Qualitätssicherung bei Futtermitteln

Zuletzt geändert: 15.01.2015
Futtermittel und Hühner
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Hühner picken Maiskörner

Salmonellen gehören neben Mykotoxinen zu den größten Problemfeldern in Futtermitteln. Einerseits können sie nicht nur die Gesundheit von Tieren gefährden, sondern über Lebensmittel auch die Gesundheit der Menschen. Andererseits können sie schwere wirtschaftliche Einbußen für Tierhalter mit sich bringen, wenn z B. Salmonellen über Futtermittel in salmonellenfreie Tierbestände eingetragen werden.

Futtermittelunternehmer sind für die Sicherheit von Futtermitteln auf allen Stufen der Produktion, Verarbeitung, Transport und Handel verantwortlich. In Österreich sind alle Futtermittelunternehmer bei der zuständigen Behörde, dem Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) registriert; das bedeutet, dass Futtermittel nur von registrierten Futtermittelunternehmern bezogen werden dürfen. Unternehmen sind verpflichtet, auf Anfrage der Behörde jederzeit ihre Zulieferanten sowie auch Kunden bekannt zu geben.

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Futtermittel und Hühner
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Hühner picken Maiskörner

Salmonellen gehören neben Mykotoxinen zu den größten Problemfeldern in Futtermitteln. Einerseits können sie nicht nur die Gesundheit von Tieren gefährden, sondern über Lebensmittel auch die Gesundheit der Menschen. Andererseits können sie schwere wirtschaftliche Einbußen für Tierhalter mit sich bringen, wenn z B. Salmonellen über Futtermittel in salmonellenfreie Tierbestände eingetragen werden.

Futtermittelunternehmer sind für die Sicherheit von Futtermitteln auf allen Stufen der Produktion, Verarbeitung, Transport und Handel verantwortlich. In Österreich sind alle Futtermittelunternehmer bei der zuständigen Behörde, dem Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) registriert; das bedeutet, dass Futtermittel nur von registrierten Futtermittelunternehmern bezogen werden dürfen. Unternehmen sind verpflichtet, auf Anfrage der Behörde jederzeit ihre Zulieferanten sowie auch Kunden bekannt zu geben.

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Salmonellen

Salmonellen gehören weltweit zu den häufigsten Erregern lebensmittelbedingter Infektionskrankheiten. Aus diesem Grund haben schon vor mehreren Jahren die Mitgliedstaaten der EU Salmonellenbekämpfungsprogramme bei den verschiedenen Geflügelpopulationen beschlossen. Umso wichtiger ist es, den Eintrag von Salmonellen über Futtermittel in Geflügelbestände zu verhindern.

Die EU hat für jeden Mitgliedstaat Höchstwerte pro Jahr festgelegt, mit denen die Herden von Geflügel mit S. Enteritidis und S. Typhimurium inklusive der monophasischen Variante maximal belastet sein dürfen: Dieser liegt für Legehennen bei 2 %, für Masthühner und Puten bei 1 % und für Elterntiere von Hühnern (zusätzlich zu S. Enteritidis und S. Typhimurium fallen hier noch S. Infantis, S. Virchow und S. Hadar in die Zielvorgaben) bei 1 %. Im Jahr 2014 wurden in Österreich die vorgegebenen Ziele bei Legehennen, Masthühnern, Puten und Elterntieren erreicht.

Ergebnisse des Salmonella-Bekämpfungsprogramms 2014

Die Österreichische Qualitätsgeflügelvereinigung (QGV) hat als anerkannter bundesweiter Geflügelgesundheitsdienst die elektronische Datenbank zur gesamten österreichischen Geflügelproduktion (Poultry Health Data, PHD) etabliert. Durch die Zusammenarbeit des QGV mit der AGES konnten in den vergangenen drei Jahren der Ursprung von Salmonellenverunreinigungen in Import-Futtermitteln aus Italien und Bosnien-Herzegowina abgeklärt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Die AGES hat überdies im Jahr 2014 in Zusammenarbeit mit VertreterInnen der Mischfutterbranche, der Ölmühlen und des Futtermittelgroßhandels Empfehlungen für die Eigenkontrolle zur Beherrschung von Salmonellenkontaminationen in Futtermitteln erstellt. Diese Leitlinie ermöglicht beim Auftreten von Salmonellen ein abgestimmtes Vorgehen und schafft mehr Bewusstsein im Hinblick auf Hygiene.

