"Tea time" für die Forschung

Der Abbau organischen Materials ist entscheidend für das Wachstum und den Stoffwechsel von Pflanzen und Mikroorganismen: Durch Zersetzung und Mineralisierung werden die benötigten Nährstoffe verfügbar. Dabei wird auch das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre frei gesetzt. Ein schneller Abbau führt zu erhöhten CO2-Emissionen, während ein langsamer Abbau die Kohlenstoffspeicherung im Boden erhöht. Um den weltweiten CO2-Kreislauf besser zu verstehen ist es daher wichtig, mehr Informationen über die Zersetzungsraten in unterschiedlichen Böden zu sammeln.

Mit dieser Teebeutel-Methode können auch Laien weltweit einen wertvollen Beitrag für Wissenschaft und Umwelt leisten: Sie vergraben einfach Teebeutel im Boden, graben sie nach einiger Zeit wieder aus und wiegen sie. Der Gewichtsverlust zeigt an, wie viel Pflanzenmaterial, in diesem Fall Tee, zersetzt wurde. Diese einfache und billige Methode zur Bestimmung von Zersetzungsraten ist wissenschaftlich bestätigt, entsprechende Initiativen wurden bereits in zahlreichen Ländern der Erde gestartet.

Mit diesen Experimenten können weltweit vergleichbare Daten gewonnen werden, vor allem auch aus Regionen, zu denen bislang keine entsprechenden Informationen vorliegen.

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Länder in denen der TBI derzeit gemessen wird

Projektteam

Dr. Judith Sarneel (Umeå University, Schweden/Utrecht University, the Netherlands)
Dr. Taru Lehtinen (AGES)
Dr. Joost Keuskamp (Netherlands Institute of Ecology)
Dr. Mariet Hefting (Utrecht University, the Netherlands)

TBI international

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TBI Österreich

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Zusatzinformationen

Lehrplan für Schulen: Unterrichtsmaterialien auf Englisch
Schul-Experiment in Schweden: ForskarFredag
Publikation: Tea Bag Index: a novel approach to collect uniform decomposition data across ecosystems

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