WHO Zucker Empfehlungen

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Zuletzt geändert: 01.02.2019

WHO empfiehlt maximal 5 bis 10 Teelöffel freien Zucker pro Tag

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Verschiedene Zuckerarten und Honig in weißen Schüsseln

Um das Risiko einer ungesunden Gewichtszunahme und Karies zu verringern, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Aufnahme an freiem Zucker in sämtlichen Lebensphasen auf unter 10 Energieprozent zu reduzieren. Dies entspricht nicht mehr als 50 Gramm Zucker pro Tag (ca. 10 Teelöffel) für einen durchschnittlichen Erwachsenen (bei einer Kalorienzufuhr von 2.000 kcal). Unter „freie Zucker“ werden hier alle Zuckerarten verstanden, die Speisen und Getränken beigefügt werden. Aber auch jener Zucker, der natürlich in Honig, Sirup, Fruchtsaftkonzentraten und Fruchtsäften vorkommt.

Außerdem hält die WHO eine weitere Reduktion der Aufnahme freien Zuckers auf unter 5 Energieprozent (also täglich nicht mehr als 5 Teelöffel Zucker für Erwachsene) für sinnvoll. Dies ist jedoch noch eine bedingte Empfehlung, deren Umsetzung auf gesundheitspolitischer Ebene zu diskutieren ist.

Zucker ist vielen Lebensmitteln in unterschiedlicher Menge zugesetzt, z. B. :

LebensmittelZuckergehalt
1 Glas Limonade (200 ml)bis zu 26 g
1 Becher Fruchtjoghurt (200 g)bis zu 34 g
1 Portion Frühstückscerealien (30 g)bis zu 13 g

 

Mit dem neuen Online-Tool der AGES „Lebensmittel unter der Lupe“ können Zucker-, Salz-, Fett- und Energiegehalte von Lebensmitteln ganz einfach abgerufen werden. Zusätzlich bietet das Tool praktische Tipps und Informationen rund um eine ausgewogene Ernährung. Derzeit stehen Informationen zu Säuglings- und Kleinkindprodukten, Quetschies, Müslis und Frühstückscerealien, Kakaos, Ketchups und Pizza zur Verfügung. Weitere Produktgruppen wie zum Beispiel Milchprodukte und Softdrinks folgen demnächst.

WHO Richtlinie für die Aufnahme an freiem Zucker

Die von der WHO 2015 veröffentlichte Richtlinie für die empfohlene Aufnahme von Zucker soll helfen, ungesunde Gewichtszunahme und Zahnkaries besser zu kontrollieren bzw. Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Die Richtlinie basiert auf einer Auswertung verschiedener wissenschaftlicher Studien zum Konsum von Zucker bei Erwachsenen und Kindern und dem Risiko einer Gewichtszunahme bzw. Entstehung von Karies.

Im Fokus der WHO Empfehlungen steht die Aufnahme von freiem Zucker aller Zuckerarten. Darunter versteht man unter anderem Traubenzucker (Glucose, Dextrose), Fruchtzucker (Fructose), Haushaltszucker (Saccharose) sowie Malzzucker (Maltose) oder auch Zucker, der in Honig, Sirupen, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten vorkommt. Freie Zucker werden einerseits von VerbraucherInnen selbst den Nahrungsmitteln und Getränken zugefügt (z. B. Zucker im Kaffee, Honig im Müsli). Andererseits kommen sie aber auch in vielen verarbeiteten Lebensmitteln (z. B. Fertiggerichte, Limonaden, Kekse) und der Gastronomie (z. B. Zucker in Süßspeisen) vor.

Die WHO-Richtlinie bezieht sich nicht auf den natürlichen, in frischem Obst oder in Milch vorkommenden Zucker.

Tipps zur Zucker-Reduktion:

Lebensmittel unter der Lupe

www.gesundheit.gv.at – Das Gesundheitsportal


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