FAQ Produktwarnungen

Was sind AGES Produktwarnungen und Produktrückrufe?

Die AGES stellt Informationen über Warnungen und Produktrückrufe bei Lebensmitteln und Kinderspielzeug (laut LMSVG - Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz), Arzneimitteln und Medizinprodukten (laut AMG, MPG - Arzneimittelgesetz, Medizinproduktegesetz) sowie zu Produkten, die dem Produktsicherheitsgesetz 2004 unterliegen, zur Verfügung.
 
Es handelt sich um eine Serviceleistung der AGES zum Nutzen der VerbraucherInnen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Es kann auch keine Haftung oder Gewähr für die Aktualität beziehungsweise das Vorhandensein von Inhalten unter den angeführten Links gegeben werden.

Bitte informieren Sie sich stets zusätzlich auf der offiziellen Homepage der AGES bzw. des BASG / AGES Medizinmarktaufsicht und des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (Produktsicherheit).

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Was ist ein Produktrückruf?

Unter diesem Begriff veröffentlicht die AGES Informationen, die ein Hersteller/Vertreiber bereits veröffentlicht hat. Eine derartige Veröffentlichung kann sein:

  • Öffentlicher Aushang des Produktrückrufs in den Verkaufsstellen, direkt am Eingang bzw. an der Stelle des Regals, an der das Produkt zum Verkauf angeboten wurde.
  • Veröffentlichung auf der Homepage des Unternehmens
  • Veröffentlichung eines Produktrückrufs über ein geeignetes Medium

Die Eigenverantwortung des Unternehmers ist in der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 („General Food Law“) als zentrales Element zur Gewährleistung der Sicherheit von Lebensmitteln ausgewiesen und im Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (LMSVG) festgeschrieben. Die unverzügliche Einleitung von Gegenmaßnahmen wie die Rückholung vom Markt und die Information der Verbraucher ist ein wesentlicher Teil dieses EU-weit gültigen Konzepts. Sobald daher ein Hersteller bzw. Inverkehrbringer selbst oder durch andere Kenntnis von einem Produktproblem erlangt, hat er von sich aus im Rahmen der Eigenverantwortung entsprechende Maßnahmen durchzuführen.

Das Produktsicherheitsgesetz 2004, das vom Sozialministerium vollzogen wird, verpflichtet Unternehmen, nur sichere Produkte auf den Markt zu bringen bzw. nötigenfalls Schritte zur Gefahrenabwehr zu treffen - also z. B. ein Produkt vom Markt zurückzunehmen. Die zuständigen Behörden können, falls erforderlich, Unternehmen auch zu geeigneten Maßnahmen verpflichten. Im Extremfall kann sogar ein Rückruf von den VerbraucherInnen und die Vernichtung eines Produktpostens angeordnet werden.

Maßnahmen gegen gefährliche Produkte werden EU-weit über das RAPEX-Verfahren ausgetauscht.

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Was ist eine Produktwarnung?

Gemäß § 43 LMSVG informiert die AGES im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen, wenn

  • Gemeingefährdung durch gesundheitsschädliche Waren vorliegt
  • gemäß dem vorläufigen Endbericht eines lebensmittelbedingten Krankheitsausbruchs der begründete Verdacht vorliegt, dass Lebensmittel weitere Menschen gefährden können

Diese Information erfolgt unter dem Oberbegriff „AGES-Produktwarnungen“ mittels Newsletter, Aussendung über APA-OTS und Veröffentlichung auf der AGES-Homepage.

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Für VerbraucherInnen: An wen wende ich mich, wenn ich ein Problem mit Lebensmitteln oder Verbraucherprodukten habe?

Die zuständige Stelle für Lebensmittel, Geschirre, Kosmetika und Spielwaren ist die amtliche Lebensmittelaufsicht der Länder: Die Lebensmittelaufsicht finden Sie in den Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistraten (siehe Kontakte). Es wird dort ein Protokoll erstellt und das betreffende Produkt wird zur Untersuchung gebracht. Es werden auch weitere amtliche Proben gezogen, um Ihre Beschwerde weiter zu verfolgen. Bei dieser Vorgehensweise entstehen für Sie keine Kosten.

