Antibiotikaresistente Keime in Hühnerfleisch – Monitoring

Endbericht der Schwerpunktaktion A-800-18

Ziel der Schwerpunktaktion war die Beprobung und Gewinnung von Isolaten aus Bakterien der Gattung Escherichia coli, die ESBL (Extended-Spectrum-Betalaktamasen), AmpC (AmpC Beta-Laktamasen) oder Carbapenemase bilden. Die Bakterien wurden aus Hühnerfleisch gewonnen.

ESBL, AmpC und Carbapenemase sind Enzyme, die auf unterschiedliche Antibiotika (z. B. Penicillin) wirken und diese unwirksam machen können.

341 Proben Hühnerfleisch aus ganz Österreich wurden untersucht:

  • bei 127 Proben waren ESBL/ AmpC-bildende E. coli nachweisbar
  • Carbapenemase bildende E. coli waren in keiner Probe nachweisbar

Zur EU-weiten Überwachung und Meldung von Antibiotikaresistenzen bei zoonotischen und kommensalen Bakterien war für das Jahr 2018 die Untersuchung von mindestens 300 Lebensmittelproben auf E. coli, das ESBL oder AmpC oder Carbapenemase bildet, vorgesehen. Zoonotische Bakterien sind Bakterien, die Zoonosen hervorrufen können; das sind Erkrankungen, die von Wirbeltieren auf den Menschen und umgekehrt vom Menschen auf Wirbeltiere übertragbar sind. Kommensale Bakterien bringen ihrem Wirtsorganismus, wie zum Beispiel dem Menschen, weder Vor- noch Nachteile.

Im Jahr 2018 war die Beprobung von Geflügelfleisch (rohes, frisches Hühnerfleisch im Ganzen oder zerkleinert, originalverpackt, keine Innereien), aus dem Einzelhandel über das Bundesgebiet verteilt, vorgesehen. In den Jahren 2015 bis 2020 werden im Jahreswechsel Hühner- bzw. Schweine- und Rindfleisch beprobt. Seit dem Jahr 2017 wird die Probenziehung über eine Schwerpunktaktion abgewickelt.

Amtliche Lebensmittelkontrolle durch Schwerpunktaktionen: Begriffe und Definitionen


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