Rückstände und Tierarten bei Fischen, Krebstieren und Weichtieren

Endbericht der Schwerpunktaktion A-043-19

veröffentlicht am: 26.06.2020

Ziel der Schwerpunktaktion war die Überprüfung der aktuellen Situation auf dem österreichischen Markt.

85 Proben aus ganz Österreich untersucht. 8 Proben wurden beanstandet:

  • bei einer Probe Miesmuscheln war das Schwermetall anorganisches Arsen nachweisbar. Die Probe wurde als nicht sicher für den menschlichen Verzehr ungeeignet beurteilt
  • bei einer Probe Garnelen war der Höchstgehalt für das Pestizid Diuron überschritten
  • bei einer Probe Garnelen wurde 3,4-Dichloranilin, ein Metabolit des Pestizids Diuron nach-gewiesen
  • fünf Proben (drei Proben Pangasius und zwei Proben Garnelen) wurden aufgrund des Vorhandenseins des Akarizids Fipronil bzw. dessen Metaboliten beanstandet.

Rückstände gelangen aus der Anwendung durch den Menschen in das tierische Lebensmittel. Zu Rückständen zählen z. B. Tierarzneimittel und Pestizide, sie können für den Menschen gesundheitsschädlich sein. Eine Vermeidung dieser unerwünschten Substanzen ist unmittelbar durch konkrete Maßnahmen möglich.

Kontaminanten sind zumeist Stoffe, die aufgrund von Umweltbelastungen in tierischen Lebensmitteln angereichert werden, wie z.B. Schwermetalle. Da eine Vermeidung dieser gesundheitsschädlichen Stoffe nicht zur Gänze möglich ist werden Höchstgehalte nach dem ALARA-Prinzip (so wenig wie in vernünftiger Weise möglich) festgelegt. Sowohl Fische als auch Meeresfrüchte enthalten sehr häufig Schwermetalle.

Amtliche Lebensmittelkontrolle durch Schwerpunktaktionen: Begriffe und Definitionen


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