Rechtliches zur Biosaatgutdatenbank

Laut Verordnung (EG) 834/2007 und Verordnung (EG) 889/2008 ist die Anwendung von Saatgut, das nach den Bedingungen des Biolandbaus produziert wurde, verpflichtend.

Um die Verfügbarkeit von Saatgut bestimmter Arten oder Sorten transparent zu machen ist in der Verordnung (EG) 889/2008 die Einrichtung einer Biosaatgutdatenbank bestimmt.

Darüber hinaus sind in dieser Verordnung auch die Verfahrensvorschriften bei Nichtverfügbarkeit der anzubauenden Kulturart oder nicht entsprechender Sorten geregelt.

Grundsätze der Biosaatgutdatenbank

Die Grundsätze der Datenbank sind folgende:

  1. Die Datenbank steht der Öffentlichkeit unentgeltlich zur Verfügung
     
  2. Eintragungen werden im Rahmen des Saatgut-Zertifizierungs- und Zulassungsverfahrens partiespezifissch mit den erforderlichen Angaben gem. EU-VO 834/2007 und 889/2008 gemacht.
     
  3. Eintragungen von Arten, welche den EG-Saatgutregelungen (Saatgutgesetz 1997 in Österreich) unterliegen, aber in Österreich nicht im Rahmen des Saatgutzertifizierungs- und Zulassungsverfahrens laufen, werden auf Antrag (Musterdokument siehe in der Anlage und Hompage) vorgenommen.
     
  4. Eintragungen von Arten, welche nicht den EG-Saatgutregelungen (Saatgutgesetz 1997 in Österreich) unterliegen werden auf Antrag vorgenommen (alle botanischen Arten, ohne Beschränkung auf die Artenliste lt. Saatgutverordnung).
     
  5. Die Voraussetzungen für die Eintragung in die Datenbank:

Jedenfalls ist die Konformität der Erzeugung gem. EG-VO 834/2007 nachzuweisen

Weiters ist nachzuweisen (erfolgt automatisch bei in Österreich zertifiziertem bzw. zugelassenem Saat- und Pflanzgut), sofern die Art dem Saatgutgesetz 1997 unterliegt, dass das Saatgut den Anforderungen dieses Gesetzes und damit dem einschlägigen Bedingungen nach EG-Rechtsbestand an die Inverkehrbringung entspricht.

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