Ingwer (Zingiber officinale)

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Zuletzt geändert: 28.12.2015

Ingwer ist eine der ältesten und wichtigsten Gewürzpflanzen. Vor allem im arabischen, indischen und asiatischen Raum fand und findet er noch heute einen großen Anwendungsbereich. Bereits im 7. Jahrhundert wurde er sehr wahrscheinlich von arabischen Gewürzhändlern nach Mitteleuropa gebracht.

Sonstige Bezeichnungen: Ingber, Ingwerwurzel, Immerwurzel, Ginger, engl.: ginger, franz.: gingembre

Anbaugebiete und Merkmale

Als Vertreter der Familie der Zingiberaceae (Ingwergewächse) gehört der Ingwer zu den Monokotyledonen (einkeimblättrigen Pflanzen) und kommt vorzugsweise in tropischen und subtropischen Gebieten vor und wird in folgenden Ländern erfolgreich angebaut: Japan, China, Thailand, Malaysia, Indonesien, Frankreich, Afrika, Amerika und Australien. Je nach Anbaugebiet und Art der Bearbeitung unterscheidet man verschiedene Handelssorten.

Die staudenförmige Pflanze besitzt ein ausdauerndes und kriechendes sympodiales Rhizom (Wurzelstock), aus dem einjährige über einem Meter hohe Triebe wachsen können. Die Blätter sind länglich und glänzend hellgrün. Blüten treten nur selten auf, sind zwittrig, zygomorph (d.h. die Blüte verfügt über eine Symmetrieebene, sie besitzt zwei spiegelgleiche Hälften) dreizählig und von gelblicher Farbe mit teilweise rötlichem Kronlappen. Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich vegetativ.

Verwendbarkeit

Das Rhizom wird meist gewaschen und anschließend getrocknet. Im Handel wird der Ingwer als „bedeckter“ oder „schwarzer“ Ingwer und geschält als „unbedeckter“ oder „weißer“ Ingwer angeboten, wobei der weiße Ingwer häufig künstlich gebleicht oder gekalkt wird.

Geruch

charakteristisch aromatisch, zitronig bzw. an Zitrone erinnernd

Geschmack

scharf, würzig, brennend

Angeboten wird das Ingwerrhizom hauptsächlich frisch oder getrocknet, kann aber auch pulverisiert, kandiert, eingelegt, als Zusatz in Getränken (Ginger Ale) und als Tee verwendet werden. Ingwer harmonisiert besonders gut mit Knoblauch, Zimt, Gewürznelken, Koriander, Chili, Pfeffer und ist deshalb in sehr vielen Gewürzmischungen und Gewürzzubereitungen enthalten (z.B. Currypulver).

Inhaltsstoffe und Wirkung

Ingwer wirkt anregend auf Appetit und Verdauung. Er ist wirksam gegen Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Diese Symptome sind typisch für Reisekrankheit. In diesem Fall haben sich Ingwerkapseln als wirksames Mittel erwiesen. In der chinesischen Medizin gilt Ingwer als schweißtreibend, schleimlösend und hustenstillend. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien rund um Ingwer, die zeigen, dass er wahrscheinlich noch viel mehr wichtige Eigenschaften in sich trägt.

Vor allem ätherische Öle, Harzsäuren, Harze und Gingerol geben dem Ingwer seinen typisch aromatisch würzigen Geruch, wobei das Gingerol dem Ingwer besonders seine Schärfe verleiht (sonstige Inhaltsstoffe: Zingiberen, Zingiberol, Shogaol, Diarylheptanoide, Borneol, Cineol und Zingeron). Daneben sind  die verdauungsfördernden und appetitanregenden Stoffe Borneol und Cineol besonders wichtig bei der Anwendung gegen Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Diese Symptome sind häufig typische Merkmale für eine Reisekrankheit, wodurch sich Ingwerkapseln als wirksames Mittel erwiesen haben. In der chinesischen Medizin gilt Ingwer als schweißtreibend, schleimlösend, hustenstillend, durchblutungsfördernd und als Aphrodisiakum.

Mögliche Untersuchungen bei Ingwer als Lebensmittel

Organoleptik, Verunreinigung, Aflatoxine, Schwermetallbelastung (z.B. Blei, Cadmium,…), Pestizide, Mikrobiologie (bei gemahlenen Produkten), Radioaktivität u.v.m.

