Coronavirus

SARS-CoV-2

Wöchentlicher Bericht - Kalenderwoche 05/2023

Die Fallzahlen sind im Verlauf der vergangenen Woche gestiegen, die 7-Tages-Inzidenz lag mit Stand 07.02.2023 in Österreich bei 299,2/100.000 Einwohner:innen (Vorwoche 229,8/100.000 Einwohner:innen).

Nach einem Aufwärtstrend seit Mitte November konnte ab Ende Dezember ein Rückgang an neuen Fällen beobachtet werden. Seit drei Wochen steigt die Anzahl an COVID-19-Fällen wieder an, obwohl noch immer weniger Test durchgeführt werden als vor Weihnachten 2022.

Seit Anfang Jänner haben die Fallzahlen auf den Normalstationen abgenommen, seit einer Woche steigen sie wieder an. Stand 07.02.2023 liegen 766 Patient:innen auf einer Normalpflegstation. Auf den Intensivstationen bleibt die COVID-19-Bettenbelegung weiterhin auf einem niedrigen Niveau stabil, mit Stand 07.02.2023 sind es 44 belegte Intensivbetten.

Die Abkehr Chinas von seiner Zero-Covid-Politik Anfang Dezember dürfte sich nicht weiter auf die Situation in Europa ausgewirkt haben. Es sind keine neuen Varianten von China nach Europa gekommen. Die Variante XBB.1.5 hat sich zuerst in den USA verbreitet und zeigt aktuell starkes Wachstum in Europa.

Laborbestätigte Fälle seit 07.01.2023

7-Tages-Inzidenz pro 100.000 EW seit 07.01.2023

Effektive Reproduktionszahl seit 07.01.2023

Wir veröffentlichen jede Woche die geschätzte effektive Reproduktionszahl (Reff) für Österreich und nach Bundesländern sowie die geschätzte Steigerungsrate, die so genannten epidemiologischen Parameter.

Österreichweite Überwachung der SARS-CoV-2-Varianten

Im Rahmen des Sentinel-Varianten-Surveillancesystems werden SARS-CoV-2 positive Proben einer Ganzgenomsequenzierung unterzogen. Die Auswahl der Proben erfolgt stichprobenartig, die Zahl der Proben richtet sich nach den Vorgaben des Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Ziel ist die Verbreitung bekannter Varianten aufzuschlüsseln und neue SARS-CoV-2-Varianten verlässlich zu entdecken.

Varianten

Ein deutlicher Anstieg ist bei den XBB*-Fällen zu sehen. Über 23% aller Fälle werden durch diese Rekombinante verursacht, in der Vorwoche waren es etwa 14%. Einen Großteil dieser Fälle macht XBB.1.5* aus. Von einer weiteren raschen Zunahme wird ausgegangen (ECDC).

Die Omikron Variante BA.5* ist seit KW23 (2022) dominant in Österreich. Der Anteil der BA.5*-Fälle nimmt seit Ende des Jahres 2022 kontinuierlich ab und fällt in KW04 auf <50%. Der überwiegende Teil der BA.5*-Fälle ist auf die BA.5*-Sublinien BQ.1* zurückzuführen (37,1%). BA.5*-Linien mit einer Mutation an der Stelle S:R346T, wie z.B. BF.7*, machen inzwischen nur mehr 5,6% an der Gesamtzahl aller Fälle aus.

Der Anteil der BA.2*-Fälle stagniert bei etwa 26%. Der größte Teil dieser Fälle wird durch BA.2.75*-Sublinien verursacht. Innerhalb von BA.2.75* liegt der größte Anteil bei solchen Sublinien, die ebenfalls eine Mutation an der Position S:R346T tragen, wie CH.1.1* und BN.1*. Aber auch CJ.1* zirkuliert bundesweit im einstelligen Prozentbereich. CJ.1* trägt, genau wie XBB.1.5*, eine Mutation an der Stelle 468P.

Weltweit ist BA.5* (inklusive BQ.1*) in KW02 weiterhin dominant mit einem Anteil von 65,7% und zeigt einen stufenweisen Rückgang. BA.2* macht 14,6% der Sequenzen aus. BA.4* fällt auf 0,3%. XBB*-Linien haben einen Anteil von 16,3%, der Großteil der Fälle entfällt auf XBB.1.5*.

Mutationen führen immer wieder dazu, dass sich eine Linie in mehrere leicht unterschiedliche Linien aufspaltet, diese werden als Sublinien bezeichnet. Sie erhalten oft eigene Namen und Nummern, wodurch die Verwandtschaftsverhältnisse nicht immer offensichtlich sind (wie beispielsweise bei der Subline BQ.1, die zu BA.5* gehört, siehe Legende).

Prozentuale Variantenverteilung der erfolgreich sequenzierten Stichproben

Mutationen führen immer wieder dazu, dass sich eine Linie in mehrere leicht unterschiedliche Linien aufspaltet, diese werden als Sublinien bezeichnet. Sie erhalten oft eigene Namen und Nummern, wodurch die Verwandtschaftsverhältnisse nicht immer offensichtlich sind (wie beispielsweise bei der Subline BQ.1, die zu BA.5* gehört, siehe Legende).

Legende:

* = Variante inklusive zugehöriger Sublinien

BQ.1= BA.5 + S:K444T, S:N460K

BQ.1.1 = BQ.1 + S:R346T

BA.2.75 = BA.2 + S:K147E, S:W152R, S:F157L, S:I210V, S:G257S, S:G339H, S:G446S, S:N460K, S:R493Q

BA.2.75.3 = BA.2.75 + Mutationen außerhalb des S-Proteins

CH.1.1= BA.2.75 + S:L452R, S:R346T, S:K444T, S:F486S

CJ.1 =  BA.2.75.3 + S:S468P

BN.1= BA.2.75 + S:R346T, S:F490S

XBB = Rekombinante aus BA.2.10.1 + BA.2.75

XBB.1.5 = XBB + S:G252V, S:F486P

Sequenzierte Fälle nach Kalenderwoche

Fachinformationen

Fachinformationen, Handlungsempfehlungen und allgemeine Informationsmaterialien zum Coronavirus finden Sie auf der Webseite des Gesundheitsministeriums.

Produktinformationen (Fach- und Gebrauchsinformationen) zu den COVID-19 Impfstoffen finden Sie beim Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG)

Details zur nationalen und internationalen Lage finden Sie in den regelmäßigen Berichten der GECKO – Gesamtstaatliche COVID-Krisenkoordination

Die aktuelle Risikoeinschätzung für COVID-19 in Österreich nach Bundesland wird von der Corona-Kommission durchgeführt und wöchentlich aktualisiert. Corona-Ampel

Alle Impfempfehlungen für Österreich finden Sie auf der Webseite des Nationalen Impfgremiums, wie weiterführende Informationen zur Impfung am Impfdashboard

Als .docx herunterladen

Aktualisiert: 08.02.2023