Covid-19: Kollateral-Benefits am Beispiel von Norovirus Infektionen in Österreich

veröffentlicht am: 28.12.2020

Noroviren sind Infektionserreger, die Magen-Darm-Grippe verursachen. Bei Noroviren handelt es sich, ebenso wie bei SARS CoV-2, um Einzelstrang-RNA-Viren. Durch die hohe Stabilität von Noroviren in der Umwelt und der niedrigen Infektionsdosis kommt es vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Seniorenresidenzen immer wieder zu Norovirus-Ausbrüchen mit einer großen Anzahl an Erkrankten. Norovirus-Erkrankungen treten gehäuft in den Wintermonaten auf.
Die Epidemiologie der Norovirus Infektionen in Österreich hat sich seit Beginn der drastischen Maßnahmen zur Bekämpfung der SARS CoV-2 Pandemie weitgehend verändert. Die Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen, verstärkten Hygienemaßnahmen und letztendlich die verringerte Anzahl an Arztbesuchen bei gastrointestinalen Beschwerden, hat zu einer starken Reduktion an gemeldeten Norovirus-Fällen geführt. Solche Kollateral-Benefits durch die SARS CoV-2 Pandemie konnten auch schon für andere RNA Viren wie Rotaviren und Influenzaviren gezeigt werden.


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