BPRACTICES - Neue Methoden zur Völkerführung

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Zuletzt geändert: 08.04.2019

Im ERA-Net Projekt BPRACTICES werden neue  Methoden zur Völkerführung unter aktiver Beteiligung von Imkerinnen und Imkern identifiziert und entwickelt.

 

 

Hintergrund

Bienenkrankheiten und Bienenschädlinge tragen maßgeblich zu Völkerverlusten in Europa bei. Wichtige Faktoren sind die Varroamilbe, Viren, Amerikanische Faulbrut, Europäische Faulbrut und Nosema. Seit 2014 tritt ein neuer Parasit der Honigbiene, der Kleine Bienenstockkäfer (Aethina tumida), in der EU auf. In Süditalien ist er bereits verbreitet und gefährdet die Bienenvölker zusätzlich zu den genannten Bedrohungen.

Das Projekt

ERA-Net SusAn BPRACTICES. Neue Managementpraktiken für eine nachhaltige Imkerei.

Das Projekt BPRACTICES („Neue Indikatoren und Maßnahmen der imkerlichen Praxis zur Verbesserung der Bienengesundheit in Europa im Zeitalter von Aethina tumida“) ist von der Europäischen Union aus Mitteln des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020, ERA-Net SusAn – Europäischer Forschungsraum für nachhaltige Tierproduktionssysteme, finanziert und hat eine Laufzeit von drei Jahren (2017-2020). Das Konsortium wird vom Istituto Zooprofilattico Sperimentale del Lazio e della Toscana (IZSLT), Italien, geleitet und bringt sieben Partner (darunter auch die Abteilung Bienenkunde und Bienenschutz der AGES) aus europäischen und außereuropäischen Ländern zusammen. Konsortiumspartner sind Forschungsinstitute, Universitäten und Gesundheitsbehörden.

Das Hauptziel ist die Identifizierung bzw. Entwicklung neuer Methoden zur Völkerführung (Gute imkerliche Praxis – GBP [Good Beekeeping Practices]) unter aktiver Beteiligung von Imkerinnen und Imkern. Ein wesentliches Element ist der Nachweis von Krankheitserregern und Parasiten der Honigbiene bereits im vorklinischen Stadium mit Hilfe innovativer Techniken (z.B. PCR aus Gemülle oder Biosensoren aus Honig). Auch sollen neue Methoden zur Bekämpfung von Krankheiten der Honigbienen getestet werden. Die internationale Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen am Projekt mitwirkenden Ländern und die Beteiligung des EU-Referenzlabors für Bienengesundheit garantieren, dass ein reicher Erfahrungsschatz und umfangreiches Wissen eingebracht werden. Sehr spannend ist die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Verband der Bienenzüchtervereinigungen (Apimondia), wodurch die Sicht der ImkerInnen eine betont starke Berücksichtigung findet. Nicht zuletzt sollen VerbraucherInnnen über ein innovatives Rückverfolgbarkeitssystem auf der Basis der QRCode-/RFID-Technologie Details zur Herkunft und Gewinnungsart von Bienenprodukten erfahren. Damit soll mehr Bewusstsein für die positiven Auswirkungen der Bienenhaltung auf die Umwelt und die damit verbundenen Ökosystemleistungen geschaffen werden. Ein weiteres Ziel ist die Harmonisierung der Methoden. Das innovative Produktionssystem soll in jedem europäischen Land einsetzbar sein und alle Ebenen der Bienenzucht umfassen, vom ökologischen Aspekt bis zu ökonomischen Elementen.

Link: Für weitere Informationen zu BPRACTICES

http://www.izslt.it/bpractices/en/

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