Versuchswesen und technische Versuchseinrichtungen

Zuletzt geändert: 18.11.2016

Das Versuchswesen der AGES deckt durch seine 4 Referenzstationen alle wesentlichen Klima- und Bodenverhältnisse (Referenzumwelten) der österreichischen Ackerbaugebiete ab.

Durch die in vier "Referenzumwelten" bzw. Referenzsstationen (Nordalpin, Nordalpin-Baltikum, Pannonikum und Illyrikum-Südalpin) zusammengefassten Versuchsstationen sowie ca. 150 Versuche in Streulage an 75 verschiedenen Standorten bietet die AGES die optimalen Voraussetzungen für alle relevanten pflanzenbaulichen, betriebswirtschaftlichen und wissenschaftlichen Fragenstellungen der Pflanzenproduktion.

Die "Technischen Versuchseinrichtungen" stellen einen weiteren wichtigen Teil des Dienstleistungspotentiales der AGES dar.
Dieser Abteilung stehen in Wien und Linz moderne Glashausinfrastrukturen, Klimakammern, Phytotrone, eine Gefäßversuchsstation sowie eine Lysimeteranlage zur Verfügung.

Vorteile für Auftraggeber und Partner:

  • Know how und langjährige Erfahrung für alle Fragestellungen der entsprechenden Referenzumwelt sowie der regionalen Kulturen und Produktionsmethoden.
  • Kompetenz für Kunden und Partner.
  • Optimierter Maschinen- und Personaleinsatz sowie ein zielgerichtetes Ausbildungs- und Schulungsprogramm.
  • Die Steigerung der Qualität führt zu einem deutlichen Wettbewerbsvorteil (Alleinstellungsmerkmal) für uns und unsere Kunden bzw. Partner in Wirtschaft und Forschung.

Das Versuchswesen der AGES deckt durch seine 4 Referenzstationen alle wesentlichen Klima- und Bodenverhältnisse (Referenzumwelten) der österreichischen Ackerbaugebiete ab.

Durch die in vier "Referenzumwelten" bzw. Referenzsstationen (Nordalpin, Nordalpin-Baltikum, Pannonikum und Illyrikum-Südalpin) zusammengefassten Versuchsstationen sowie ca. 150 Versuche in Streulage an 75 verschiedenen Standorten bietet die AGES die optimalen Voraussetzungen für alle relevanten pflanzenbaulichen, betriebswirtschaftlichen und wissenschaftlichen Fragenstellungen der Pflanzenproduktion.

Die "Technischen Versuchseinrichtungen" stellen einen weiteren wichtigen Teil des Dienstleistungspotentiales der AGES dar.
Dieser Abteilung stehen in Wien und Linz moderne Glashausinfrastrukturen, Klimakammern, Phytotrone, eine Gefäßversuchsstation sowie eine Lysimeteranlage zur Verfügung.

Vorteile für Auftraggeber und Partner:

  • Know how und langjährige Erfahrung für alle Fragestellungen der entsprechenden Referenzumwelt sowie der regionalen Kulturen und Produktionsmethoden.
  • Kompetenz für Kunden und Partner.
  • Optimierter Maschinen- und Personaleinsatz sowie ein zielgerichtetes Ausbildungs- und Schulungsprogramm.
  • Die Steigerung der Qualität führt zu einem deutlichen Wettbewerbsvorteil (Alleinstellungsmerkmal) für uns und unsere Kunden bzw. Partner in Wirtschaft und Forschung.

Referenzstationen

Die Durchführung von Versuchsanstellungen im Feld, im geschützten Anbau und im Labor erfolgt für amtliche und privatwirtschaftliche Leistungen

Karte mit Referenzstationen in Österreich

Referenzstationen:

Pannonikum [grün]

Pannonikum [grün]

Kompetenzzentrum im Feldversuchswesen sowie für Obst- und Weinbau für den pannonischen Klimabereich.

