Punsch

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Zuletzt geändert: 19.01.2016

Hygiene im Glühwein- und Punschhäferl

In Österreich werden im Zuge der amtlichen Lebensmittelkontrolle auch Gebrauchsgegenstände wie Punsch- oder Glühweinhäferl untersucht. Kommen solche Häferl im Zug der amtlichen Lebensmittelkontrolle ins Labor, werden sie visuell auf Beschädigungen wie Sprünge oder Absplitterungen sowie auf etwaige Verschmutzungen kontrolliert; zudem werden die Häferl mikrobiologisch auf Bakterien, Viren und Schimmelpilze untersucht

Das Spektrum der mikrobiologischen Untersuchung beinhaltet dabei u. a. die Bestimmung der Gesamtkeimzahl, den Nachweis von Hygieneindikatoren wie Escherichia coli und Staphylokokken sowie den Nachweis von Noroviren. Die in den vergangenen Jahren untersuchten Punsch- und Glühweinhäferl ergaben keine Beanstandungen aufgrund von Hygienemängeln. Staphylokokken und Noroviren wurden auf keinem Häferl nachgewiesen.

In Österreich werden im Zuge der amtlichen Lebensmittelkontrolle auch Gebrauchsgegenstände wie Punsch- oder Glühweinhäferl untersucht. Kommen solche Häferl im Zug der amtlichen Lebensmittelkontrolle ins Labor, werden sie visuell auf Beschädigungen wie Sprünge oder Absplitterungen sowie auf etwaige Verschmutzungen kontrolliert; zudem werden die Häferl mikrobiologisch auf Bakterien, Viren und Schimmelpilze untersucht

Das Spektrum der mikrobiologischen Untersuchung beinhaltet dabei u. a. die Bestimmung der Gesamtkeimzahl, den Nachweis von Hygieneindikatoren wie Escherichia coli und Staphylokokken sowie den Nachweis von Noroviren. Die in den vergangenen Jahren untersuchten Punsch- und Glühweinhäferl ergaben keine Beanstandungen aufgrund von Hygienemängeln. Staphylokokken und Noroviren wurden auf keinem Häferl nachgewiesen.


Überprüfung heimischer Glühwein- und Punschstände

In der Regel werden Glühwein und Punsch mit etwas mehr als 70 °C ausgeschenkt. Etwaige im Häferl vorhandene Bakterien oder Viren werden bei diesen Temperaturen verlässlich abgetötet. Am Becher- bzw. Häferlrand sind Bakterien und Viren jedoch nicht gänzlich auszuschließen. Hier ist entscheidend, wie die Häferl gereinigt werden.

Grundsätzlich sind Glühwein- und Punschstände dazu verpflichtet, zum Reinigen der Häferl Spülmaschinen zu verwenden, die gewährleisten, dass mit der richtigen Temperatur und stets mit frischem Wasser gespült wird. Größere Ausschankbetreiber verwenden erfahrungsgemäß ihre eigenen Spülmaschinen – kleinere Standl greifen häufig auf zentrale Spüleinrichtungen zurück. Wenn beides nicht vorhanden ist, sind die Betreiber angehalten, Einwegbecher zu verwenden. Wie aus Gesprächen mit der Lebensmittelaufsicht hervorgeht, wird das Spülen per Hand, im Falle einer Kontrolle, jedenfalls nicht toleriert. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass in Einzelfällen, z. B. zu Stoßzeiten, die vorgeschriebenen Reinigungsanforderung vernachlässigt werden.

Beurteilt werden die ins Labor gebrachten Häferl und Becher schließlich nach der Lebensmittelhygieneverordnung (EG) Nr. 852/2004, in der festgelegt ist, dass Gegenstände, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, gründlich gereinigt und so beschaffen bzw. instand gehalten sein müssen, dass das Risiko einer Kontamination so gering wie möglich ist. Reinigung und Desinfektion müssen so häufig bzw. effizient erfolgen, dass kein Kontaminationsrisiko besteht.

Fazit

Wer also nach einem ausgedehnten Christkindlmarkt-Besuch unter Kopfschmerzen leidet, hat wohl eher bei Glühwein, Punsch und Co. über die Stränge geschlagen. Denn schon bei zwei Punsch hat man bereits über 0,5 Promille Alkohol im Blut.

Aufgrund der vorliegenden Untersuchungsergebnisse besteht jedoch kein Grund zur Besorgnis, durch Glühwein und/oder Punsch mit Krankheitserregern in Kontakt zu kommen. Aus Gesprächen mit Mitarbeitern der Lebensmittelaufsicht geht zudem hervor, dass bei den Standlbetreibern das erforderliche Hygienebewusstsein durchwegs vorhanden ist.

Wer dennoch Zweifel hat, kann immer noch sein eigenes Häferl mitbringen oder eben „sein“ Häferl von einem Stand zum nächsten mitnehmen.

Mikrobiologische Untersuchung von Punsch

E. Coli

Werden E. coli nachgewiesen, deutet das auf eine fäkale Verunreinigung hin. Dies wäre z. B. der Fall, wenn die Händehygiene unzureichend ist oder kein warmes Wasser oder Seife zur Verfügung stehen.

Koagulase positive Staphylokokken / Noroviren

Koagulase positive Staphylokokken oder Noroviren können Durchfall und Erbrechen, häufig  in Verbindung mit Kopfschmerzen auslösen. Vor allem für Noroviren wird angenommen, dass bereits 10 bis 100 Viren eine Erkrankung auslösen dürften. Zudem sind Noroviren in der Umwelt sehr stabil und können, einmal an Gegenstände angehaftet, über mehrere Tage infektiös bleiben.

Herpesviren

Kaum eine Gefahr sollte jedoch von Herpesviren ("Fieberbläschen") ausgehen, welche im Gegensatz zu den Noroviren in der Umwelt wesentlich instabiler sind und bereits durch eine kalte Reinigung mit Reinigungsmittel ausreichend inaktiviert werden.


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