Machbarkeit von Probenpools für die molekulare SARS-CoV-2-Diagnostik

veröffentlicht am: 29.10.2021

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach molekularen SARS-CoV-2-Tests massiv angestiegen. Aufgrund von Engpässen von SARS-COV-2-RT-PCR-Tests in der frühen Phase der Pandemie waren viele Veterinärlabors, wie das AGES-Institut für Tierseuchenbekämpfung, an RT-PCR-Tests von Humanproben beteiligt. Es wurden Möglichkeiten zur Erhöhung des Probendurchsatzes bei gleichzeitiger Einsparung von wertvollen Verbrauchsmaterialien verfolgt. Im Jahr 2020 wurde eine Studie veröffentlicht, die die wirtschaftlichen Vorteile von Probenpools aufzeigt. Ein potenzieller Nachteil des Pooling ist, dass infizierte Personen mit sehr niedrigen Viruslasten aufgrund der Verdünnung des Analyten übersehen werden könnten. Außerdem birgt der Pooling-Prozess selbst das Risiko einer Verwechslung der Proben. Dennoch wurde das Pooling schon früh für das retrospektive Screening einer großen Zahl von Personen in den USA eingesetzt. Seitdem hat sich eine Reihe von Veröffentlichungen mit der Pooling-Problematik befasst, von denen einige nur ausgewählte Pool-Größen getestet haben (z. B. Pools von fünf oder zehn Proben), während andere ein breiteres Spektrum möglicher Pool-Größen getestet haben. Letzteres ist besonders wichtig, da die optimale Poolgröße von der Empfindlichkeit des Tests und der angenommenen Virusprävalenz in der beprobten Population abhängt. Hier stellen wir experimentelle Daten vor, die den Einfluss der Poolgröße auf die Erkennung von Proben mit stark variierenden Viruslasten belegen, und zeigen, dass der Pooling-Ansatz leicht im Labor realisiert werden kann, wie ein teilweise blindes Pooling-Experiment beweist.


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