Health for humans, animals & plants

Tierseuchenradar – September 2026

| 1 min read
Tierseuchenradar

Im österreichischen Tierseuchenradar werden Informationen zur internationalen Lage und Ausbreitung der bedeutendsten Tierseuchen und Tierkrankheiten, die für Österreich relevant sind, bewertet und zusammengestellt. Dadurch können mögliche Risiken für Österreich früh erkannt und kommuniziert werden. Der Tierseuchenradar erscheint monatlich.

Für interaktive Auswertungen und die Erstellung von benutzerdefinierten Karten steht die Epimap zur Verfügung. Die Daten stammen aus dem offiziellen europäischen Meldesystem für Tierseuchen (ADIS) und werden werktags jeden Morgen aktualisiert. Neben aktuellen Ausbrüchen sind Daten bis zurück ins Jahr 2014 enthalten, wodurch auch längerfristige Entwicklungen dargestellt werden können.

Bitte klicken Sie auf den jeweiligen Eintrag für mehr Informationen.

Afrikanische Schweinepest

Starker Rückgang der ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen in Europa.

Aviäre Influenza

Keine Ausbrüche in Österreich. Ausbrüche bleiben in Europa auf niedrigem Niveau, überwiegend Wildvögel in nördlichen Küstengebieten betroffen.

Newcastle Krankheit

Ausbrüche in Tschechien, Ungarn, Polen und Spanien

Tollwut

Ausbrüche in der Türkei, Rumänien, Moldawien, Polen und Ungarn

Lumpy skin disease

Keine Meldungen von Ausbrüchen in Europa.

Pest der kleinen Wiederkäuer
Schaf- und Ziegenpocken

Anstieg der Ausbrüche in Südosteuropa

Blauzungenkrankheit

Ausbrüche steigen europaweit an

West Nil Virus

Weiterhin Anstieg der WNV-Ausbrüche in Europa.

Maul- und Klauenseuche

Weitere Ausbrüche auf Lesbos, keine Ausbrüche in Zypern.

Legende:

Für Deutschland und die Schweiz stehen mit dem Radar Bulletin entsprechend länderspezifische Beurteilungen der Tierseuchen-Risiken monatlich zur Verfügung. Im AGES Radar Infektionskrankheiten finden Sie aktuelle Informationen und Situationsbewertungen zu Infektionskrankheiten beim Menschen in Österreich und international.

Im folgenden Tierseuchenradar stellt ein "Ausbruch" einen im Animal Disease Information System (ADIS) gemeldeten Nachweis einer Tierseuche dar (Betriebe bei gehaltenen Tieren; Fundorte bei Wildtieren). Von einem Ausbruch betroffene Einzeltiere werden als "Fall" bezeichnet. Ein "Seuchengeschehen" stellt alle Ausbrüche dar, die in einem konkreten Zusammenhang stehen.

Die Datenabfrage erfolgt im ADIS zum angegebenen Stichtag. Nachmeldungen von Ausbrüchen nach dem Stichtag der Abfrage werden nicht dargestellt. Daraus können sich Unterschiede in den Ausbruchszahlen zu früheren Ausgaben des Tierseuchenradars ergeben.

Gesichtete Quellen: ADIS

Definition der Ampelfarben:

rot-schwarzes Symbol Rot-Schwarz: Die Tierseuche/Tierkrankheit tritt in Österreich auf. Spezifische Kontroll- und Bekämpfungsmaßnahmen werden getroffen.
rotes Symbol Rot: Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt, ist hoch. Es werden konkrete Maßnahmen zum Schutz österreichischer Tierbestände getroffen.
oranges Symbol Orange: Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt, ist mittel. Erhöhte Aufmerksamkeit ist angezeigt.
grünes Symbol Grün: Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt, ist gering und die Situation unauffällig.

Asiatische Hornisse: Aufmerksamkeit gefragt:

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist eine invasive Art, die sich seit 2004 in Europa ausbreitet. Sie jagt Honigbienen und andere wichtige Bestäuber und kann bei starkem Auftreten Bienenvölker schwächen sowie die Biodiversität gefährden. Daher ist sie als invasive gebietsfremde Art von EU-weiter Bedeutung eingestuft.

In Österreich wurden im Juni 2026 erstmals zwei Nester in Vorarlberg nachgewiesen und entfernt. Aufgrund der Ausbreitung in den Nachbarländern – insbesondere Italien, der Schweiz und Deutschland – sind weitere Funde zu erwarten.

Bitte achten Sie auf verdächtige Hornissen (siehe Vergleichsgrafik) und dokumentieren Sie Sichtungen möglichst mit Fotos. Meldungen können über die Plattform bienengesundheit.at eingebracht werden. Eine rasche Meldung ist wichtig, um die weitere Ausbreitung frühzeitig einzudämmen. Da Verwechslungen mit der heimischen Europäischen Hornisse möglich sind, sollten Tiere nicht gefangen oder getötet werden. Erst bei bestätigtem Verdacht werden behördliche Maßnahmen ergriffen.

Weitere Informationen zur Asiatischen Hornisse finden Sie hier.

Vergleich Asiatische und Europäische Hornisse


Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist hoch. Es werden konkrete Maßnahmen zum Schutz österreichischer Tierbestände getroffen.

Afrikanische Schweinepest

Situation

Situation in Österreich

Österreich ist bisher von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verschont geblieben, allerdings kommt sie in einigen direkten Nachbarländern wie Deutschland, Italien, der Slowakei und Ungarn vor. Aufgrund der geringen Entfernung zur österreichischen Staatsgrenze wird das Risiko für Österreich als hoch eingestuft.

Situation in Europa

Im September 2026 (Stichtag: 05.10.2026) wurden in Europa 39 Ausbrüche bei Hausschweinen und 226 Ausbrüche bei Wildschweinen in das ADIS gemeldet. Die Gesamtzahl von 265 gemeldeten Ausbrüchen hat sich im Vergleich zum Vormonat (466) halbiert, was auf einen Rückgang der Ausbrüche sowohl bei Hausschweinen als auch bei Wildschweinen zurückzuführen ist (siehe Abbildung ASP-Verlauf). Die Anzahl der betroffenen europäischen Länder blieb mit 16 unverändert (siehe Tabelle ASP-Ausbrüche und Abbildung ASP-Karte).

Hausschweine

Im September 2026 (Stichtag: 05.10.2026) hat sich die Zahl der europaweit an ADIS gemeldeten ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen mehr als halbiert (39 im Berichtszeitraum gegenüber 111 im Vormonat). Die meisten Meldungen stammen aus Rumänien (34), gefolgt von Polen (3), Moldawien (1) und der Ukraine (1) (siehe Tabelle ASP-Ausbrüche). Die Mehrheit der betroffenen Betriebe sind Kleinbetriebe mit bis zu 100 Tieren, darunter 27 private Kleinsthaltungen mit bis zu zehn Schweinen. Unter den gemeldeten Ausbrüchen befanden sich jedoch auch vier Großbetriebe: ein Betrieb in Polen (Woiwodschaft Podlaskie) mit 565 Schweinen sowie drei Betriebe in Rumänien mit 5.726 Schweinen (Buzău), 4.921 Schweinen (Călărași) und 1.010 Schweinen (Brăila).

