DOI-Nummer: 10.23764/0002

Die Risikowahrnehmung österreichischer JournalistInnen im Themencluster Lebensmittelsicherheit 2016

veröffentlicht am: 24.03.2017

Die Risikowahrnehmung von JournalistInnen ist ein wesentlicher Faktor, um den Prozess der Vermittlung von Risikoinformationen besser zu verstehen. JournalistInnen konstruieren Realität. Der Untersuchung, die ihren Fokus auf die journalistische Wahrnehmung von Lebensmittelrisiken sowie die Einschätzung der öffentlichen Risikowahrnehmung legt, liegt eine quantitative Befragung zu Grunde. Die gewonnenen Daten wurden deskriptiv dargestellt und im Zusammenhang mit sozialstatistischen Merkmalen ausgewertet, sowie in Form einer Risikomatrix dargestellt. Die Ergebnisse, die als Tendenzen in der Risikowahrnehmung von JournalistInnen zu werten sind, sollen eine Grundlage für weiterführende (Agenda-Setting)-Untersuchungen bilden. Es hat sich gezeigt, dass Gefahren wie Kontaminanten in Fleisch oder Pestizidrückstände auf pflanzlichen Nahrungsmitteln als wesentliche Gefahren erachtet werden, was sich auch mit der Medienberichterstattung der letzten Jahre deckt. Es werden also vor allem die physisch-chemischen Gefahrengruppen als bedrohlich erachtet, während beispielsweise Ernährungsfehlern weniger Bedeutung zugemessen wird. Im Zusammenhang mit den von den JournalistInnen bevorzugten Recherchequellen hat sich die Tendenz gezeigt, dass vor allem jene, die Verbraucherschutzinformationen in die Berichterstattung einfließen lassen, physisch-chemische Gefahren und neue Technologien als relevant erachten. Die Auswertung nach sozialstatistischen Merkmalen ergab einen schwach-signifikanten Unterschied hinsichtlich einer höheren Beunruhigung gegenüber den physisch-chemischen Gefahren auf Seiten der Frauen, während Männer einen leicht höheren Be-unruhigungsgrad bei den Ernährungsfehlern aufweisen

C. EISNER, U. ALDRIAN, L. STADLMÜLLER, K. FUCHS, I. KIEFER*

The risk perception of Austrian journalists in the subject area of food security

veröffentlicht am: 24.03.2017

Journalists‘ risk perception is an essential factor for the understanding of the process of transferring risk-information. Journalists do construct reality. The study focusses on journalists’ perception of food risks as well as their assessment of the public risk perception. It is based on a quantitative survey. The data were presented as descriptive statistics and connected with socio-demographic characteristics, additionally shown as a risk-matrix. The results, which should be seen as tendencies in journalists’ risk perception should give a base to further investigations that could focus on the Agenda-Setting-Theory. The findings show, that especially contaminants in meat and pesticide residues in plant products are seen as a serious threat, what corresponds to the news coverage of the last years. Especially physical and chemical hazards are in the focus, whereas malnutrition is less considered to be dangerous. Connected to the main recherché sources of the test persons, there is a tendency of a connection between consumer protective information and a fear of physical and chemical hazards as well as new technologies in food production. The connection of hazards and socio-demographic factors shows weak evidence, that women are more aware of chemical and physical hazards whereas men consider more about malnutrition.

C. EISNER, U. ALDRIAN, L. STADLMÜLLER, K. FUCHS, I. KIEFER*


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