Chemische Cocktails in Fisch mit Gemüsebeilage - Monitoring

Endbericht der Schwerpunktaktion A-024-19

veröffentlicht am: 27.05.2020

Ziel der Schwerpunktaktion war die Untersuchung spezifischer Lebensmittelkontaminanten in den einzelnen Komponenten eines häufig verzehrten zusammengesetzten Gerichts, wie Fisch mit Gemü-sebeilage. Dabei wurden die Daten zu sogenannten chemischen Cocktails mit nerventoxischer Wirkung (Quecksilber, einschl. Methyl-Quecksilber, Selen, Cadmium, Blei) erhoben. Der Schwerpunkt wurde auf das mögliche Zusammenwirken der Schadstoffe gelegt. Mit Monitoringaktionen werden bestimmte Fragestellungen abgeklärt, sie ziehen aber keine unmittelbaren Maßnahmen nach sich. Die zuständigen Behörden werden jedoch über einen Verdacht eines Verstoßes gegen die lebensmittelrechtlichen Vorschriften informiert.

15 Proben aus ganz Österreich wurden untersucht.

  • Keine Probe wurde beanstandet.

Gesundheitliche Risiken durch die Exposition mit verschiedensten kombinierten Schadstoffen, soge-nannten „chemischen Cocktails“, sind in den vergangenen Jahren EU-weit verstärkt in den Fokus so-wohl der Risikobewertung als auch des Risikomanagements gerückt. Im Zuge des durch das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) finanzierten Projekts „ChemCock – Bewertung des Risikos von chemischen Cocktails in Lebensmitteln“ wurde unter anderem festgestellt, dass durch das gleichzeitige Vorhandensein von mehreren Kontaminanten mit nerventoxischer Wirkung in einer Speise ein gesundheitliches Risiko nicht völlig ausgeschlossen werden kann. Da die zugrundeliegenden Berechnungen bisher aufgrund der unzureichenden Datenlage jedoch nur sehr allgemein gehalten werden konnten, war es wichtig, Daten zu einem realistischen Expositionsszenario, wie etwa einem in Österreich typischerweise verzehrten Gericht, zu erheben.

Amtliche Lebensmittelkontrolle durch Schwerpunktaktionen: Begriffe und Definitionen


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