Derzeit beträgt die kürzeste Distanz eines bestätigten ASP-Ausbruchs bei Hausschweinen zur österreichischen Staatsgrenze 382 km (gemeldet aus Rumänien, siehe Abbildung ASP-Distanz).

Wildschweine

Im September 2026 (Stichtag: 05.10.2026) meldeten insgesamt 14 Länder ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen, darunter vier Staaten, die an Österreich grenzen. Die meisten Ausbrüche wurden aus Polen mit 82 Ausbrüchen gemeldet, gefolgt von Lettland (55), Italien (24), Deutschland (20), Ungarn (16), Finnland (9), Litauen (4), Spanien (4), Estland (3), der Slowakei (3), Rumänien (2), Bulgarien (1) und Kroatien (1). Weitere Details sind der Tabelle ASP-Ausbrüche zu entnehmen.

Derzeit beträgt die kürzeste Distanz eines bestätigten ASP-Ausbruchs bei Wildschweinen zur österreichischen Staatsgrenze 95 km (gemeldet aus der Slowakei, siehe Abbildung ASP-Distanz).

Tabelle ASP-Ausbrüche: Anzahl der im ADIS gemeldeten ASP-Ausbrüche für Hausschwein (HS), Wildschwein (WS) im Zeitraum von 01.07.2026 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Juli
August
September
HS WS HS WS HS WS
Polen 2 127 4 75 3 82
Italien (ohne Sardinien) 1 153 0 65 0 24
Rumänien 92 5 83 6 34 2
Lettland 0 58 0 58 0 55
Ungarn 0 73 5 41 0 16
Kroatien 99 10 3 8 0 1
Deutschland 0 37 0 38 0 20
Finnland 0 1 0 33 0 9
Litauen 0 7 0 9 0 4
Serbien 20 0 0 0 0 0
Estland 0 5 0 9 0 3
Bosnien und Herzegowina 7 2 3 0 0 2
Slowakei 0 4 0 7 0 3
Spanien 0 7 0 2 0 4
Moldawien 0 1 10 0 1 0
Bulgarien 0 1 1 4 0 1
Ukraine 2 0 2 0 1 0
GESAMT 223 491 111 355 39 226
Europakarte zu ASP-Ausbrüche wie in "Situation in Europa" beschrieben.
Abbildung ASP-Karte: Karte der im ADIS gemeldeten ASP-Ausbrüche für Hausschwein, Wildschwein im Zeitraum von 01.09.2026 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Verlaufsgrafik zu ASP-Ausbrüche in Europa: Die Anzahl der gemeldeten ASP-Fälle beim Wildschwein stieg in den kälteren Wintermonaten und sinkt in den wärmeren Sommermonaten. Im September ist die Anzahl der ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen stark gesunken. Eine Detailbeschreibung finden Sie im Kapitel "Situation in Europa" und im Kapitel "Kommentar".
Abbildung ASP-Verlauf: Zeitlicher Verlauf der im ADIS gemeldeten ASP-Ausbrüche für Hausschwein, Wildschwein im Zeitraum von 01.10.2025 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Verlaufsgrafik zur Entfernung der ASP-Ausbrüche zur Staatsgrenze: Im September 2026 betrug die Distanz der ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen zur österreichischen Staatsgrenze ca. 95 km. Eine Detailbeschreibung finden Sie im Kapitel "Situation in Europa" und im Kapitel "Kommentar".
Abbildung ASP-Distanz: Distanz der im ADIS gemeldeten ASP-Ausbrüche zur österreichischen Staatsgrenze im Zeitraum von 01.10.2025 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).

Folgen für Österreich

In Österreich müssen seit Ende 2019 zum Zweck der Früherkennung alle tot aufgefundenen Wildschweine gemeldet und von der AGES auf das ASP-Virus untersucht werden. Daneben erfolgen Untersuchungen von Aborten sowie von klinisch oder pathologisch auffälligen Hauschweinen und von Organproben gemäß dem ASP- und KSP-Stichprobenplan.

Tierhalter können die "ASP-Risikoampel" oder den online Fragebogen "Biocheck" verwenden, um die Biosicherheit ihrer Betriebe kostenlos und anonym zu überprüfen. Weitere Empfehlungen und ein Handbuch zur Biosicherheit bei der Haltung von Schweinen in Österreich werden auf der Website des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) bzw. auf der Kommunikationsplattform Verbrauchergesundheit (KVG) zur Verfügung gestellt.

Im europäischen Tiergesundheitsrecht (Verordnung 2016/429/EU) mit den ergänzenden Rechtsakten und der österreichischen ASP-Verordnung 2005 sind Zuständigkeiten und Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest festgelegt. In der Durchführungsverordnung 2023/594/EU (zuletzt geändert mittels Durchführungsverordnung 2026/2220/EU sind die geltenden Gebiete (Sperrzonen I, II und III) mit erhöhtem Risiko einer Ausbreitung der ASP (Teile I-III) aufgeführt.

Die AGES hat ein Video über Biosicherheit erstellt. Das Video zeigt die erforderlichen Biosicherheitsmaßnahmen beim Betreten und Verlassen eines Betriebes, in dem eine meldepflichtige Tierseuche vermutet wird oder nachgewiesen wurde.

Einen Überblick über die aktuelle ASP-Seuchensituation und die geltenden Maßnahmen erhalten Sie über die interaktive Karte der EU-Kommission sowie die AGES-Epimap.

Für Österreich bleibt der indirekte Eintrag der ASP durch den Menschen aus von ASP betroffenen Ländern das höchste Risiko. Daher ist die Sensibilisierung der verschiedenen Interessengruppen von größter Bedeutung. Ausführliche Informationen, Filme, Broschüren sowie Poster zur Ätiologie, Diagnose und epidemiologischen Ausbreitung der ASP finden Sie auf der Website der KVG.

Kommentar

Die ASP-Situation in Europa zeigt im September 2026 einen deutlichen Rückgang der gemeldeten Ausbrüche im Vergleich zum Vormonat. Dieser Rückgang ist vor allem auf die geringere Anzahl von Ausbrüchen bei Hausschweinen zurückzuführen. Gleichzeitig bleibt die Zahl der ASP-Nachweise bei Wildschweinen insbesondere in Polen und Lettland weiterhin auf hohem Niveau.

Quellen

ADIS, BLV, FLI, PROMED


Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist gering und die Situation unauffällig.

