Einflussfaktoren

Zuletzt geändert: 04.05.2016

Ob und in welcher Menge Rückstände am Erntegut zu finden sind, hängt von der Abbaugeschwindigkeit des Wirkstoffes und vom Zeitintervall zwischen der letzten Anwendung und der Ernte ab.

Die Menge der Rückstände hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Art der Anwendung: Behandlungen direkt auf das Erntegut führen im Normalfall zu höheren Rückstandsmengen als beispielsweise Saatgutbehandlungen vor der Aussaat.
  • Aufwandmenge: je größer die ausgebrachte Wirkstoffmenge auf die Fläche ist, umso höher ist tendenziell auch die Rückstandsmenge am Erntegut.
  • Anzahl der Anwendungen und der zeitliche Abstand zwischen den Anwendungen
  • Zeitpunkt der Anwendung: je früher in der Vegetationsperiode der Nutzpflanze eine Behandlung fällt, desto geringer ist üblicherweise die Menge der Rückstände.
  • Anwendung im Glashaus oder im Freiland: durch den weitgehend fehlenden Witterungseinfluss (z.B. Regen) sind Anwendungen im Glashaus aus der Sicht der Rückstandsbewertung kritischer zu sehen als jene im Freiland.
  • Zeitdauer, die zwischen Ausbringung des Pflanzenschutzmittels und Ernte liegt (Wartefrist): im Regelfall werden Pflanzenschutzmittel-Rückstände mit der Zeit abgebaut.
  • Abbauverhalten des Wirkstoffes, d.h. wie schnell wird ein Wirkstoff abgebaut und zu welchen Abbauprodukten zerfällt dieser.
  • Physikalisch-chemische Eigenschaften des Wirkstoffes: In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, ob ein Stoff über das Leitungsbahnensystem der Pflanzen in essbare Anteile transportiert wird.
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