Untersuchungsspektrum

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Zuletzt geändert: 02.02.2017

Die Aufgabe der AGES ist es gemeinsam mit den Untersuchungsanstalten der Länder, des Bundesministeriums für Gesundheit und den Lebensmittelaufsichtsbehörden der Bundesländer durch Probennahmen am Markt (Drogeriemärkte, Kaufhäuser, Supermärkte, Reformhäuser, Bioläden, Märkte, Messen) und direkt bei Herstellern und Importeuren kosmetische Mittel zu überprüfen.

Die Abteilung GEKO (Gebrauchsgegenstände und kosmetische Mittel, Institut für Lebensmittelsicherheit Wien der AGES) untersucht die Produkte auf Einhaltung der stofflichen Vorschriften, überprüft die Kennzeichnung und begutachtet die Produkte aufgrund der festgestellten Ergebnisse. Pro Jahr werden etwa 1000 kosmetische Mittel begutachtet.

Das Untersuchungsspektrum bei kosmetischen Mitteln umfasst chemisch-physikalische Analysen, Hygieneanforderungen und die Überprüfung gemäß den gesetzlichen Vorschriften.

Die chemische Überprüfung bezieht sich vor allem auf die Inhaltsstoffe, die nach der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 geregelt sind – also verbotene (Anhang II) und eingeschränkt zugelassene Stoffe (Anhang III), Konservierungsstoffe (Anhang V) und Lichtschutzfilter (Anhang VI) – und auf unerwünschte Stoffe wie Verunreinigungen (z.B. Schwermetalle) und Rückstände.

Ein weiteres wichtiges Beurteilungskriterium bei kosmetischen Mitteln stellen mikrobiologische Ergebnisse dar. Die für die Beurteilung herangezogenen Richtwerte stützen sich auf die Empfehlungen in den SCCS's NOTES OF GUIDANCE, 9. Revision.

Es erfolgt auch die Überprüfung der in der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 geforderten Kennzeichnungselemente.

Zur Vermeidung der Täuschung des Verbrauchers werden besonders hervorgehobene Wirkungen und Werbeaussagen anhand analytischer Untersuchungen und/oder der vorgelegten Unterlagen der verantwortlichen Person geprüft. Kosmetische Mittel dürfen weder durch Bezeichnung, Angabe, Aufmachung, noch durch Aussagen zur Wirkung dem Verbraucher Merkmale vortäuschen, die die Erzeugnisse nicht besitzen. Jede ausgelobte Wirkung eines kosmetischen Mittels muss daher belegbar sein (siehe Artikel 20 „Werbeaussagen“ der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 und Verordnung (EU) Nr. 655/2013 zur Festlegung gemeinsamer Kriterien zur Begründung von Werbeaussagen im Zusammenhang mit kosmetischen Mitteln und die Leitlinie zu dieser Verordnung).

Außerdem werden Betriebsrevisionen bei Herstellern und Importeuren von der Lebensmittelaufsicht durchgeführt, wobei eine Überprüfung der Guten Herstellungspraxis (GMP) erfolgt.


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