Aviäre Influenza

Situation

Situation in Österreich

Im Berichtszeitraum September 2026 (Stichtag 05.10.2026) erfolgte aus Österreich keine Ausbruchsmeldung.

Das aktuelle Risiko für Geflügelbetriebe und Haltungen von Vögeln in Gefangenschaft in Österreich wird als gering bewertet. In Österreich muss weiterhin mit vereinzelten Nachweisen bei Wildvögeln gerechnet werden.

Seit 9. Juni 2026 sind in Österreich alle Gebiete mit erhöhtem Geflügelpestrisiko per Kundmachung aufgehoben. Im gesamten Bundesgebiet sind aktuell keine Risikogebiete ausgewiesen.

Situation in Europa

Geflügel

Im September 2026 wurden in Europa 4 Ausbrüche der hochpathogenen aviären Influenza A(H5N*) bei Geflügel gemeldet (siehe Tabelle HPAI-Ausbrüche). Betroffen waren in Frankreich eine Haltung mit 2500 gegen HPAI-Virus geimpften Enten und eine Haltung mit 9960 ungeimpften Enten. Ebenfalls zwei Ausbrüche meldete im September Bulgarien in Entenhaltungen mit 8000 und 14000 Tieren.

Wildvögel

Im September 2026 sank die Zahl der Ausbrüche in Europa weiter von 20 im Vormonat auf 14 Ausbrüche. Die Zahl der Länder mit HPAI A(H5N*)-Nachweisen bei Wildvögeln sank ebenfalls leicht von 7 im August auf 5 im September. Ausbruchsmeldungen erfolgten aus Norwegen: 7 Ausbrüche; Dänemark, Schweden und den Niederlanden: jeweils 2 Ausbrüche; Deutschland: ein Ausbruch (siehe Tabelle HPAI-Ausbrüche).

Vögel in Gefangenschaft

Insgesamt 3 Ausbrüche der HPAI A(H5N*) bei Vögeln in Gefangenschaft wurden im September in Europa in das ADIS gemeldet. In Deutschland war neben einer Kleinhaltung mit 11 Vögeln auch der Kölner Zoo betroffen. Der Ausbruch beschränkte sich auf einen Neuzugang von 28 Wasservögeln aus einem anderen EU-Mitgliedsstaat, die in einer Quarantäneeinrichtung gehalten wurden. In Belgien war eine Haltung verschiedener Vogelarten mit 336 Tieren betroffen, eine Übertragung durch Wildvögel wird vermutet (siehe Tabelle HPAI-Ausbrüche).

Tabelle HPAI-Ausbrüche: Anzahl der im ADIS gemeldeten HPAI-Ausbrüche für Geflügel (GE), Wildvögel (WV), Vögel in Gefangenschaft (VG) im Zeitraum von 01.07.2026 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Juli
August
September
GE WV VG GE WV VG GE WV VG
Niederlande 0 18 1 0 7 0 0 2 0
Deutschland 1 15 1 0 1 0 0 1 2
Norwegen 0 4 0 0 7 0 0 7 0
Dänemark 0 2 0 0 1 0 0 2 0
Schweden 0 0 0 1 2 0 0 2 0
Frankreich 0 0 0 1 0 0 2 0 0
Bulgarien 0 0 0 0 0 0 2 0 0
Polen 0 1 1 0 0 0 0 0 0
Belgien 0 0 0 0 0 0 0 0 1
Finnland 0 0 0 0 1 0 0 0 0
Österreich 0 1 0 0 0 0 0 0 0
Portugal 0 0 0 0 1 0 0 0 0
GESAMT 1 41 3 2 20 0 4 14 3
Europakarte zu HPAI-Ausbrüche wie in "Situation in Europa" beschrieben.
Abbildung HPAI-Karte: Karte der im ADIS gemeldeten HPAI-Ausbrüche für Geflügel, Wildvögel, Vögel in Gefangenschaft im Zeitraum von 01.09.2026 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Verlaufsgrafik der letzten zwölf Monate zu HPAI-Ausbrüchen in Europa wie im Kapitel Situation in Europa beschrieben. In den Sommermonaten 2025 nur wenige Ausbrüche in Europa. Mit Beginn der HPAI-Saison 2025/2026 steigen ab September 2025 die Ausbruchszahlen bei Wildvögeln stark an. Vermehrt sind auch Geflügelbestände und Vögel in Gefangenschaft in Europa betroffen. Nach dem Höhepunkt der Ausbrüche im November 2025 sank die Zahl der Ausbrüche bis Januar, steigen dann jedoch bis März wieder. Ab März ist erneut ein Absinken der Ausbruchszahlen zu beobachten, die Zahl bleibt jedoch auf hohem Niveau. Ab April sinken die Ausbruchszahlen in Europa deutlich und im Juni gehen die Ausbrüche weiter stark zurück. Über die Sommermonate bis in den Herbst sinken die Ausbruchszahlen bleiben die Ausbruchszahlen konstant niedrig.
Abbildung HPAI-Verlauf: Zeitlicher Verlauf der im ADIS gemeldeten HPAI-Ausbrüche für Geflügel, Wildvögel, Vögel in Gefangenschaft im Zeitraum von 01.10.2025 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Verlaufsgrafik zur Entfernung der HPAI-Fälle zur Staatsgrenze: in den Sommermonaten 2025 traten keine Ausbrüche der HPAI in Österreich, vereinzelt jedoch in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Staatsgrenze auf. Ab September 2025 werden Ausbrüche in Österreich gemeldet und auch einige Nachbarländer Österreichs sind betroffen. Detailbeschreibung im Kapitel "Situation in Europa".
Abbildung HPAI-Distanz: Distanz der im ADIS gemeldeten HPAI-Ausbrüche zur österreichischen Staatsgrenze im Zeitraum von 01.10.2025 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).

Folgen für Österreich

Mit 9. Juni 2026 wurden gemäß § 2 Abs. 1 Z 6 der Vogelgesundheitsverordnung durch die Kundmachung zur Festlegung eines HPAI-Risikogebietes Gebiete mit erhöhtem Geflügelpestrisiko aufgehoben. Im gesamten Bundesgebiet sind keine Risikogebiete ausgewiesen.

Die Seuchensituation wird fortlaufend bewertet und bei Handlungsbedarf Risikogebiete ausgewiesen.

Jede Geflügelhaltung ist der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zu melden.

Kommentar

Insgesamt sanken im September die Ausbruchszahlen in Europa weiter und verbleiben auf einem niedrigen Stand. Bei Geflügel und Klein- und Hobbyhaltungen ist jedoch ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Die gemeldeten Ausbrüche bei Wildvögeln konzentrieren sich weiterhin auf die Küstengebiete Nordeuropas und betreffen hauptsächlich Gänse.

