Listerien in Blauschimmelkäse

Endbericht der Schwerpunktaktion A-804-17

veröffentlicht am: 24.07.2018

Ziel der Schwerpunktaktion „Listerien in Blauschimmelkäse“ war die Erhebung des Ausmaßes der Verun-reinigung von Blauschimmelkäse mit Listeria monocytogenes. Insgesamt wurden 70 Proben (Herkunft EU) untersucht.

  • Keine einzige Probe musste beanstandet werden

Blauschimmelkäse gehören zur Gruppe der Weichkäse und werden überwiegend aus pasteurisierter Milch hergestellt. Für das typische Aroma und Aussehen dieser Käse sind spezielle Schimmelkulturen (meist Penicillium roqueforti) verantwortlich. Wie alle Weichkäse bilden auch Schimmelkäse im Zuge der Reifung eine Rinde, die sich nicht nur in der Zusammensetzung der Reifungsflora, sondern auch durch chemische Parameter (z. B. pH-Wert) vom Käseinneren unterscheidet. Der Anstieg des pH-Wertes in den Randbereichen des Käses bietet eventuell vorhandenen Listerien gute Vermehrungsbedingungen und macht Blauschimmelkäse, wie auch andere Weichkäse (geschmierte Weichkäse, Weißschimmelkäse) zu Risikoprodukten hinsichtlich Listerien.

Amtliche Lebensmittelkontrolle durch Schwerpunktaktionen: Begriffe und Definitionen


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