Kontrolle vom Acker bis zum Teller

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Zuletzt geändert: 06.06.2019

Lebensmittel sind heutzutage sicher wie nie zuvor. Obwohl vieles dazu führen kann, dass ein Lebensmittel nicht mehr zum Essen geeignet ist oder sogar die Gesundheit schädigen kann: krankmachende Keime, Schadstoffe aus der Umwelt, Rückstände von Tierarzneimitteln, Hormonen, Pestiziden oder anderen Stoffen, Radioaktivität, Pflanzengifte sowie Substanzen, die bei der Zubereitung entstehen.

Zahllose chemischen Verbindungen, Metalle etc. sind überall in der Umwelt vorhanden, auch in Lebensmitteln. Die Natur selbst steuert auch Gefahren bei: Mikroorganismen (Bakterien, Viren Schimmelpilze) führen dazu, dass Lebensmittel verderben und verursachen Krankheiten. Auch der Mensch trägt durch Industrie, Verkehr und Technologie dazu bei, dass Rückstände von vielen Substanzen in Lebensmitteln gefunden werden können.

Für viele Stoffe gibt es erlaubte Höchstmengen (= Grenzwerten) in Lebensmitteln. Werden diese überschritten, ist das Lebensmittel nicht mehr sicher und darf nicht mehr am Markt sein. Eine Überschreitung bedeutet aber nicht, dass das Lebensmittel schon gesundheitsschädlich ist. Erst wenn die Mengen überschritten werden, die angeben, wieviel man davon täglich, einmalig, kurzfristig oder über längere Zeit aufnehmen kann, kann es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen.

Für die Einhaltung dieser Grenzwerte sorgt EU-weit ein umfassendes System an Kontrollen, Überwachungen, Untersuchungen und Bewertungen, die auf dem Acker und im Stall beginnen und am Teller enden.

Dichtes Kontrollnetz für sichere Lebensmittel

Für alle Lebensmittel gelten in der gesamten EU die gleichen Sicherheits- und Kennzeichnungsvorschriften. Auch Lebensmittel, die aus Drittstaaten in die EU eingeführt werden, müssen diese Anforderungen erfüllen. Mit zahlreichen Kontrollen werden diese hohen Lebensmittelsicherheits-Standards überwacht.

Die Verantwortung für sichere Lebensmittel liegt in erster Linie bei den Lebensmittel-Unternehmern. Sie garantieren, dass Konsumentinnen und Konsumenten einwandfreie Lebensmittel kaufen können. Dies wird durch die amtliche Kontrolle überprüft: In Österreich erstellt das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) jedes Jahr einen Kontroll- und Revisionsplan, in dem festgelegt ist, welche und wie viele Lebensmittel und lebensmittelproduzierende Betriebe kontrolliert werden. Mit zusätzlichen Schwerpunktaktionen werden Lebensmittel auf spezielle Risiken untersucht, z. B. nicht erlaubte Bestrahlung oder bestimmte Rückstände wie Schimmelpilzgifte oder Pestizide. 

Die Lebensmittelproben werden von den Kontrolloren der Bundesländer in den Betrieben und im Handel gezogen. Untersucht und begutachtet werden sie von der AGES und den Lebensmitteluntersuchungsanstalten Kärnten und Vorarlberg. Ist ein Lebensmittel laut Gutachten nicht sicher oder sogar gesundheitsschädlich, muss es unverzüglich von den Unternehmen vom Markt genommen werden. Konsumentinnen und Konsumenten können sich bei Problemen direkt an die zuständigen Lebensmittelbehörden wenden.

Die europäischen Lebensmittelbehörden stehen über Schnellwarnsysteme in ständigem Kontakt: Informationen über Probleme bei Lebensmitteln können schnell untereinander ausgetauscht werden. Wichtig ist auch, dass die Konsumentinnen und Konsumenten über gesundheitsschädliche Produkte umgehend informiert werden. Informationen über aktuelle Rückrufe in Österreich bietet das Produktwarnungsservice der AGES.

So bleiben Lebensmittel sicher

Ab dem Einkauf liegt die Verantwortung für die Sicherheit von Lebensmitteln bei den Konsumentinnen und Konsumenten. Fehler beim Transport und bei der Lagerung, aber auch bei der Zubereitung können dazu führen, dass ein sicheres Lebensmittel vorzeitig verdirbt oder im schlimmsten Fall die Gesundheit schädigt.

Tipps zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln

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