In Europa besteht das Überwachungsprogramm aus einem aktiven Teil (Nutzgeflügel) und einem passiven Teil (Wildvögel). Im Rahmen von Verdachtsfällen, Wiedereinstallungen, Abklärungs- und Ausschlussuntersuchungen werden zusätzlich weitere Proben untersucht. Alle Untersuchungen auf die HPAI bei Wildvögeln und Geflügel in Österreich ergaben im September ein negatives Ergebnis.

Bislang gibt es keine Hinweise auf eine Verschärfung des Seuchengeschehens in Europa aufgrund von Wanderbewegungen von Zugvögeln. Die Situation in den Sammel- und Rastgebieten und entlang der Zugrouten wird weiterhin aufmerksam verfolgt. Wanderbewegungen zahlreicher Vogelarten können mit dem EuroBirdPortal nachvollzogen werden.

Geflügel- und Hobbyhalter:innen wird empfohlen sich auf eine mögliche erneute Verschärfung der Seuchenlage in den kommenden Wochen vorzubereiten, beispielsweise durch Überprüfung der Biosicherheit oder bauliche Maßnahmen.

Mit der Epimap der AGES steht ein kostenloses und frei zugängliches Tool zur Verfügung, mit dem die aktuelle Seuchensituation in Europa für die HPAI und weitere Tierseuchen nachvollzogen werden kann.

Quellen

ADIS, RIS, EFSA, EURL


Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist mittel. Erhöhte Aufmerksamkeit ist angezeigt.

Newcastle Krankheit

Situation

Im Berichtszeitraum September 2026 (Stichtag: 05.10.2026) wurden europaweit 13 Ausbrüche in das ADIS gemeldet: Tschechien: 5 Ausbrüche; Ungarn: 5 Ausbrüche; Polen: 2 Ausbrüche; Spanien: ein Ausbruch.

Neben den fortlaufenden Nachweisen in Spanien konzentriert sich das Ausbruchsgeschehen aktuell auf den Osten Europas. Aus Tschechien wurden im September ausschließlich Ausbrüche in Klein- und Hobbyhaltungen gemeldet, in Spanien und Ungarn waren hingegen Geflügelbetriebe betroffen. In Polen erfolgte ein positiver Nachweis in jeweils einem Geflügelbetrieb und einer Hobbyhaltung mit einem gemischten Vogelbestand.

Für Österreich wird das Risiko derzeit als mittel eingestuft. Mit Ausbrüchen in Kleinhaltungen in Tschechien und in Geflügelbetrieben in Ungarn tritt die NCD in Nachbarländern Österreichs auf. Für die Einschleppung nach Österreich spielen neben dem Handel mit lebendem oder geschlachtetem Geflügel und besonders gehaltenen Tauben auch kontaminierte Fahrzeuge, Gegenstände oder Personen eine Rolle. Die AGES stellt die Auswertungen der im Trade Control and Expert System der Europäischen Kommission (TRACES) erfassten Verbringungen von Tieren und tierischen Produkten in einem interaktiven Tool zur Verfügung. Eine Übertragung durch infizierte Wildvögel ist ebenfalls möglich.

Als Kategorie A gelistete Tierseuche sind alle Fälle der Newcastle Disease bei Vögeln meldepflichtig, bereits bei Verdacht muss umgehend die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde informiert werden. In Einzelfällen können die Erreger bei intensivem Kontakt mit infizierten Vögeln und deren Ausscheidungen auch auf den Menschen (meist Vogelhalter) übertragen werden (Zoonose). Es ist daher für alle Tierhalterinnen und Tierhalter wichtig, sich und ihre Vögel zu schützen.

Tabelle NCD-Ausbrüche: Anzahl der im ADIS gemeldeten NCD-Ausbrüche für Geflügel (GE), Nicht-Geflügel (NG) im Zeitraum von 01.07.2026 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Juli
August
September
GE NG GE NG GE NG
Spanien 19 0 3 0 1 0
Tschechien 0 2 0 6 0 5
Ungarn 0 0 0 0 5 0
Litauen 0 1 0 1 0 0
Polen 0 0 0 0 2 0
Lettland 0 1 0 0 0 0
GESAMT 19 4 3 7 8 5

Kommentar

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz empfiehlt nachdrücklich die Impfung aller empfänglichen Tiere sowie die Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung aktueller Impfprogramme in Geflügelbeständen. In Österreich stehen diverse Impfstoffe gegen die NCD zur Verfügung, deren Anwendung auf freiwilliger Basis möglich ist. Zusätzlich zur Impfung ist unabhängig von der Betriebsgröße wichtig, die betriebliche Biosicherheit zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern, um das Risiko des Erregereintrags zu reduzieren. Hierfür stehen Informationsmaterialien und Hilfsmittel, wie beispielsweise das QGV-Handbuch Biosicherheitskonzept, die LFI-Broschüre Biosicherheit Geflügel oder der online Fragebogen Biocheck zur Verfügung.

Die wichtigsten Informationen zur Newcastle Disease sind in einem Infoblatt der AGES kurz&knapp zusammengefasst.

Quellen

Pirbright Institute, UK, Ministerio de Agricultura, Pesca y Alimentación (MAPA)

Situation

Im Berichtzeitraum September (Stichtag: 05.10.2026) wurden in das ADIS 46 Rabies (Tollwut)-Ausbrüche gemeldet (Vormonat 45 Ausbrüche). Aus dem Osten der Türkei erfolgten 11 Ausbruchsmeldungen (8 Rinder, 2 Katzen und ein Rotfuchs). 18 Ausbrüche (7 Hunde, 6 Rinder, 4 Rotfüchse und eine Katze) meldete Rumänien in das ADIS. Aus Moldawien wurden 12 Ausbrüche gemeldet (7 Hunde, 2 Rotfüchse, 2 Katzen und ein Rind). Im Osten Polens erfolgten 3 Nachweise (2 Rotfüchse und ein Baummarder). Ungarn meldete zwei Ausbrüche im Osten des Landes (2 Rotfüchse) (siehe Tabelle RABIES-Ausbrüche).

Das Risiko für Österreich wird aktuell als gering eingestuft. Eines der größten Risiken der Wiedereinschleppung der Tollwut nach Österreich ist das Verbringen von nicht geimpften Tieren aus Ländern mit endemischer Tollwut.

