Kontaminanten in Aufstrichen auf Nussbasis

Endbericht der Schwerpunktaktion A-007-18

veröffentlicht am: 18.10.2018

Mit der Schwerpunktaktion wurden die Gehalte der Kontaminanten Mykotoxine und Fettsäureester in dieser Produktgruppe überprüft.

35 Proben aus ganz Österreich wurden untersucht. Keine Probe wurde wegen Mykotoxinen oder Fettsäureestern beanstandet

Aufstriche auf Nussbasis sind zusammengesetzte Lebensmittel, deren wesentliche Bestandteile, neben Zucker, Nüsse oder andere Schalenfrüchte und pflanzliche Fette und Öle bilden. Bei diesen Rohstoffen kann es Kontaminationen mit Mykotoxinen (Nüsse) und Fettsäureestern (z. B. aus Palmöl) geben.

Mykotoxine sind Schimmelpilzgifte. Sie gehören zu den stärksten in der Natur vorkommenden Giften und krebserzeugenden Stoffen. Die Schimmelpilze kommen in der Natur häufig vor - in der Erde, in verrottender Vegetation, in Heu und Getreide - und können pflanzliche Produkte und Lebensmittel befallen. Besonders häufig besiedeln sie ölhaltige und stärkehaltige pflanzliche Lebensmittel wie beispielsweise Pistazien und Erdnüsse, vor allem bei Wärme und Feuchtigkeit.

Freies MCPD (3- und 2-Monochlorpropandiol) und dessen Ester sowie Glycidyl-Fettsäureester sind sogenannte „Prozess-Kontaminanten“, da sie vor allem bei der Herstellung von pflanzlichen Fetten und Ölen entstehen. Pflanzliche Fette und Öle werden hoch erhitzt, damit unangenehme und bittere Geruchs- und Geschmacksstoffe entfernt werden (Raffination). Die dabei entstehenden MCPD-Fettsäureester (ab 150 °C) und Glycidyl-Fettsäureester (ab 200 °C) können somit in allen raffinierten pflanzlichen Fetten und Ölen enthalten sein.

Amtliche Lebensmittelkontrolle durch Schwerpunktaktionen: Begriffe und Definitionen


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