Empfehlungen zur Beherrschung von Salmonellen in der Futtermittelproduktion

Mykotoxine

Mykotoxine

Mykotoxine sind Schimmelpilzgifte. Während sie früher bei Menschen eine häufige Krankheitsursache waren, z. B. Mutterkornvergiftung, stellen sie heutzutage aufgrund einer hochwertigen Lebensmittelherstellung keine akute Bedrohung für den Menschen mehr dar. Nutztiere, v. a. Schwein, Geflügel und Pferd, sind hingegen gefährdet, wenn sie verschimmelte Futtermittel fressen. Kontaminiertes Futter ist für eine Reihe von Erkrankungen verantwortlich, wie z. B. das Östrogensyndrom bei Schweinen, Futterverweigerung oder Erkrankung von Truthähnen.

Die Bildung von Schimmelpilzen auf Getreide ist stark witterungsabhängig. Das bedeutet, dass man abschätzen kann, ob sich in einem Erntejahr eine Mykotoxinproblem ergeben kann. So konnte man zum Beispiel im Jahr 2012 damit rechnen, dass die Maisernte im europäischen Süden (Italien, Griechenland) stärker mit dem Schimmelpilzgift Aflatoxin belastet sein würde. Daher wurde durch das BAES bereits für die Kontrolle der Ernte 2012 vorausschauend erhöhtes Augenmerk auf Aflatoxin in Mais gelegt. Auch die heimische Futtermittel-Wirtschaft wurde über diese Thematik informiert. Nicht zuletzt konnten durch den Informationsaustausch zwischen den europäischen Behörden belastete Futtermittel-Chargen aus dem Verkehr gezogen werden, bevor sie zu Futtermitteln weiterverarbeitet wurden.

In Österreich wird in Kooperation zwischen AGES, den Bundesländern Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark, Maiszüchtern und Wirtschaftsbeteiligten ein Mykotoxinmonitoring bei Körnermais durchgeführt. Frühzeitige jährliche Monitoringergebnisse sind sowohl für Futtermittel erzeugende Betriebe als auch für die Mais verarbeitenden Industriebetriebe von großer Bedeutung.

Antibiotika

Der Einsatz von antibiotischen Leistungsförderern als Futtermittelzusatzstoff ist seit dem Jahr 2006 verboten. In der amtlichen Futtermittelkontrolle werden Antibiotika in Futtermitteln standardmäßig untersucht. Zwischen 2010 und 2014 wurden insgesamt 1.527 Futtermittel auf Arzneimittel und Hormone untersucht und keine (0) Rückstände von Antibiotika in Futtermitteln gefunden.

Zur prophylaktischen Behandlung von Kokzidiose (eine durch Einzeller verursachte Darmerkrankung bei Hühnern) sind noch einige Kokzidiostatika für Mastgeflügel, Junghennen und Kaninchen zulässig. Zur Therapie eines kranken Bestandes oder Tieres eingesetzte Antibiotika und Kokzidiostatika benötigen eine Konsultation und eine Verschreibung eines registrierten Betreuungstierarztes. Darüber hinaus sind genaueste Aufzeichnungen über den Einsatz inkl. Wartezeiten zu führen.

Futtermittelbroschüre 2014

pastus+ Zertifizierungsstelle

Logo von Pastus +

Das Zertifizierungsprogramm pastus+ ist ein Qualitätssicherungssystem mit dem Ziel über den gesetzlichen Mindeststandard hinaus, einheitliche Qualitätskriterien festzusetzen um ein Erreichen der Anforderungen von Qualitätsprogrammen im Lebensmittelbereich (z.B.: AMA-Gütesiegel) transparent auf allen Stufen der Vermarktungsebenen sicherzustellen.

Was ist das Qualitätssicherungsprogramm pastus+?

Das Zertifizierungsprogramm pastus+ ist ein Qualitätssicherungssystem mit dem Ziel, einheitliche Qualitätskriterien für Futtermittel über die gesetzlichen Anforderungen hinaus festzusetzen. Damit werden Anforderungen von Qualitätsprogrammen im Lebensmittelbereich (z.B.: AMA-Gütesiegel) transparent auf allen Stufen der Vermarktungsebenen erfüllt.

Mit welchen Kosten muss man bei einer Zertifizierung rechnen bzw. Wo finde ich weitere Informationen zu pastus+?

Neben den Downloads der Seite finden Sie weitere Informationen auf der Homepage der AMA.
Gerne erstellen wir Ihnen ein Angebot und stehen Ihnen für Auskünfte zur Verfügung.

Kontaktieren Sie uns unter zertifizierungsstelle@ages.at bzw. +43(0)5 0555 33216.

"Beschwerden sowie positive Rückmeldungen betreffend die Aktivitäten der AGES GmbH - Zertifizierungsstelle für Produkte bzw.unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sie per Email unter zertifizierungsstelle@ages.at einbringen.
Sie erhalten eine Nachricht in der Regel innerhalb von fünf Arbeitstagen."

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