Tabelle RABIES-Ausbrüche: Anzahl der im ADIS gemeldeten RABIES-Ausbrüche im Zeitraum von 01.07.2026 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Jul Aug Sep
Türkei 14 18 11
Rumänien 8 16 18
Moldawien 8 9 12
Polen 0 1 3
Ungarn 0 1 2
GESAMT 30 45 46

Kommentar

Bei der Tollwut handelt es sich um eine Zoonose, eine Erkrankung des Menschen verläuft fast immer tödlich. Auch wenn Österreich 2008 frei von terrestrischer Tollwut erklärt wurde, sollte diese Krankheit bei entsprechender Symptomatik immer in Betracht gezogen werden, besonders bei Tieren, die aus nicht tollwutfreien Ländern stammen oder diese bereist haben. Typische Symptome sind insbesondere Verhaltensänderungen wie Scheu, Nervosität oder Gereiztheit, Schluckbeschwerden, vermehrter Speichelfluss, gelegentlich Hydrophobie (Abscheu vor Wasser), Aggressivität sowie Lähmungserscheinungen. Personen, die beruflich mit empfänglichen Tieren in Kontakt kommen können (z. B. Mitarbeiter:innen von Tierheimen/Auffangstationen oder Tierärzt:innen und deren Mitarbeiter:innen) sollten generell gegen Tollwut geimpft sein. Tierärzt:innen sind verpflichtet, einen begründeten Verdacht unverzüglich der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zu melden. Bissverletzungen durch tollwutkranke oder -verdächtige Tiere sind ebenso meldepflichtig.

Weitere Informationen über Tollwut finden Sie hier.

Quellen

ADIS


Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist gering und die Situation unauffällig.

Lumpy skin disease

Situation

Im Berichtszeitraum September (Stichtag 05.10.2026) wurde kein Ausbruch von Lumpy Skin Disease in das ADIS gemeldet.

In Österreich wird das Risiko derzeit als gering eingestuft.

In Frankreich wurden 2025 und 2026 insgesamt 117 Ausbrüche nachgewiesen, wobei der letzte Ausbruch Anfang Jänner 2026 festgestellt wurde. In den betroffenen Gebieten laufen teilweise noch Wiederholungsimpfungen. Im Anschluss an die Impfmaßnahmen wird die Überwachung für weitere acht Monate fortgeführt. Auf Sardinien wurden 2026 bislang zehn LSD-Ausbrüche im Südosten der Insel sowie ein weiterer Ausbruch in Zentralsardinien bestätigt. Sämtliche Ausbrüche betrafen Rindermastbetriebe. Der letzte Ausbruch wurde Anfang Juli festgestellt.

In Österreich ist bisher noch nie ein Fall von Lumpy Skin Disease (LSD) aufgetreten. Der Mensch kann sich nach aktuellem Wissensstand nicht infizieren.

Tabelle LSD-Ausbrüche: Anzahl der im ADIS gemeldeten LSD-Ausbrüche im Zeitraum von 01.07.2026 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Jul Aug Sep
Italien 1 0 0
GESAMT 1 0 0

Kommentar

Zur Prävention der Einschleppung der Krankheit, wurde im Oktober 2025 eine nach wie vor gültige Kundmachung erlassen, welche Sofortmaßnahmen beim Einbringen empfänglicher Tiere aus Italien, Frankreich und Spanien beinhaltet. Die Kundmachung richtet sich an Tierhaltungsbetriebe, Schlachthöfe und Transportunternehmen und dient einer erhöhten Biosicherheit.

Da die Übertragung in erster Linie über verschiedene blutsaugende und beißende Insekten und Milben, aber auch über unbelebte Vektoren wie Gerätschaften und Kleidung erfolgt, kann das Virus auch über größere Entfernungen verbreitet werden. Zudem ist es sehr stabil und kann, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, auch außerhalb des Wirtes mehrere Monate infektiös bleiben. Eine direkte Übertragung ist ebenfalls möglich.

Impfungen sind in Österreich unter strengen Rahmenbedingungen (Entscheidung der Behörden) grundsätzlich möglich, allerdings an Handelsrestriktionen geknüpft. Derzeit ist in Österreich kein Impfstoff zugelassen.

Bei Verdacht auf eine Einschleppung des Erregers können Proben verdächtiger Tiere jederzeit an das NRL in Mödling eingesandt werden.

Genauere Informationen zur Symptomatik, Informationsblätter, sowie eine Karte mit der räumlichen Verteilung der LSD-Nachweise in Europa finden Sie auf der AGES-Homepage.

Quellen

WOAH FAQs LSD, RIS - Amtliche Verbraucher- und Veterinärnachrichten (AVN) - Suche, Presentations - Food Safety - European Commission, IZS Lumpy Skin Disease (LSD)


Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist mittel. Erhöhte Aufmerksamkeit ist angezeigt.

Pest der kleinen Wiederkäuer

Situation

Im Berichtszeitraum September (Stichtag 05.10.2026) wurde ein Ausbruch von PPR aus Albanien in das ADIS gemeldet.

In Österreich wird das Risiko derzeit als mittel eingestuft.

Albanien war bis 2025 frei von PPR. Mittlerweile wurden jedoch in allen Bezirken des Landes Betriebe identifiziert, in deren Tierbeständen Antikörper gegen das PPR-Virus nachgewiesen wurden. Dies deutet auf eine landesweite Zirkulation des Virus hin. Ein Ausbruch wird in Albanien derzeit nur als solcher gewertet, wenn ein Tier klinische Symptome zeigt und gleichzeitig ein positiver Erregernachweis mittels PCR vorliegt. Da bisher nur wenige klinische Fälle festgestellt wurden, kann davon ausgegangen werden, dass sich die Seuche überwiegend ohne klinische Symptome ausbreitet. Das Team der EUVET-Mission, welches das Land Anfang September besuchte, empfahl daher eine Impfung, um die weitere Ausbreitung einzudämmen. Voraussetzung für deren Umsetzung ist jedoch zunächst die Schaffung einer entsprechenden rechtlichen Grundlage. Die Europäische Kommission stellte Rumänien Impfstoffdosen gegen die Pest der kleinen Wiederkäuer (PPR) und gegen Schaf- und Ziegenpocken zur Verfügung. Gegen PPR soll gezielt in bereits definierten Risikogebieten geimpft werden, während die Impfungen gegen Schaf- und Ziegenpocken im gesamten Land vorgesehen sind. Diese und weitere Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der Exporte von Tieren und tierischen Produkten zu schaffen.

Die Hinweise auf eine weitgehend unbemerkte Viruszirkulation in den betroffenen Ländern unterstreichen die Notwendigkeit einer erhöhten Aufmerksamkeit.

Tabelle PPR-Ausbrüche: Anzahl der im ADIS gemeldeten PPR-Ausbrüche im Zeitraum von 01.07.2026 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Jul Aug Sep
Kroatien 3 0 0
Rumänien 3 0 0
Albanien 0 0 1
GESAMT 6 0 1

Kommentar

Um das Risiko einer Einschleppung des Erregers aus den in den vergangenen Monaten betroffenen Staaten weiterhin gering zu halten, bleiben in Österreich die Kundmachungen AVN 2025/34 und AVN 2026/16 in Kraft. So dürfen Schafe und Ziegen sowie deren Erzeugnisse aus Albanien und dem Kosovo nur unter Einhaltung der darin festgelegten Bedingungen nach Österreich verbracht werden.