Ähnliche Pflanzen:
Kurkuma (Curcuma longa L.)
Zittwer (Curcuma zedoaria (Berg.) Roscoe)
Galgant (Alpinia officinarum Hance)

Ingwer ist eine der ältesten und wichtigsten Gewürzpflanzen. Vor allem im arabischen, indischen und asiatischen Raum fand und findet er noch heute einen großen Anwendungsbereich. Bereits im 7. Jahrhundert wurde er sehr wahrscheinlich von arabischen Gewürzhändlern nach Mitteleuropa gebracht.

Sonstige Bezeichnungen: Ingber, Ingwerwurzel, Immerwurzel, Ginger, engl.: ginger, franz.: gingembre

Anbaugebiete und Merkmale

Als Vertreter der Familie der Zingiberaceae (Ingwergewächse) gehört der Ingwer zu den Monokotyledonen (einkeimblättrigen Pflanzen) und kommt vorzugsweise in tropischen und subtropischen Gebieten vor und wird in folgenden Ländern erfolgreich angebaut: Japan, China, Thailand, Malaysia, Indonesien, Frankreich, Afrika, Amerika und Australien. Je nach Anbaugebiet und Art der Bearbeitung unterscheidet man verschiedene Handelssorten.

Die staudenförmige Pflanze besitzt ein ausdauerndes und kriechendes sympodiales Rhizom (Wurzelstock), aus dem einjährige über einem Meter hohe Triebe wachsen können. Die Blätter sind länglich und glänzend hellgrün. Blüten treten nur selten auf, sind zwittrig, zygomorph (d.h. die Blüte verfügt über eine Symmetrieebene, sie besitzt zwei spiegelgleiche Hälften) dreizählig und von gelblicher Farbe mit teilweise rötlichem Kronlappen. Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich vegetativ.

Verwendbarkeit

Das Rhizom wird meist gewaschen und anschließend getrocknet. Im Handel wird der Ingwer als „bedeckter“ oder „schwarzer“ Ingwer und geschält als „unbedeckter“ oder „weißer“ Ingwer angeboten, wobei der weiße Ingwer häufig künstlich gebleicht oder gekalkt wird.

Geruch

charakteristisch aromatisch, zitronig bzw. an Zitrone erinnernd

Geschmack

scharf, würzig, brennend

Angeboten wird das Ingwerrhizom hauptsächlich frisch oder getrocknet, kann aber auch pulverisiert, kandiert, eingelegt, als Zusatz in Getränken (Ginger Ale) und als Tee verwendet werden. Ingwer harmonisiert besonders gut mit Knoblauch, Zimt, Gewürznelken, Koriander, Chili, Pfeffer und ist deshalb in sehr vielen Gewürzmischungen und Gewürzzubereitungen enthalten (z.B. Currypulver).

Inhaltsstoffe und Wirkung

Ingwer wirkt anregend auf Appetit und Verdauung. Er ist wirksam gegen Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Diese Symptome sind typisch für Reisekrankheit. In diesem Fall haben sich Ingwerkapseln als wirksames Mittel erwiesen. In der chinesischen Medizin gilt Ingwer als schweißtreibend, schleimlösend und hustenstillend. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien rund um Ingwer, die zeigen, dass er wahrscheinlich noch viel mehr wichtige Eigenschaften in sich trägt.

Vor allem ätherische Öle, Harzsäuren, Harze und Gingerol geben dem Ingwer seinen typisch aromatisch würzigen Geruch, wobei das Gingerol dem Ingwer besonders seine Schärfe verleiht (sonstige Inhaltsstoffe: Zingiberen, Zingiberol, Shogaol, Diarylheptanoide, Borneol, Cineol und Zingeron). Daneben sind  die verdauungsfördernden und appetitanregenden Stoffe Borneol und Cineol besonders wichtig bei der Anwendung gegen Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Diese Symptome sind häufig typische Merkmale für eine Reisekrankheit, wodurch sich Ingwerkapseln als wirksames Mittel erwiesen haben. In der chinesischen Medizin gilt Ingwer als schweißtreibend, schleimlösend, hustenstillend, durchblutungsfördernd und als Aphrodisiakum.

Mögliche Untersuchungen bei Ingwer als Lebensmittel

Organoleptik, Verunreinigung, Aflatoxine, Schwermetallbelastung (z.B. Blei, Cadmium,…), Pestizide, Mikrobiologie (bei gemahlenen Produkten), Radioaktivität u.v.m.

Ähnliche Pflanzen:
Kurkuma (Curcuma longa L.)
Zittwer (Curcuma zedoaria (Berg.) Roscoe)
Galgant (Alpinia officinarum Hance)


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