Kräuselkrankheit des Pfirsichs

Taphrina deformans

Warndienst
Zuletzt geändert: 07.02.2018
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Kräuselkrankheit (Taphrina deformans)
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Kräuselkrankheit

Die Kräuselkrankheit ist die gefährlichste Pilzkrankheit des Pfirsichs. Vor allem der durch die Krankheit bedingte zeitige Laubverlust kann die Bäume stark schwächen bzw. bei mehrjährigem, starken Befall auch vernichten.

Schadorganismus

Die wichtigsten Überwinterungsquartiere des Krankheitserregers sind die Oberflächen von Zweigen und Knospenschuppen. Von dort wird der Pilz im Frühjahr durch Niederschläge auf die auskeimenden Blätter gespült. Der Pilz dringt in das Blatt ein und verursacht die Verformungen. An den geschädigten Blättern bilden sich zahlreiche Schlauchkörper, die aufplatzen und Schlauchsporen entlassen, die wiederum auf die Triebe gelangen (= Winterquartier).
Ein neuerlicher, späterer Austrieb bleibt meistens gesund und daher symptomlos, da der Pilz im selben Jahr keine weiteren Sporen ausbildet.

Symptome

Kurz nach dem Austrieb werden blasige Auftreibungen und gelb bis rötlich gefärbte Kräuselungen der Blätter sichtbar. Die Blätter sind oft aufgerichtet, brüchig und stark vergrößert. Auf den Schadstellen entwickelt sich ein weißer, samtartiger Belag. Stark befallene Blätter vertrocknen und werden abgeworfen. Seltener sind Symptome an den Früchten zu beobachten (grünliche bis rote Verfärbungen, Fruchtdeformationen).

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Pilz Taphrina deformans ist an seinen Wirtspflanzen weltweit verbreitet.
Pfirsich, Nektarine, Mandel , Marille (selten).

Vorbeugung und Bekämpfung

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zielt darauf ab, die Infektkette des Pilzes während der Vegetationsruhe des Baumes zu unterbrechen.Kupferpräparate (lange Wirkungsdauer) oder synthetische Fungizide (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel). sollten daher unbedingt vor dem Knospenschwellen eingesetzt werden. Auf lückenlosen Belag ist dabei zu achten.
Folgt der Behandlung eine trockene, warme Witterungsperiode (in der keine Infektionen stattfinden können), sollte der Einsatz synthetischer Präparate vor Niederschlägen wiederholt werden. Behandlungen nach erfolgter Infektion sind wirkungslos.
Achtung!! Bereits ab Jänner kann es bei milder Witterung und anschließenden Niederschlägen zu Infektionen kommen!

Kräuselkrankheit (Taphrina deformans)
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Kräuselkrankheit

Die Kräuselkrankheit ist die gefährlichste Pilzkrankheit des Pfirsichs. Vor allem der durch die Krankheit bedingte zeitige Laubverlust kann die Bäume stark schwächen bzw. bei mehrjährigem, starken Befall auch vernichten.

Schadorganismus

Die wichtigsten Überwinterungsquartiere des Krankheitserregers sind die Oberflächen von Zweigen und Knospenschuppen. Von dort wird der Pilz im Frühjahr durch Niederschläge auf die auskeimenden Blätter gespült. Der Pilz dringt in das Blatt ein und verursacht die Verformungen. An den geschädigten Blättern bilden sich zahlreiche Schlauchkörper, die aufplatzen und Schlauchsporen entlassen, die wiederum auf die Triebe gelangen (= Winterquartier).
Ein neuerlicher, späterer Austrieb bleibt meistens gesund und daher symptomlos, da der Pilz im selben Jahr keine weiteren Sporen ausbildet.

Symptome

Kurz nach dem Austrieb werden blasige Auftreibungen und gelb bis rötlich gefärbte Kräuselungen der Blätter sichtbar. Die Blätter sind oft aufgerichtet, brüchig und stark vergrößert. Auf den Schadstellen entwickelt sich ein weißer, samtartiger Belag. Stark befallene Blätter vertrocknen und werden abgeworfen. Seltener sind Symptome an den Früchten zu beobachten (grünliche bis rote Verfärbungen, Fruchtdeformationen).

Verbreitung und Wirtspflanzen

Der Pilz Taphrina deformans ist an seinen Wirtspflanzen weltweit verbreitet.
Pfirsich, Nektarine, Mandel , Marille (selten).

Vorbeugung und Bekämpfung

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zielt darauf ab, die Infektkette des Pilzes während der Vegetationsruhe des Baumes zu unterbrechen.Kupferpräparate (lange Wirkungsdauer) oder synthetische Fungizide (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel). sollten daher unbedingt vor dem Knospenschwellen eingesetzt werden. Auf lückenlosen Belag ist dabei zu achten.
Folgt der Behandlung eine trockene, warme Witterungsperiode (in der keine Infektionen stattfinden können), sollte der Einsatz synthetischer Präparate vor Niederschlägen wiederholt werden. Behandlungen nach erfolgter Infektion sind wirkungslos.
Achtung!! Bereits ab Jänner kann es bei milder Witterung und anschließenden Niederschlägen zu Infektionen kommen!


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