AGES-Strahlenschützer bei der langen Nacht der Forschung

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Messung radioaktiver Spuren im Luftstaub

Auch 32 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl sind die Auswirkungen immer noch messbar. Warum das so ist bzw. wie man diese Auswirkungen sichtbar machen kann, zeigen die Strahlenschutz-ExpertInnen der AGES bei der heurigen „Langen Nacht der Forschung“.

Radioaktive Atome senden beim Zerfall unter anderem Gammastrahlung aus. Da die jeweiligen Atomarten charakteristische Strahlungsenergien entsenden, kann durch Messen dieser auf das Radionuklid geschlossen werden. Bei der langen Nacht der Forschung erklären die AGES-ExpertInnen unter anderem, wie ein Detektor funktioniert, welche Prozesse sich beim Erfassen der Strahlung im Detektormaterial abspielen und wie die gewonnenen Daten ausgewertet werden. Diese Messmethode wird übrigens mit einem mobilen, so genannten in-situ Detektor demonstriert.

In Österreich und anderen europäischen Staaten wurden im Oktober 2017 geringe Mengen an radioaktivem Ruthenium-106 in der Luft nachgewiesen. Diese Aktivitätsmengen waren nur mit speziellen Untersuchungsmethoden nachweisbar. Spurenmessungen am Luftstaub sind ein Bestandteil des laborgestützten Überwachungsnetzes der AGES: An 11 Probenentnahmeorten in Österreich wird kontinuierlich Luftstaub gesammelt und untersucht. In Wien und Linz sind zusätzlich noch Sammler aufgestellt, um radioaktive Teilchen nachzuweisen, die nicht am Luftstaub anhaften. Die AGES-ExpertInnen erklären die Techniken der Luftstaubsammlung und berichten über interessante Messungen der vergangenen Jahre.

Der Boden und das Klima

Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts TeaTime4Schools steht das Thema Boden, genauer gesagt der Abbau organischen Materials im Boden, der entscheidend für das Wachstum und den Stoffwechsel von Pflanzen und Mikroorganismen ist. Einerseits werden durch die Zersetzung Nährstoffe verfügbar, gleichzeitig wird dabei jedoch das Treibhausgas Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt, das zur globalen Erwärmung und damit zum Klimawandel beiträgt. Ziel des Projekts TeaTime4Schools ist es, ein besseres Verständnis für den weltweiten CO2 Kreislauf zu erlangen.
Naturhistorisches Museum, Science Cafe, 19-21 Uhr.

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