Beobachtungen oder Unfälle mit gefährlichen Verbraucherprodukten wie z. B.

  • Bekleidung & Accessoires
  • Haushalt & Mobiliar
  • Kinderartikel
  • Freizeit & Sport
  • Werkzeug & Bastelzubehör

können über eine "Produktsicherheitsmeldung" oder formlos per Mail an produktsicherheit@bmask.gv.at gemeldet werden.

Sozialministerium: Melden Sie gefährliche Produkte!

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Veröffentlichung von Lebensmittel-Rückrufen

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Produktsicherheits-Meldungen durch Unternehmen

Entsprechend der Richtlinie über die allgemeine Produktsicherheit sowie § 7 Abs. 4 Produktsicherheitsgesetz 2004, BGBl. I Nr. 16/2005, sind InverkehrbringerInnen verpflichtet unverzüglich eine der zuständigen Behörden zu informieren, wenn sie feststellen, dass ein Produkt, das sie in Verkehr gebracht haben, für die Verbraucher/innen eine Gefahr darstellt. Diese Verpflichtung gilt vor allem bei Korrekturmaßnahmen, insbesondere bei Rückrufen.

Die Europäische Kommission stellt eine Online-Applikation zur Verfügung, die es Unternehmen ermöglicht, dieser Meldeverpflichtung nachzukommen ohne verschiedene nationale Behörden kontaktieren zu müssen. Die Verwendung dieser Applikation ist aber nicht verpflichtend - eine formlose Meldung an produktsicherheit@sozialministerium.at ist ausreichend, sofern alle erforderlichen Daten zu Produkt und Maßnahmen aus der MItteilung hervorgehen.

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Was ist das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Mit dem Mindesthalbarkeitsdatum garantiert der Hersteller, dass das Produkt bei einer ordnungsgemäßen Lagerung seine volle Genussfähigkeit mindestens bis zu diesem Zeitpunkt behält. Generell bedeutet das Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatum daher nicht, dass ein Lebensmittel nicht mehr genussfähig ist.

Das heißt also, dass ein Lebensmittel üblicherweise länger haltbar ist als es das Mindesthaltbarkeitsdatum anzeigt. Um wie viel länger ist allerdings schwer vorher zu sagen, das ist abhängig vom Produkt und auch von der Lagerung des Produktes bis zu diesem Zeitpunkt.

Ein wesentlicher Unterschied besteht, wenn auf der Verpackung ein so genanntes Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) angegeben ist. Ein Verbrauchsdatum wird bei mikrobiell sehr leicht verderblichen Waren angebracht. Ein Produkt, bei dem das Verbrauchsdatum überschritten ist, ist nicht mehr als sicher anzusehen. Ein derartiges Produkt sollte auf keinen Fall mehr verzehrt sondern sofort entsorgt werden.

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Wie funktioniert die gratis App?

Die kostenlose AGES Produktwarnungs-App gibt es aktuell für iPhone und Android Betriebssysteme. Sie kann direkt über die www.produktwarnungen.at Website heruntergeladen werden: siehe Informationen. Sie ist aber auch in Ihrem iPhone oder Android App-Store unter "AGES Produktwarnungs-App" zu finden.

Mit der AGES Produktwarnungs-App erhalten Sie per Push-Notification Informationen über aktuelle Rückrufe und Warnungen in Echtzeit direkt auf ihr Smartphone bzw. Tablet. Die Benachrichtigungen erfolgt immer für alle Produktkategorien.

Filter-Funktion: Die Filter-Funktion dient der Suche nach vergangenen Meldungen. Sie können nach Warnungen oder Rückrufen filtern und zusätzlich die Produktkategorie auswählen. Ihre Filter-Auswahl wird nach Schließen der App nicht gespeichert.

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