von 2.000 kcal).

Zusätzlich hält die WHO eine weitere Reduktion der Aufnahme freien Zuckers auf unter 5 Energieprozent (also täglich nicht mehr als 5 Teelöffel Zucker für Erwachsene) für sinnvoll. Dies ist jedoch noch eine bedingte Empfehlung, deren Umsetzung auf gesundheitspolitischer Ebene zu diskutieren ist.

Zucker ist vielen Lebensmitteln in unterschiedlicher Menge zugesetzt:

 

Folgendes Lebensmittelenthält so viel Zucker
1 Glas Limonade (200 ml)20 g
1 Becher Fruchtjoghurt (200 g)25 - 30 g
1 Rippe Milchschokolade (16,7 g)9 g

WHO Richtlinie für die Aufnahme an freiem Zucker

Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in 2015 veröffentlichte Richtlinie für die empfohlene Aufnahme von Zucker soll helfen, ungesunde Gewichtszunahme und Zahnkaries besser zu kontrollieren bzw. Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Die Richtlinie basiert auf einer Auswertung verschiedener wissenschaftlicher Studien zum Konsum von Zucker bei Erwachsenen und Kindern und dem Risiko einer Gewichtszunahme bzw. Entstehung von Karies.

Im Fokus der WHO Empfehlungen steht die Aufnahme von freiem Zucker aller Zuckerarten. Darunter versteht man unter anderem Traubenzucker (Glucose, Dextrose), Fruchtzucker (Fructose), Haushaltszucker (Saccharose) sowie Malzzucker (Maltose) oder auch Zucker der in Honig, Sirupen, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten vorkommt. Freie Zucker werden einerseits von VerbraucherInnen selbst den Nahrungsmitteln und Getränken zugefügt (z. B. Zucker im Kaffee, Honig im Müsli). Andererseits kommen sie aber auch in vielen verarbeiteten Lebensmitteln (z. B. Fertiggerichte, Limonaden, Kekse) und der Gastronomie (z. B. Zucker in Süßspeisen) vor.

Die WHO-Richtlinie bezieht sich nicht auf den natürlichen, in frischem Obst oder in Milch vorkommenden Zucker.

VerbraucherInnen-Tipps zur Zucker-Reduktion:

So können Sie Zucker sparen: Link zu Ernährungstipps auf www.gesundheit.gv.at – Das Gesundheitsportal


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