Nickel in Lebensmitteln

Allgemeine Aspekte und aktuelle Untersuchungsergebnisse

veröffentlicht am: 15.06.2021

Nickel gehört zu den Spurenelementen, die der Mensch für die Aufrechterhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit über die Nahrung aufnehmen muss. Für Spurenelemente gilt allerdings auch, dass eine überhöhte Aufnahme toxische Erscheinungen verursachen kann. Nickel kann bei chronischer oraler Aufnahme nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit haben sowie bei hoher Aufnahme akute Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Zudem gilt Nickel als häufigster Auslöser von Kontaktallergien.

In ihrer Scientific Opinion 2020 kommt die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) zu dem Schluss, dass für sensibilisierte Personen akute Risiken bestehen. Bezüglich chronischer Effekte könnten vor allem Säuglinge, Kleinkinder und Kinder mit einer höheren Nickelaufnahme einem möglichen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt sein. Die durchschnittliche chronische Nickelaufnahme liegt im Bereich von 1,89 μg/kg KG/Tag für ältere Personen bis hin zu 14,6 μg/kg KG/Tag für Kleinkinder. Den höchsten Anteil an der Exposition in allen Altersklassen nimmt die Produktgruppe Getreide und Getreideprodukte ein.

Im Jahre 2020 wurden in Österreich 410 Proben unterschiedlicher Warengruppen auf Nickel untersucht. Bei einem Großteil der Warengruppen liegen die Gehalte im niedrigen Bereich. Die höchsten Nickelgehalte wurden in Tee und teeähnlichen Erzeugnissen gemessen. Personen, die eine nickelarme Diät einhalten müssen, können sich an Lebensmitteltabellen orientieren, die Lebensmittel in nickelreiche und nickelarme Produkte einteilen. Bei der Zubereitung säurehaltiger Lebensmittel wird die Verwendung von Geschirr aus Glas, Keramik, Ton oder von speziellem nickelfreiem Kochgeschirr empfohlen. Der Hautkontakt mit nickelhaltigen Gegenständen sowie der Zigarettenrauch sollten vermieden werden.


x