Zusätzlich gelten aufgrund von Sofortmaßnahmen der Europäischen Kommission Verbringungsbeschränkungen für PPR-empfängliche Tierarten in Griechenland, Bulgarien, Kroatien und Rumänien.

Weitere Informationen zur Vorbeugung einer Infektion, zur Diagnostik sowie eine Karte mit der räumlichen Verteilung der PPR-Nachweise in Europa finden Sie auf der AGES-Homepage.

Quellen

Peste des petits ruminants - WOAH - World Organisation for Animal Health, NRL für PPR | Friedrich-Loeffler-Institut, RIS - Amtliche Verbraucher- und Veterinärnachrichten (AVN) - Suche, PAFF Committee - Animal health and welfare - 17-18 September 2026, A.N.S.V.S.A.


Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist mittel. Erhöhte Aufmerksamkeit ist angezeigt.

Schaf- und Ziegenpocken

Situation

Im Berichtszeitraum September (Stichtag 05.10.2026) wurden 104 Ausbrüche von Schaf- und Ziegenpocken aus Nordmazedonien (37), Rumänien (27), Griechenland (20), Bulgarien (19) und Albanien (1) in das ADIS gemeldet.

In Österreich wird das Risiko derzeit als mittel eingestuft.

In Nordmazedonien und Rumänien sind im Vergleich zum August deutlich mehr Ausbrüche gemeldet worden. Um für Rumänien Exporte wieder ermöglichen zu können, wurden von der Europäischen Kommission insgesamt 1,3 Mio. Impfstoffdosen gegen Schaf- und Ziegenpocken und die Pest der kleinen Wiederkäuer (PPR) bereitgestellt. Eine Impfung gegen Schaf- und Ziegenpocken (1 Mio. Impfdosen) soll im ganzen Land durchgeführt werden, eine Impfung gegen PPR (300.000 Dosen) wird in bereits definierten Risikogebieten zusätzlich durchgeführt. Dies soll gemeinsam mit einer strengen Überwachung zur Wiederaufnahme der Ausfuhr von lebenden Tieren, Schlachtkörpern, pasteurisierter Milch und wärmebehandelter Milcherzeugnisse aus bestimmten Gebieten in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union führen. In Griechenland ist die Zahl der Ausbrüche leicht zurückgegangen, während sie in Bulgarien nahezu unverändert blieb. In Albanien handelt es sich bei dem Ende September gemeldeten Ausbruch um den ersten Ausbruch von Schaf- und Ziegenpocken im Land.

Der Neueintrag nach Albanien und die anhaltend hohe Zahl an Ausbrüchen in den bereits betroffenen Ländern verdeutlichen, dass sich die Seuche trotz bestehender Bekämpfungsmaßnahmen weiter ausbreitet und eine erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist.

Österreich ist frei von Schaf- und Ziegenpocken, der letzte Ausbruch trat 1954 auf. Der Mensch kann sich nach aktuellem Wissensstand nicht infizieren.

Tabelle SPPV_GTPV-Ausbrüche: Anzahl der im ADIS gemeldeten SPPV_GTPV-Ausbrüche im Zeitraum von 01.07.2026 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Jul Aug Sep
Nordmazedonien 32 22 37
Griechenland 36 25 20
Rumänien 1 15 27
Bulgarien 4 18 19
Kosovo 2 4 0
Albanien 0 0 1
Serbien 1 0 0
GESAMT 76 84 104

Kommentar

Das Schafpockenvirus (SPPV) und Ziegenpockenvirus (GTPV) gehören zur Gattung der Capripoxviren, welchen auch das Lumpy Skin Disease Virus (LSDV) zugeordnet wird. Schaf- und Ziegenpocken sind relativ wirtsspezifisch und kommen in Schafen bzw. Ziegen vor, wobei ausgewählte Stämme in der Lage sind, sowohl Schafe als auch Ziegen zu infizieren. Die weltweite geografische Verbreitung ist hier zu sehen.

Eine direkte Übertragung von Tier zu Tier erfolgt über ulzerös zerfallende Papeln, Aerosole und Tröpfcheninfektionen. Aufgrund der Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit der Viren in der Umwelt ist auch die indirekte Übertragung über Wolle, Haare, Gerätschaften und schlecht behandelte Tierhäute von Bedeutung.

Es sind diverse Impfstoffe für verschiedene Stämme vorhanden, welche jedoch in der EU nicht zugelassen sind. Impfungen innerhalb der EU sind entsprechend der Delegierte Verordnung (EU) 2023/361 möglich.

Bei einem Verdacht auf Einschleppung des Erregers können jederzeit Proben von verdächtigen Tieren an das Nationale Referenzlabor (NRL) in Mödling geschickt werden.

Informationen zur Symptomatik, Diagnostik, sowie eine Karte mit der räumlichen Verteilung der Nachweise von Schaf- und Ziegenpocken in Europa finden Sie auf der AGES-Homepage.

Quellen

Kommunikationsplattform Verbraucher:innengesundheit, European Food Safety Authority,

A.N.S.V.S.A.


Die Tierseuche/Tierkrankheit tritt in Österreich auf. Spezifische Kontroll- und Bekämpfungsmaßnahmen werden getroffen.

Blauzungenkrankheit

Situation

Im Berichtszeitraum September (Stichtag: 05.10.2026) wurden 26 Ausbrüche aus Spanien (10), Frankreich (5), Irland (4), Tschechien (2), Italien (2), Litauen (1), Zypern (1) und Österreich (1) in das ADIS gemeldet1

Im Verbraucherinformationssystem (VIS) wurden im September österreichweit 113 BTV-Ausbrüche bestätigt (Stichtag 05.10.2026). Wie bereits im Vormonat waren vor allem Salzburg und Niederösterreich betroffen, weitere Ausbrüche traten in der Steiermark, in Tirol und vereinzelt auch in Oberösterreich auf.

In allen fünf betroffenen Bundesländern wurde bei den bisher serotypisierten Fällen BTV-3 nachgewiesen. In der Steiermark wurde zusätzlich BTV-8 bestätigt. Eine Übersichtskarte mit den nachgewiesenen Serotypen und den bestätigten Ausbrüchen je Bezirk finden Sie auf der AGES-Homepage.

Das Risiko für weitere Ausbrüche in Österreich wird weiterhin als hoch eingestuft. Es ist damit zu rechnen, dass die Anzahl an Ausbrüchen im Herbst weiter ansteigen wird.

In Spanien zirkulieren bisher die Serotypen 1, 3 und 8 (BTV-1, BTV-3, BTV-8). In Frankreich wurden seit Anfang Juni (Stand 2.10.2026) 1.079 Ausbrüche vom Serotypen 3 bestätigt, mit dem Schwerpunkt im Süden des Landes. In Irland wurden Anfang September die ersten Ausbrüche von BTV-3 der diesjährigen Vektorsaison festgestellt. Auch in Tschechien und Litauen handelt es sich beim derzeit zirkulierenden Serotypen um BTV-3, in Zypern um BTV-4. Auf Sardinien wurde im September bei zwei Betrieben im Rahmen von Routineuntersuchungen BTV-12 nachgewiesen. Das betroffene Schaf und die beiden betroffenen Rinder zeigten zum Zeitpunkt der Probenahme keinerlei Krankheitssymptome.

