Rohmilch in Milchautomaten – Mikrobiologie und QAV

Endbericht der Schwerpunktaktion A-803-17

Ziel der Schwerpunktaktion war es, Rohmilch, die direkt aus dem Rohmilchautomaten entnommen werden kann, auf ihren mikrobiologischen Status und auf Rückstände von Reinigungsmitteln zu überprüfen.

74 Proben aus ganz Österreich wurden untersucht. 21 Proben wurden beanstandet:

  • zwei Proben enthielten Bakterien der Gattung Campylobacter jejuni bzw. vero/shigatoxinbildende Escherichia coli. Bei beiden Proben war der gemäß Rohmilchverordnung vorgeschriebene Hinweis „Rohmilch, vor dem Verzehr abkochen“ nicht bzw. nicht ordnungsgemäß angebracht. Die Proben wurden als gesundheitsschädlich beurteilt
  • 19 Proben wurden wegen erhöhter mikrobiologischer Keimzahlen beanstandet
  • keine Probe wurde wegen Rückständen von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln beanstandet.

Rohmilch wird nach dem Melken nur filtriert und gekühlt und kann mit pathogenen Bakterien wie Listerien, Campylobacter oder STEC (shigatoxinbildende Escherichia coli) kontaminiert sein. Infektionen mit diesen Bakterien können zu schwerwiegenden Krankheiten mit unter Umständen lebensbedrohlichen Folgen führen.

Amtliche Lebensmittelkontrolle durch Schwerpunktaktionen: Begriffe und Definitionen


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