Die Referenzstation wird gebildet aus:


Leiter der Referenzstation:
Friedrich Platz

Telefon: +43 (0) 50 555 34451
Mobil: +43 (0) 664 839 80 60
Ort: 2042 Guntersdorf, Grossnondorf 109

Aufarbeitungsraum VST Grossnondorf
Telefon: +43 (0) 50 555 34452



Referenzumwelt:

Trockene tiefgründige Böden mit zum Teil negativer Wasserbilanz (Trockenstress, Beregnungsstandorte);
Marktfruchtbetriebe mit Schwerpunkt Getreide (z.B. Qualitätsweizenproduktion), Zuckerrübe, Kartoffel und in unmittelbarer Nähe von Ballungszentren;
Teilweise hoher Betriebsmitteleinsatz und damit verbunden mögliche Auswirkungen auf Lebensmittel (Nitrat, Pflanzenschutzmittelrückstände,…);

Schwerpunkte:

  • Versuche und Sortenwertprüfung im Rahmen des Sortenzulassungsverfahrens inklusive Biowertprüfung (Winter- und Sommerweizen, Winterroggen, Wintertriticale, Durumweizen, Winter- und Sommergerste, Zuckerrübe, Sonnenblume, Winterraps, Ölkürbis, Körnererbse, Kartoffel, Mais, Sojabohne, Luzerne)
  • Sortenregisterprüfungen (DUS-Prüfung) für Getreide, Mais, Körnererbse, Ölkürbis, Mohn
  • EG- Kontroll-, Überwachungs- und Schulungsparzellen
  • Kontrolle der Erhaltungszüchtung
  • Vor- und Nachkontrolle inklusive GVO-Monitoring
  • Begutachtung von Saatgutvermehrungsflächen im Zuge der Feldanerkennung
  • Versuche zur Bodengesundheit (Sekundärrohstoffdünger, organische Düngemittel, NPK-Stufenversuche)
  • Versuche im Obst- und Weinbau
  • Begutachtung und Mitwirkung bei der Autorisierung von externen Versuchsanstellern
  • Versuchsdurchführung für interne und externe Auftraggeber, dabei Mitwirkung bei der Festlegung des Versuchsdesigns in Beziehung zur Fragestellung

Kompetenzzentrum für:

  • Getreide
  • Rübe
  • Sonnenblume
  • Kontrollanbau für Getreide, Mais, Kürbis und Soja
  • Registerprüfung für Getreide, Mais, Kürbis
  • EDV-Entwicklung
  • EDV-Wartung und Reparatur

Nordalpin [blau]

Nordalpin [blau]

Kompetenzzentrum im Feldversuchswesen für den nordalpinen Klimabereich.

Die Referenzstation wird gebildet aus:


Leiter der Referenzstation:
Ing. Harald Bock

Telefon: +43 (0) 50 555 34400
Mobil: +43 (0) 664 839 80 59
Ort: 3244 Ruprechtshofen, Grabenegg 1

Referenzumwelt:

Größtenteils schwere tonreiche Böden bei kühl-gemäßigtem humiden Klimaeinfluss mit teilweise langen und hohen Schneelagen (Kriterium Winterhärteprüfung); Marktfrucht- und Viehbetriebe mit Schwerpunkt Mais und Feldfutterproduktion, Getreide. Mykotoxinproblematik in Futtermitteln.

Schwerpunkte:

  • Versuche und Sortenwertprüfung im Rahmen des Sortenzulassungsverfahrens inklusive Winterhärteprüfung (Winter- und Sommerweizen, Winter- und Sommergerste, Wintertriticale, Winterroggen, Winter- und Sommerraps, Mais, Ackerbohne, Körnererbse, Sojabohne, Sonnenblume, Mohn, Futterleguminosen und Futtergräser sowie Zwischenfrüchte und Sonderkulturen
  • Sortenregisterprüfungen (DUS-Prüfung) für Getreide, Kartoffel, Ackerbohne, Futterleguminosen und Zwischenfrüchte
  • EG-, Kontroll-, Überwachungs- und Schulungsparzellen
  • Begutachtung von Saatgutvermehrungsflächen im Zuge der Feldanerkennung
  • Kontrolle der Erhaltungszüchtung, Vor- und Nachkontrolle inklusive GVO-Monitoring
  • Versuche zur Bodengesundheit (NPK-Stufenversuch)   Versuche zur Pflanzengesundheit, Prognosemodellentwicklung, neuer Pflanzenschutzstrategien und Versuche mit ÖPUL-Bezug
  • Vermehrungs- und Erneuerungsanbau im Zuge der Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen
  • Begutachtung und Mitwirkung bei der Autorisierung von externen Versuchsanstellern,
  • Versuchsdurchführung für interne und externe Auftraggeber, dabei Mitwirkung bei der Festlegung des Versuchsdesigns in Beziehung zur Fragestellung
  • Technische und EDV-orientierte Weiterentwicklung der Versuchstechnik