Derzeit ist eine Änderung der Einstufung (Kategorie D+E, anstatt Kategorie C+D+E) mit 1. November geplant. Das bedeutet, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um eine Ausbreitung zwischen den Mitgliedstaaten zu verhindern und Ausbrüche gemeldet werden müssen. Die Erlangung eines Status "frei von Infektionen mit Blauzungenkrankheit (Serotyp 1–24)" im Zusammenhang mit Verbringungen zwischen Mitgliedsstaaten wird auf EU-Ebene nicht mehr gegeben sein.

Ein amtliches Impfprogramm gegen BT gibt es in Österreich derzeit nicht. Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz empfiehlt jedoch, alle empfänglichen Tierarten gegen die in Österreich auftretenden Serotypen zu impfen. Die gemeinsame Impfempfehlung von BMSGPK, AGES, Tiergesundheitsdienst Österreich und Veterinärmedizinischer Universität für 2026 finden Sie hier.

Da Gnitzen vor allem zwischen Abend- und Morgendämmerung aktiv sind, sollten die Tiere während dieser Zeit nach Möglichkeit aufgestallt und Fenster sowie Türen mit Insektengittern geschützt werden. Ergänzend können unter Einhaltung der geltenden Anwendungsvorschriften Insektizide bzw. Repellentien eingesetzt werden, um das Übertragungsrisiko weiter zu reduzieren.

Weitere Informationen über die Blauzungenkrankheit finden Sie auf der AGES-Homepage.

[1] Zu beachten ist hierbei, dass die ADIS-Meldungen die tatsächliche Seuchensituation meist nicht umfassend darstellen. Eine Meldung eines BT-Ausbruchs in das ADIS erfolgt nur, sofern es sich um den jeweils ersten Nachweis eines der 24 meldepflichtigen BTV-Serotypen pro Jahr und regionaler Einheit handelt, wobei letztere länderspezifisch unterschiedlich definiert sind. In Österreich sind die regionalen Einheiten die Bundesländer, somit wird von Österreich jedes Neuauftreten eines BTV (1–24) Serotypen pro Bundesland und Kalenderjahr ans ADIS gemeldet. Eine Karte und Tabelle der Mitgliedsstaaten, Zonen und Gebiete mit dem Status seuchenfrei (gültig bis zum In-Kraft-treten der neuen Rechtsgrundlagen bezüglich Rekategorisierung) sowie weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Europäischen Kommission.
Tabelle BT-Ausbrüche: Anzahl der im ADIS gemeldeten BT-Ausbrüche im Zeitraum von 01.07.2026 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Jul Aug Sep
Spanien 5 11 10
Frankreich 13 4 5
Tschechien 3 2 2
Österreich 2 3 1
Irland 0 0 4
Italien 0 0 2
Litauen 0 0 1
Zypern 0 0 1
GESAMT 23 20 26

Quellen

Ministerio De Agricultura, Pesca Y Alimentación, Ministère de l'Agriculture, de l'Agro-alimentaire et de la Souveraineté alimentaire, Government of Ireland: Welcome to gov.ie, Státní veterinární správa, SINBT, Home - State Food and Veterinary Service, Bluetongue - Food Safety - European Commission, DVO (EU) 2018/1882, KVG - KVG


Die Tierseuche/Tierkrankheit tritt in Österreich auf. Spezifische Kontroll- und Bekämpfungsmaßnahmen werden getroffen.

West Nil Virus

Situation

Im Berichtszeitraum (Stichtag: 05.10.2026) wurden im ADIS 405 WNV-Ausbrüche in Europa bei Tieren gemeldet (Vormonat 386). Die Anzahl der WNV-Ausbrüche ist weiter angestiegen und verbleibt auf hohem Niveau (siehe Tabelle WNV-Ausbrüche). In der EU/EWR besteht eine Meldepflicht für WNV-Fälle bei Pferden und Vögeln. In den kommenden Wochen ist in Europa mit weiteren Ausbrüchen bei Tieren zu rechnen.

Das Risiko für weitere Ausbrüche in Österreich wird als hoch eingeschätzt.

Pferde

Bei Pferden wurden im September 187 WNV-Ausbrüche gemeldet (194 im Vormonat). Meldungen kamen aus Frankreich (75), Belgien (35), Italien (25), Niederlande (19), Spanien (10), Deutschland (9), Griechenland (5), Ungarn (3), Kroatien (2), Portugal (2), Österreich (1) und Zypern (1).

In Österreich wurde den WNV-Ausbruch bei einem Pferd in Mistelbach in Niederösterreich gemeldet.

Vögel

Bei Vögeln wurden im September 218 WNV-Ausbrüche gemeldet (192 im Vormonat). Die meisten Meldungen kamen aus Italien (102), gefolgt von Belgien (78), Deutschland (14), Kroatien (7), Frankreich (4), Slowenien (4), Spanien (4), Österreich (4) und Nordmazedonien (1).

Im Zeitraum von Juni bis September wurden die meisten Ausbrüche bei Nebelkrähen (87) und Elstern (70) gemeldet. Weitere häufig betroffene Vogelarten waren Rabenkrähen (18), Amseln (13), Turmfalken (10), Steinkäuze (10), Ringeltauben (7), Habichte (7), Mittelmeermöwen (6), Eichelhäher (5) und Turteltauben (5). Quelle: ECDC West Nile Virus Monthly Joint Report.

In Österreich wurde das West-Nil-Virus der Linie 2 (WNV-2) in vier Ausbrüchen bei insgesamt sechs Vögeln nachgewiesen:

  • 1 Sperber, Baden, Niederösterreich

  • 1 Nebelkrähe, 1220, Wien

  • 3 Schwalbensittiche, 1130, Wien

  • 1 Krähe, 1220, Wien

Menschen

Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) hatte im Juni mit der Veröffentlichung der wöchentlichen saisonalen WNV-Berichte begonnen. Das ECDC geht von einer Übertragungssaison von Juni bis November aus. Seit Beginn der Übertragungssaison 2026 bis zum 30. September 2026 wurden in Europa insgesamt 1 765 WNV-Fälle beim Menschen gemeldet. Die meisten Fälle verzeichneten Italien (721), Griechenland (420), Spanien (131), Frankreich (128), Rumänien (117), Nordmazedonien (70), Niederlande (57), Serbien (53), Kroatien (15), Belgien (14), Zypern (13), Österreich (8), Kosovo* (7), Ungarn (5), Deutschland (4) und Albanien (2).

