Nadelbaumspinnmilbe

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Zuletzt geändert: 22.02.2016
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Die Nadelbaumspinnmilbe ist einer der häufigsten Schädlinge an Thujen und Fichten in Gärten und kann ganze Thujenhecken dahinraffen.

Insbesondere bilden trockenwarme Bedingungen in Großstädten günstige Voraussetzungen für die Entstehung von Schädlingskalamitäten.

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Die Nadelbaumspinnmilbe ist einer der häufigsten Schädlinge an Thujen und Fichten in Gärten und kann ganze Thujenhecken dahinraffen.

Insbesondere bilden trockenwarme Bedingungen in Großstädten günstige Voraussetzungen für die Entstehung von Schädlingskalamitäten.

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Symptome

Milben stechen oberflächlich gelegene Epidermiszellen an – diese sterben ab und werden gelb. Befallene Schuppenblätter der Thujen zeigen aus der Nähe ein gesprenkeltes Aussehen, aus der Entfernung sehen sie stumpf grün aus.

Stark befallene Thujen werden braun und können vertrocknen. Im Zuge von Massenentwicklungen wandern die Milben von stark befallenen Stellen langsam zu Baumteilen über, die noch milbenfrei sind.

Zurück bleiben dann Pflanzenteile mit vertrockneten Nadeln: an solchen verlassenen Fraßstellen sind oft noch letzte Reste leerer Eihüllen zu sehen. Bei der Diagnose von Schäden bilden diese oftmals den einzigen Anhaltspunkt, dass hier Spinnmilben am Werk gewesen waren.

Diese Schäden werden in der Praxis häufig mit Trockenschäden infolge Wassermangels verwechselt. Zur genauen Diagnose ist unbedingt eine Lupe, besser noch ein Stereomikroskop erforderlich.

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Eier der Nadelbaumspinnmilbe
Eier der Nadelbaumspinnmilbe
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Nadelbaumspinnmilbe adult
Nadelbaumspinnmilbe adult

Wirtspflanzen, Auftreten und Bedeutung

Die Nadelbaumspinnmilbe wird sehr häufig an Fichten, an Thujen sowie an Scheinzypressen in menschlichen Siedlungsgebieten angetroffen. Daneben findet man sie sehr selten auch noch an weiteren Nadelbäumen. Die Nadelbaumspinnmilbe ist in Österreichs Gärten sehr häufig anzutreffen.

Wahrscheinlich hängt dies mit den dort herrschenden, für Nadelbäume ungünstigen Bedingungen zusammen. Nadelholzspinnmilben waren in den vergangenen Jahren die häufigste Schadursache an geschädigten Fichten und Thujen im städtischen Gartenbereich.

Dies zeigt sich aus einer Analyse der Mustereinsendungen an den Beratungsdienst der AGES.

Bekämpfung

Grundsätzlich ist für ausreichende Bewässerung an trockenen Standorten zu sorgen.
Zur chemischen Bekämpfung steht eine Reihe gut wirksamer Mittel zur Verfügung. (siehe auch Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).

Mittel zur Spinnmilbenbekämpfung nennt man allgemein Akarizide. Viele Mittel zeigen gegen manche Milbenstadien, wie z.B. Eier nur wenig Wirksamkeit - in der Natur liegt aber stets ein Gemisch aus Milben aller Entwicklungsstadien vor. Bei ihrem Einsatz ist daher zu beachten, dass bei starkem Befall 2 Behandlungen im Abstand von etwa 7-10 Tagen vorgenommen werden sollten.

In Amerika wurden Beobachtungen zur biologischen Bekämpfung durch Raubmilben der Art Typhlodromus americanus, ausgeführt.
Insbesondere erscheint eine solche Bekämpfungsmethode für höhere Scheinzypressen oder Fichten angebracht, da dort chemische Präparate nur schwer ausgebracht werden können.

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