Kompetenzzentrum für:

  • Körnerraps
  • Ackerbohne
  • Erbse
  • Kontrollanbau für Gräser, klein und großsamige Leguminosen, Kruziferen
  • Registerprüfung für Kartoffel, und sonstige Kulturen
  • Planung des überbetrieblichen Maschineneinsatzes
  • EDV-Wartung/Reparatur
  • Düngungsversuche
  • Pflanzenschutzmittelprüfungsversuche

Nordalpin Baltikum [orange]

Nordalpin Baltikum [orange]

Referenzversuchsanlagen und Kompetenzzentrum im Feldversuchswesen für den nordalpinen und baltischen Klimabereich.

Die Referenzstation wird gebildet aus:


Leiter der Referenzstation:
Ing. Josef Traxler

Telefon: +43 (0) 50 555 34207
Mobil: +43 (0) 664 839 80 51
Ort: 4240 Freistadt, Galgenau 32


Referenzumwelt:
Wie Referenzstation Nordalpin (siehe dort) und zusätzlich Baltikum mit mittleren bis leichten seichtgründigen Böden bei sehr kalten Wintern mit eher niedrigen Schneelagen (Kriterium Winterhärteprüfung).
Marktfrucht- und Viehbetriebe mit Schwerpunkt Kartoffel und Feldfutterproduktion, Getreide, Mais. Steigender Anteil der Pflanzenproduktion zur Biogasherstellung, Forderung nach hohen Biomasseerträgen.
Mögliche Mykotoxinbelastung der Ernteprodukte.

Schwerpunkte:

  • Versuche und Sortenwertprüfung im Rahmen des Sortenzulassungsverfahrens inklusive Biowertprüfung und Winterhärteprüfung (Winterweizen, Wintergerste, Winterroggen, Wintertriticale, Sommergerste, Sommerweizen, Hafer, Mais, Winterraps, Körnererbse, Sojabohne, Mohn, Kartoffel, Futterleguminosen und Futtergräser sowie Zwischenfrüchte)
  • EG- Kontroll-, Überwachungs- und Schulungsparzellen vor allem für Kartoffel
  • Vermehrungs- und Erneuerungsanbau im Zuge der Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen
  • Begutachtung von Saatgutvermehrungsflächen im Zuge der Feldanerkennung
  • Begutachtung und Mitwirkung bei der Autorisierung von externen Versuchsanstellern
  • Versuchsdurchführung für interne und externe Auftraggeber, dabei Mitwirkung bei der Festlegung des Versuchsdesigns in Beziehung zur Fragestellung

Kompetenzzentrum für:

  • Kartoffel
  • Futtergräser & Klee
  • Andere Kulturarten
  • Kontrollanbau für Kartoffel
  • Planung des überbetrieblichen Maschineneinsatz
  • Feldanerkennung
  • Genetische Ressourcen (Genbank)

Illyrikum-Südalpin [rot]

Illyrikum-Südalpin [rot]

Referenzversuchsanlagen und Kompetenzzentrum im Feldversuchswesen für den Illyrischen und südalpinen Klimabereich.

Die Referenzstation wird gebildet aus:

Leiter der Referenzstation:
Ing. Bernhard Muchitsch

Telefon: +43 (0) 3112 5020
Mobil: +43 (0) 664 839 80 58
Ort: 8200 Gleisdorf, Am Tieberhof 33a

Referenzumwelt:

Tiefgründige Böden bei ausreichende Niederschlagsmengen bei guter Temperaturverteilung
Marktfrucht- und Viehbetriebe mit Schwerpunkt Mais, Ölkürbis und Getreide (u.a. Mykotoxinproblematik in Futtermitteln).
Steigender Anteil der Pflanzenproduktion zur Biogasherstellung mit der Forderung nach hohen Biomasseerträgen.

