Untersuchung von Fleischwaren von Direktvermarktern

Endbericht der Schwerpunktaktion A-029-19

veröffentlicht am: 26.06.2020

Im Rahmen dieser Schwerpunktaktion sollten die Belastung von Räucher- und Pökelwaren mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), Kontaminationen mit Listerien sowie eine mögliche Verwendung von Separatorenfleisch oder sonstigen nicht vorgesehenen Zutaten in Kochwürsten untersucht werden.

75 Proben aus ganz Österreich wurden untersucht. Vier Proben wurden beanstandet:

  • drei Proben waren wegen Listerien gesundheitsschädlich bzw. für den menschlichen Verzehr ungeeignet
  • eine Probe war gesundheitsschädlich, da die Grenzwerte für Benzo(a)pyren und PAKs über-schritten waren.

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen, wenn Lebensmittel unsachgemäß gegrillt, geräuchert oder getrocknet werden und dabei mit offenem, rauchendem Feuer in Berührung kommen. Zahlreiche dieser Verbindungen gelten als krebserregend.

Listerien kommen in der Umwelt weit verbreitet vor, sowohl in Abwässern, der Erde und auf Pflanzen. Auch Lebensmittel tierischer Herkunft wie Rohmilch, Schmierkäse, Räucherfisch oder rohes Fleisch können während der Gewinnung (z. B. beim Melken oder Schlachten) oder der Herstellung verunreinigt werden. Auf Grund ihrer für Bakterien ungewöhnlichen Fähigkeit zu Wachstum auch bei niedrigen Temperaturen können sich Listerien sogar im Kühlschrank vermehren.

Amtliche Lebensmittelkontrolle durch Schwerpunktaktionen: Begriffe und Definitionen


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