Untersuchung von Knetmassen und Spielzeugschleim

Endbericht der Schwerpunktaktion A-041-19

veröffentlicht am: 01.07.2020

Ziel der Schwerpunktaktion war die Überprüfung von Knetmassen und Spielzeugschleim auf Sicher-heitsaspekte, speziell auf die Einhaltung der Migrationsgrenzwerte bestimmter Elemente.

65 Proben aus ganz Österreich wurden untersucht; davon 32 Spielzeugschleime und 33 Knetmassen. 22 Proben wurden beanstandet (zum Teil auch Mehrfachbeanstandungen):

  • drei Proben wurden wegen Sicherheitsmängeln beanstandet davon:

    • zwei Spielzeugschleime auf Grund hoher Migrationswerte bezüglich Bor
    • eine Knetmasse auf Grund hoher Migrationswerte bezüglich Chrom VI

  • bei fünf Proben wurde auf mögliche Sicherheitsmängel hingewiesen
  • die restlichen Beanstandungen betrafen Kennzeichnungsmängel wie z. B. mangelhafte Warnhinweise oder fehlende CE-Kennzeichnung

Für bestimmte Elemente (insgesamt 17 verschiedene Elemente wie Blei, Arsen, Chrom VI, Quecksilber oder Bor) sind Migrationsgrenzwerte für unterschiedliche Spielzeugmaterialien festgelegt.
Vor allem das Element Bor steht bei derartigen Produkten schon längere Zeit im Fokus der Auf-merksamkeit. Bor wird vor allem bei der Herstellung von Spielzeugschleimen über Borsäure z. B. als Vernetzungsmittel eingesetzt und beeinflusst die Viskosität und die Konsistenz des Produktes. Verschlucken oder Hautkontakt mit einer übermäßigen Menge von Bor kann die Gesundheit von Kindern schädigen und mögliche Schäden am Fortpflanzungssystem verursachen.

Chrom VI wird bei Spielzeugmaterial vor allem bei Farbe und Lacken oder auch Farbpigmenten und Tinten eingesetzt. Es hat reizende Eigenschaften, kann allergische Reaktionen auslösen und vor allem bei Einatmung schwere gesundheitliche Folgen mit sich ziehen.

Amtliche Lebensmittelkontrolle durch Schwerpunktaktionen: Begriffe und Definitionen


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