Schwerpunkte:

  • Versuche und Sortenwertprüfung im Rahmen des Sortenzulassungsverfahrens inklusive Biowertprüfung (Winterweizen, Wintergerste, Sommergerste, Sommerweizen Wintertriticale, Hafer, Mais, Sojabohne, Körnererbse, Ölkürbis, Lupinen)
  • Überwachungs- und Schulungsparzellen
  • Begutachtung von Saatgutvermehrungsflächen im Zuge der Feldanerkennung;
  • Begutachtung und Mitwirkung bei der Autorisierung von externen Versuchsanstellern,
  • Versuchsdurchführung für interne und externe Auftraggeber; dabei Mitwirkung bei der Festlegung des Versuchsdesigns in Beziehung zur Fragestellung

Kompetenzzentrum für:

  • Mais
  • Ölkürbis
  • Sojabohne

Leistungen und Ausstattung

Leistungen und Ausstattung

Kompetenz in Durchführung und Betreuung von:

  • Versuchen für die Sortenzulassung, für Sortenfrage
  • Bio-Sortenwertprüfung
  • Kontroll-, Referenz- (OECD, EG,…) und Monitoringversuchen
  • Düngungsversuche, Behandlungsversuche
  • den Erhaltungsanbau pflanzengenetischer Ressourcen
  • Versuchen im Rahmen von (Forschungs-)Projekten, Studien und externen Aufträgen
  • Expertenwissen, technische Ausstattung und Methodik am aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik
  • Einsatz modernster Hard- und Softwareprodukte

Mobile Parzellenversuchstechnik:

  • Anbau – Drill- und Einzelkornsaat; selbstfahrende bzw. traktorgezogene Drill- und Einzelkornsämaschinen
  • Pflege; Hackgeräte, Düngerstreuer und Pflanzenschutzgeräte für den versuchsgerechten und parzellenspezifischen Einsatz
  • Ernte; 6 Mähdrescher für Getreideernte mit Wiegesystem (Grünfutterernter, Silomaisernter, Kartoffelvollernter, Kürbisernter)

Durchführung von Präzisionsversuchen von der Planung bis zur Berichtslegung:

  • Versuchsplanung und Flächenauswahl
  • Versuchsdurchführung; Aussaat, Pflege – Düngung, Pflanzenschutz, Kulturarbeiten, Ernte, Ernteprobenaufarbeitung
  • Mobile Elektronische Felddatenerhebung
  • Feldbeobachtungen und Bonituren
  • Versuchsauswertung
  • Berichtslegung

Versuchsdatenerhebung:

  • Kulturdaten; Bodenbearbeitung inkl. Saatbettvorbereitung, Mechanische Pflegearbeiten, Düngung, Pflanzenschutz
  • Feldbeobachtungen und Bonituren; Vegetationsbeobachtungen, Krankheitsbeobachtungen
  • Ertragsauswertung; Parzellenertrag, Ertragsparameter (Wasser, TKG, HLG, Siebung, Stärke,…)

Technische Versuchseinrichtungen

Technische Versuchseinrichtungen

Die AGES ist auf Grund ihrer Fachexpertise und Infrastruktur in der Lage sehr hohe Qualität in der Pflanzenproduktion anzubieten und daher ein professioneller und interessanter Partner für Unternehmen, auf Grund der gesetzlichen Lage eben auch für Arzneimittelhersteller.

Ihnen steht in Wien und Linz eine moderne Glashausinfrastruktur, Klimakammern, Phytotrone, eine Gefäßversuchsstation sowie eine Lysimeteranlage zur Verfügung.
Die technischen Versuchseinrichtungen verfügen über 3.000m² Hochglashausfläche mit 77 autonomen Abteilen, in denen Klima, Bewässerung und Düngung exakt gesteuert werden können.
Die benötigten Parameter werden 24h am Tag überwacht und werden bei Abweichungen sofort justiert. Die gärtnerische Betreuung findet an 7 Tagen die Woche statt.

 

Wir haben langjährige Erfahrung mit Versuchen und Forschungsprojekten in allen Fragen der Phytopathologie, Pflanzenzüchtung und Pflanzenernährung und sind Ihr moderner Dienstleister und universeller Auftragnehmer zur Planung, Kalkulation, Durchführung, Auswertung und Berichtlegung von Exaktversuchen.

