Kosmetische Mittel aus Wellnesshotels

Endbericht der Schwerpunktaktion A-019-19

veröffentlicht am: 26.06.2020

Ziel dieser Schwerpunktaktion war es, direkt in (Wellness-) Hotels kosmetische Mittel zu überprüfen, die entweder in hoteleigenen Shops oder im Kosmetik/Massagebereich dem Kunden zum Verkauf für Anwendungen zu Hause angeboten werden.

50 Proben aus fünf Bundesländern wurden untersucht. 21 Proben wurden (zum Teil mehrfach) beanstandet:

  • elf Proben wurden aufgrund von irreführenden Angaben beanstandet:

    • sieben Produkte warben mit Naturkosmetik oder sinngemäß mit „natürlich/natural“, obwohl chemisch synthetisierte Stoffe eingesetzt wurden
    • ein Produkt hatte in seinem Markennamen „Bio“, obwohl es sich um kein Bio-zertifiziertes Kosmetikum handelt und chemisch synthetisierte Stoffe eingesetzt wurden
    • ein Produkt wurde „mit Hyaluron“ beworben, das jedoch laut Bestandteilliste nicht enthal-ten war
    • auf einem Duschprodukt stand „wirkt entschlackend“. Diese Werbeaussage ist nicht klar und enthält keine Information, die eine fundierte Kaufentscheidung ermöglicht
    • ein Produkt warb mit „free from DEA“, obwohl DEA (Diethanolamin) in Kosmetika nicht erlaubt ist. Mit der Einhaltung von Rechtsvorschriften darf auf Kosmetika nicht geworben werden

  • acht Proben wurden aufgrund fehlender oder mangelhafter Kennzeichnung beanstandet
  • vier Proben wurden aufgrund fehlender Notifizierung beanstandet
  • ein Produkt wurde vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) als Arzneimittel eingestuft.

Kosmetische Mittel werden in vielen Hotels angeboten, entweder direkt im Kosmetik/Massagesalon des Hotels oder in einem hoteleigenen Shop. So können kosmetische Mittel, die bei den Hotelgästen bereits bei Massagen oder anderen Kosmetikbehandlungen angewandt wurden, auch für Anwendungen zu Hause erworben werden. Aufliegende Werbe- und Begleitbroschüren wurden ebenfalls überprüft.

Amtliche Lebensmittelkontrolle durch Schwerpunktaktionen: Begriffe und Definitionen


x