Erdraupen

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Zuletzt geändert: 04.05.2017
Erdraupen
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Erdraupen

Erdraupe ist die umgangssprachliche Bezeichnung für bodenbewohnende Raupen verschiedener Eulenfalter (Noctuidae), von denen einige als Schädlinge in Erscheinung treten: neben Angehörigen der Gattungen Scotia, Euxoa und Noctua sind seit alters her Agrotis segetum als Wintersaateneule und Agrotis ipsilon als Ypsiloneule bekannt.

Gemeinsam ist ihnen die Lebensweise ihrer Larven: diese fressen des Nachts an ihren Wirtspflanzen und verstecken sich während des Tages im umgebenden Erdreich. Die wichtigste, die Wintersaateneule soll im Folgenden stellvertretend besprochen werden.

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Erdraupen
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Erdraupen

Erdraupe ist die umgangssprachliche Bezeichnung für bodenbewohnende Raupen verschiedener Eulenfalter (Noctuidae), von denen einige als Schädlinge in Erscheinung treten: neben Angehörigen der Gattungen Scotia, Euxoa und Noctua sind seit alters her Agrotis segetum als Wintersaateneule und Agrotis ipsilon als Ypsiloneule bekannt.

Gemeinsam ist ihnen die Lebensweise ihrer Larven: diese fressen des Nachts an ihren Wirtspflanzen und verstecken sich während des Tages im umgebenden Erdreich. Die wichtigste, die Wintersaateneule soll im Folgenden stellvertretend besprochen werden.

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Symptome

Symptome

Die Raupen fressen an Wurzeln, Rhizomen, Stängeln und Blättern zahlreicher Kulturpflanzen. Besonders charakteristisch sind knapp über dem Erdboden abgebissene Jungpflanzen. Der Rest der Pflanze liegt wie gefällt neben dem Stumpf.

Bei Wurzelgemüse entstehen grubenförmige Fraßstellen. Die Raupen fressen über Nacht und verstecken sich während des Tages im Boden – meist direkt neben den von ihnen geschädigten Kulturpflanzen.

Auftreten und Wirtspflanzen

Während die Wintersaateneule ihrem Namen alle Ehre macht, und hauptsächlich an Feld und Gemüsekulturen, welche im Spätsommer angebaut bzw. gepflanzt werden vorkommt, befällt die Ypsiloneule vor allem Gemüsekulturen im Frühsommer.

Befallen werden neben vielen Blütenpflanzen (Astern, Nelken, Chrysanthemen, ….) hauptsächlich Gemüsepflanzen (Salat, Bohnen, Erbsen, Spinat, Paprika, Kohl, Schwarzwurzeln, Sellerie, Rettich, Zwiebeln, Spargel) und Feldkulturen (Kartoffeln, Mais, Wintergetreide, Winterraps, …….). Die Raupen von Noctua pronuba (Hausmutter) hingegen nagen im Frühjahr die jungen Knospen an den Rebstöcken an.

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Erdraupen-Schadbild an Jungzwiebeln
Erdraupen-Schadbild an Jungzwiebeln
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Fraßspuren von Erdraupen an der Zwiebel
Fraßspuren von Erdraupen an der Zwiebel
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Fraßspuren von Erdraupen an der roten Rübe
Fraßspuren von Erdraupen an der roten Rübe
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Fraßspuren von Erdraupen an Karotten
Fraßspuren von Erdraupen an Karotten
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Erdraupen-Schadbild am Mais
Erdraupen-Schadbild am Mais
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Ypsiloneule (Agrotis ipsilon)
Ypsiloneule (Agrotis ipsilon)
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Erdraupen-Falter, sitzend
Erdraupen-Falter, sitzend
 

Bekämpfung

Bekämpfung

  • Natürliche Feinde von Erdraupen sind Amseln, Hühner, Igel, Kröten, Maulwürfe, Spitzmäuse, aber auch Laufkäfer, Raupenfliegen und Schlupfwespen.
  • Hühner im Kleingarten dezimieren Erdraupen – Verträglichkeit mit der Kulturpflanze ist aber unbedingt zu beachten.
  • Künstliche Bewässerung dezimiert die Junglarven
  • Einsatz von Bacillus thringiensis (Subsp. aizawai) nur gegen Junglarven. Meist wird allerdings der Befall erst bemerkt, wenn die Larven bereits groß sind.
  • Einsatz von Spritzmitteln (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel). Am besten ist die Wirksamkeit gegenüber Junglarven. Die Spritzbehandlung sollte - falls möglich - am Abend erfolgen.

Weiterführende Literatur: 

Landesforschungsanstalt Mecklenburg Vorpommern - Fachinformation:
Bekämpfung von Erdraupen der Wintersaateule (Agrotis segetum) im Gemüsebau


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