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Hochdrucksprühnebelanlage in einem Gewächsabteil
Hochdrucksprühnebelanlage in einem Gewächsabteil
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Glashausabteil mit Vegetationslicht
Glashausabteil mit Vegetationslicht

Ausstattung:

Glashausanlage

Glashausanlage

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Glashauseinrichtung der AGES
Glashauseinrichtung der AGES
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Glashaus der AGES am Standort Linz
Glashaus der AGES am Standort Linz
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Quarantänekabinen am Standort Wien
Quarantänekabinen am Standort Wien
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Düngermischeinrichtung
Düngermischeinrichtung im Glashaus
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Hochdrucksprühnebelanlage in einem Gewächsabteil
Hochdrucksprühnebelanlage in einem Gewächsabteil

Modernes Forschungsglashaus mit einer Hochglasfläche von 3.000 m² für Versuche auf dem Gebiet der Pflanzenernährung, Phytopathologie und Pflanzenan- und aufzucht.

Die vollautomatisch computergesteuerte Anlage ist in Verbundbauweise errichtet, in 77 autonome Abteile gegliedert, wobei jedes Abteil in Bezug auf Klimasteuerung, Bewässerung, Düngung und Belichtung eine autonome Einheit darstellt.

Sämtliche -Parameter können durch den Leitwartenrechner visualisiert, aufgezeichnet bzw. graphisch dargestellt werden.

Die äußeren Stehwände sind in Thermoplus- und die Dachflächen in Blankglas ausgeführt.
Die Temperatursteuerung erfolgt durch Konvektor- und Untertischheizung, Dach- und Stehwandlüftung sowie einem kombinierten Schattier/Wärmeschirm; 2 Abteile sind zusätzlich mit Verdunstungskühlern ausgerüstet.
Die Regelung der Luftfeuchtigkeit erfolgt mit einer Hochdrucknebelanlage, welche bei Temperaturen über 27° C auch zum Kühlen geeignet ist.

Die Zusatzbeleuchtung kann durch zwei Schaltkreise pro Abteil, sowohl assimilativ als auch photoperiodisch, gleichzeitig mit unterschiedlichen Lampentypen (Natriumdampf, Metallhalogen) gesteuert werden und ermöglicht eine Quantendichte bis 400 µEinstein.

Für das automatische Bewässerungs- und Düngungssystem steht neben Brauchwasser auch teilentsalztes Wasser mit ca. 10 µs zur Verfügung. Die Wasserversorgung kann durch Ebbe-Flutsystem, Tröpfchenbewässerung oder über Bato-Regner erfolgen.

Neben den Kabinen und Abteilen steht 1 Kabine, die für den Einsatz von Isotopen geeignet sind, sowie ein Erdhaus zur Verfügung.

Sechs vollklimatisierte vektorsichere Kabinen sind mit einer thermischen Abwasserdesinfektion ausgestattet. Die Zu- und Abluft wird durch Schwebstofffilter entkeimt.

Rollhaus 8 x 34 m z.B. für Infektionsversuche sowie Frühbeetanlage zur Anzucht und Überwinterung von Jungpflanzen

Phytotron (Pflanzenwuchskammer)

Phytotron (Pflanzenwuchskammer)

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Außenansicht der Phytotrone
Außenansicht der Phytotrones (Pflanzenwuchskammer)
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Innenansicht eines Phytotrones
Innenansicht eines Phytotrones (Pflanzenwuchskammer) mit Pflanzen

Kurzbeschreibung:
2 Kabinen mit Steuerung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Beleuchtungsstärke und CO2-Gehalt der Luft zur vollständigen Simulation von Umweltbedingungen.
Mit Hilfe von Phytotronen lassen sich die unterschiedlichsten Umweltbedingungen vollständig simulieren. So lässt sich z.B. das derzeit herrschende Klima mit einem Klimaszenario mit erhöhter Temperatur, erhöhtem CO2-Gehalt der Luft und bei gleichzeitigem Wasserstress vergleichen.
Die Anlage besteht aus 2 voneinander getrennten begehbaren Phytozellen, mit je ca. 7 m² Nutzfläche und einer lichten Höhe von 2,07 m.