In Österreich wurden im Jahr 2026 bislang acht WNV-Infektionen beim Menschen nachgewiesen.

Tabelle WNV-Ausbrüche: Anzahl der im ADIS gemeldeten WNV-Ausbrüche für Vogel (VO), Equid (EQ) im Zeitraum von 01.07.2026 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Juli
August
September
VO EQ VO EQ VO EQ
Italien 70 5 149 31 102 25
Frankreich 5 6 0 129 4 75
Belgien 1 0 19 8 78 35
Spanien 3 0 5 8 4 10
Deutschland 0 0 4 2 14 9
Niederlande 0 0 1 5 0 19
Kroatien 0 0 6 3 7 2
Griechenland 0 5 0 4 0 5
Österreich 1 0 5 3 4 1
Nordmazedonien 0 0 3 0 1 0
Slowenien 0 0 0 0 4 0
Ungarn 0 0 0 0 0 3
Portugal 0 0 0 0 0 2
Schweiz 0 0 0 1 0 0
Zypern 0 0 0 0 0 1
GESAMT 80 16 192 194 218 187

Kommentar

Italien bleibt auch 2026 das am stärksten betroffenes Land und meldet die höchste Zahl an humanen Fällen sowie Ausbrüchen bei Vögeln. Griechenland verzeichnete zu diesem Zeitpunkt des Jahres eine Rekordzahl an WNV-Fällen beim Menschen. In den Niederlanden wurde 2026 ein deutlicher Anstieg der WNV-Nachweise bei Pferden sowie der Humanfälle beobachtet. Dabei handelt es sich um die ersten gemeldeten Humanfälle seit 2020. Belgien meldete 2026 die ersten autochthonen Humanfälle. Nach dem erstmaligen WNV-Nachweis bei Wildvögeln im Jahr 2025 kam es 2026 zu einer deutlichen Zunahme der Nachweise bei Vögeln, Pferden und Menschen, was auf eine etablierte Viruszirkulation im Land hinweist. In Nordmazedonien wurden 2026 erstmals WNV-positive Vögel nachgewiesen; gleichzeitig wurden zahlreiche Humanfälle registriert, darunter auch Todesfälle, mit einer Fallsterblichkeitsrate von etwa 13 %. Quelle: ECDC West Nile Virus Monthly Joint Report.

Einen Überblick über die WNV-Infektionen bei Menschen in der EU und den EU-Nachbarländern erhalten Sie auf der ECDC-interaktiven Karte.

Weitere Informationen zur Vorbeugung einer Infektion sowie eine Karte mit der räumlichen Verteilung der WNV-Nachweise in Österreich finden Sie auf der Homepage der AGES.

Mit der Epimap der AGES steht ein kostenloses und frei zugängliches Tool zur Verfügung, mit dem die aktuelle Seuchensituation in Europa für WNV und weitere Tierseuchen nachvollzogen werden kann.

Quellen

ADIS, ECDC, ISS, ECDC


Das Risiko, dass die Tierseuche/Tierkrankheit in Österreich auftritt ist mittel. Erhöhte Aufmerksamkeit ist angezeigt.

Maul- und Klauenseuche

Situation

Im Berichtszeitraum September (Stichtag 05.10.2026) wurden weiterhin Ausbrüche aus Griechenland (Lesbos) in das ADIS gemeldet. Die Türkei meldete nach ausbleibenden Ausbruchsmeldungen im Juli und August zwei neue Ausbrüche, während aus Zypern keine weiteren Ausbrüche berichtet wurden. In Zypern wurden in einer ersten Impfrunde über 90% der Rinder- und Schaf- bzw. Ziegenbestände geimpft. Bei Kontrolluntersuchungen nach der Impfung fielen bisher zwei Betriebe auf, die Antikörper gegen MKS-Feldvirus aufwiesen und damit vermutlich eine Infektion vor oder während der Impfung durchgemacht haben (Quelle: PAFF Meeting, September 2026, FMD Cyprus).

Auf der griechischen Insel Lesbos blieb die MKS-Situation (Serotyp SAT-1) im September weitgehend unverändert. Es wurden 11 Ausbrüche gemeldet, verglichen mit 28 Ausbrüchen im Vormonat. Bemerkenswert ist die große Zahl an betroffenen Schaf-/Ziegenhaltungen. Damit übereinstimmend wurde der größte Anteil der Ausbrüche auf Lesbos rein serologisch bestätigt. Die griechische Zentralregierung berichtete über Schwierigkeiten bei der Umsetzung der MKS-Bekämpfungsmaßnahmen, nachdem der Regionalrat der Nördlichen Ägäis Probenahmen und Keulungen ausgesetzt hatte. Die Entscheidung wurde später von der Dezentralisierten Verwaltung der Ägäis aufgehoben und die Maßnahmen wieder aufgenommen (Quelle: PAFF Meeting, September 2026, FMD Greece). Nach wie vor wird auf Lesbos nicht geimpft.

Das Risiko für Österreich wird aktuell als mittel eingestuft.

Das endemische Vorkommen von MKS in Ländern in unmittelbarer Nachbarschaft zur Europäischen Union aber auch in anderen Weltregionen ist Anlass zu unverminderter Aufmerksamkeit gegenüber einer möglichen Einschleppung der Seuche. Bei Verdachtsfällen oder einem unklaren Krankheitsbild empfänglicher Tierarten sollte immer eine Ausschlussuntersuchung auf MKS erfolgen.

Eine prophylaktische Impfung ist in der EU verboten. Es gibt keine Behandlungsmöglichkeit für erkrankte Tiere. In einem MKS-positiven Betrieb müssen alle empfänglichen Tiere getötet werden.

Für den Menschen ist die MKS ungefährlich.

Mit der Risikoampel der Universität Vechta können Rinderhaltungen anonym und kostenlos ihren Stand der Biosicherheit bewerten. Geeignete Desinfektionsmittel können Sie der DVG-Desinfektionsliste für den Tierhaltungsbereich entnehmen. Für eine Wirksamkeit gegen das MKS-Virus ist hier der Wirkungsbereich 7a, unbehüllte Viren (Viruzidie) auszuwählen, sowie die Temperatur und die Einwirkzeit anzugeben.

Ein Informationsblatt mit den grundlegenden Informationen zur MKS finden Sie hier. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Maul- und Klauenseuche finden Sie hier.

Tabelle MKS-Ausbrüche: Anzahl der im ADIS gemeldeten MKS-Ausbrüche im Zeitraum von 01.07.2026 bis 30.09.2026 (Stichtag: 05.10.2026).
Jul Aug Sep
Griechenland 35 28 11
Türkei 0 0 2
GESAMT 35 28 13

Quellen

KVG, AGES, Europäische Kommission, ekathimerini.com

| 1 min read
Tierseuchenradar

Last updated: 08.09.2023

automatically translated

Jump to top