CO2 Regelung:
Zur Simulation von Umweltbedingungen lassen sich die beiden Zellen über je ein CO2-Dosiergerät begasen bzw. die Konzentration auch absenken. Die CO2-Absorption der Pflanzen lässt sich über ein Analysegerät messen.

Beleuchtung:
Wachstumslicht: assimilationswirksames Licht aus Na-Dampf und Metall-Halogendampflampen, sowie Leuchtstoffröhren im Abstand von 50 cm von der Lichtebene. Lampenraum aus UV-beständigem jedoch UV-durchlässigem Material.
Lichtschaltung in 4 Stufen bis zu 30.000 lx mit 12 Leuchten 250 W NaH / 12 Leuchten 250 W HQ

Luftfeuchtigkeit:
30 - 90 % rF (Toleranz: 5 % rF absolut)

Lufttemperatur:
+ 5°C bis + 30° C zeitlich und räumlich (Toleranz: 1°C )

Luftgeschwindigkeit:
an der Ausblasöffnung max. 0,2 m/sec

Luftführung:
vertikal durch den Boden, Frischluftzufuhr regelbar bzw. abschaltbar (65 m³/h)

Lysimeter

Lysimeter

Lysimeteruntersuchungen ermöglichen eine kontinuierliche Aufzeichnung von Daten über grundlegende Kenngrößen des Wasserhaushaltes, der Nährstoff- und der Schadstoffdynamik von Böden. Die in Lysimetern herrschende Stoffdynamik bietet eine zufriedenstellende Annäherung an Freilandbedingungen.

Der Stoffhaushalt von Agrarökosystemen wird durch Maßnahmen wie etwa organische (Wirtschaftsdünger, Klärschlamm) und mineralische Düngung, Pestizideinsatz, Intensität und Art der Bodenbearbeitung, Fruchtfolge, Beregnungsmaßnahmen, atmosphärische Depositionen usw., mehr oder weniger stark beeinflusst.

Von ganz besonderer Bedeutung ist die Kenntnis von Belastungsursachen, Belastungspfaden und Wirkungsmechanismen um Strategien zur Regeneration belasteter und zur Erhaltung intakter Agrarökosysteme daraus ableiten zu können.

Lage:
Klimatisch gesehen liegt die Lysimeteranlage in einem Übergangsgebiet des westeuropäischen Klimaraumes (milde Winter; feuchte, kühle Sommer) und des osteuropäischen Klimaraumes (kalte Winter; heiße Sommer). Aus vegetationsökologischer Sicht rechnet man das Gebiet bereits zur Gänze dem Pannonikum zu. In dieser Gegend ist mit Jahresdurchschnittstemperaturen um 9,5°C und mit Jahresgesamtniederschlägen um 550-600 mm zu rechnen. Die Lysimeteranlage liegt auf einer Seehöhe von 160 m.

Sowohl der Standort der Lysimteranlage als auch die Entnahmestandorte der Böden Fuchsenbigl und Orth an der Donau gehören dem Hauptproduktionsgebiet Nordöstliches Flach- und Hügelland und dem Kleinproduktionsgebiet Marchfeld an. Das Marchfeld ist ein intensiv genutztes Ackerbaugebiet. Man bezeichnet dieses Gebiet auch als "Kornkammer Österreichs". Um auftretende Trockenperioden zu überbrücken wird in dieser Gegend bewässert. Die Hauptfruchtarten des Marchfeldes sind Getreide (Qualitätsweizen), Zuckerrübe, Feldgemüse und Speisekartoffel.
Durch die intensive ackerbauliche Nutzung und die künstliche Beregnung hat dieses Gebiet ganz besonders mit dem Problem des Nährstoffaustrages in das Grundwasser zu kämpfen.

Ausstattung:
18 runde Stahlgefäße befüllt mit 3 verschiedenen Bodentypen aus dem Marchfeld und Sondenausstattung zur Messung der Grundwasserbelastung durch ackerbauliche Maßnahmen (Düngung, Fruchtfolge, Pflanzenschutzmittel, etc.)


Jedes Lysimetergefäß ist bestückt mit:

  • 1 Kippwaage inkl. Sickerwassersammler: die Kippwaage ist als Doppelwippe mit 4 ml Löffelvolumen ausgeführt und erfasst zeitlich aufgelöst quantitativ die Sickerwassermengen
  • Tensiometer mit Temperaturfühler in 30 cm Abständen bis in 210 cm Bodentiefe: Tensiometer stehen über einen keramischen Kerzenkopf mit dem Bodenwasser in Kontakt, sodass es zu einer Druckübertragung des Bodenwasserdruckts auf den Druckaufnehmer des Tensiometers kommt. Dadurch können Aussagen über den Bodenwasserhaushalt in Abhängigkeit von der Bodenart und Porenverteilung getätigt werden. Durch die Kombination mit einem Temperaturfühler wird der Einfluss der bodentemperatur auf die Stoffumsätz erfasst.
  • TDR-Sonden in 30 cm Abständen bis in 180 cm Bodentiefe: Die TDR-Methode (Time Domain Reflectometry) ermöglicht die Bestimmung des Wassergehaltes im Boden durch die Bestimmung der Hin- und Rücklaufzeit einer elektromagnetischen Welle ausgehende von der Sonde. Es wird dabei direkt der volumetrische Wassergehalt des Bodens erfasst und es können Sickerwasserfronten verfolgt werden.
  • Saugkerzen in 30 cm Abständen bis in 210 cm Bodentiefe: Über eine Drucksteuerung wird mittels einer Membranvakuumpumpe durch anlegen einer Saugspannung Bodenwassern entnommen und in die dafür vorgesehenen Sammelflaschen gesaugt. Die Bodenwassergewinnung ist in den unterschiedlichen Bodentiefen einzeln möglich und ermöglicht die Erfassung der Stoffzusammensetzung des Bodenwassers in den einzelnen Bodentiefen

Wetterstation:
Lufttemperatur in 2 m Höhe; Bodennahelufttemperatur in 5 cm über dem Boden; Relative Luftfeuchte in 2 m Höhe; Luftdruck; Windgeschwindigkeit in 10 m Höhe; Niederschlagsmessung in 1 m Höhe; Niederschlagsmessung auf Bodenniveau; Bodentemperatur in 10 cm, 30 cm, 60 cm und 90 cm Bodentiefe;

Datenerfassung:
Um die Daten zu erfassen ist jedem einzelnen Lysimeter sowie der Wetterstation ein eigener Datenlogger zugeordnet. Ein Datenmittelwert wird alle 10 Minuten gebildet und aufgezeichnet.

Gefäßversuchsstation

Gefäßversuchsstation

Kalthaus mit Kick-Brauckmann Gefäßen zur Prüfung von:

  • Nutz- und Schadwirkung landwirtschaftlicher Betriebsmittel
  • Trocken- bzw. Wasserstress
  • Über- und Unterversorgung von Nährstoffen
  • Prüfung von Wirkstoffen

Technik:
In der Gefäßversuchstation im Wirtschaftshof besteht die Möglichkeit wissenschaftliche Versuche in Pflanztöpfen unter kontrollierten Freilandbedingungen durchzuführen. Auf einer Fläche von fast 500 m² können über 1.000 Gefäße aufgestellt werden.

Als Stellfläche dienen 66 fahrbare Tische, die so konstruiert sind, dass jeweils 16 Kick-Brauckmann Töpfe (speziell geformte Kunststoffgefäße in der Höhe 26 cm, Durchmesser: 30 cm, Volumen 8 l) darauf Platz finden.

Das Dach und die Seitenwände sind verglast. Diese Verglasung - sowohl Dach als auch Seitenwände - ist in der Regel geöffnet. Bei Regen und starkem Wind und Temperatur wird die Verglasung automatisch durch den Gewächshauscomputer geschlossen. Die gesamte Gefäßversuchstation ist mit einem Vogelnetz aus Kunststoff überspannt.

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Gefäßversuchsstation mit Rolldach
Gefäßversuchsstation mit Rolldach

Kontakt

Allgemeiner Kontakt:

Telefon: +43(0)5 0555 34901 bzw. 33326
Fax: +43(0)5 0555 34909
Spargelfeldstraße 191
1220 Wien
office.npp@ages.at

Kontakt zu Fachthemen:

versuchswesen@ages.at

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