Tropilaelapsmilben

Tropilaelaps

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Zuletzt geändert: 27.09.2017
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Es sind vier verschiedene Arten von Tropilaelapsmilben bekannt. Jeder Befall mit einer der Arten ist gemäß Bienenseuchengesetz (BGBl.Nr. 290/1988 idgF. 2005) anzeigepflichtig.

Ursprünglich waren sie nur in tropischen und subtropischen Gebieten  Asiens in Völkern von Apis dorsata (Riesenhonigbiene) und Apis laboriosa verbreitet. Ihr westlichstes Verbreitungsgebiet ist der Iran. Ein Befall mit Tropilaelapsmilben ist in Europa bisher noch nicht aufgetreten. Es besteht allerdings die ernsthafte Gefahr, dass sie durch internationalen Bienenhandel eingeschleppt werden.
Tropilaelapsmilben könnten bei der Voraussetzung, dass Völker im Winter durchbrüten, auch in Europa heimisch werden; dies kann bei milden Wintern und bei weiterer Klimaerwärmung eintreten.

Es sind vier verschiedene Arten von Tropilaelapsmilben bekannt. Jeder Befall mit einer der Arten ist gemäß Bienenseuchengesetz (BGBl.Nr. 290/1988 idgF. 2005) anzeigepflichtig.

Ursprünglich waren sie nur in tropischen und subtropischen Gebieten  Asiens in Völkern von Apis dorsata (Riesenhonigbiene) und Apis laboriosa verbreitet. Ihr westlichstes Verbreitungsgebiet ist der Iran. Ein Befall mit Tropilaelapsmilben ist in Europa bisher noch nicht aufgetreten. Es besteht allerdings die ernsthafte Gefahr, dass sie durch internationalen Bienenhandel eingeschleppt werden.
Tropilaelapsmilben könnten bei der Voraussetzung, dass Völker im Winter durchbrüten, auch in Europa heimisch werden; dies kann bei milden Wintern und bei weiterer Klimaerwärmung eintreten.

Symptome

Die erwachsene Milben und Entwicklungsstadien saugen Hämolymphe der Bienenlarven. Sie können allerdings nur neun Tage ohne Brut überleben. Das bedeutet, dass eine brutfreie Zeit ihre Entwicklung stoppt.

Bei gemeinsamem Vorkommen von Tropilaelapsmilben  und  Varroa in einem Volk verdrängt sie oft die Varroa. Ein Apis mellifera-Volk kann schon nach einem Befallsjahr absterben. Asiatische Bienen haben Abwehrmechanismen wie Fluchtschwärme (= Absconding) oder Abwehrputzen: Apis dorsata beißt und verletzt Tropilaelapsmilben, Bienen versuchen befallene Zellen auszuräumen.

Die durch Tropilaelapsmilben verursachten Schäden entsprechen denen die Varroamilben hervorruft. Klinische Symptome sind missgebildete oder fehlende Flügel und Beine, flugunfähige Krabbler, , lückenhaftes Brutnest und abgestorbene Brut.

Vorbeugung

Die Untersuchungsmethoden für Varroa können auch für Tropilaelaps angewendet werden  (Kontrolle der Brut sowie der gittergeschützten Bodeneinlage auf verdächtig aussehende Milben).
Eine Bekämpfung ist mittels biotechnischer Methoden (Brutunterbrechung) möglich, da Tropilaelapsmilben nur in Völkern mit Brut überlebensfähig sind. In Asien kommen auch Varroazide zum Einsatz.

Der effektivste Weg einen Befall mit Tropilaelapsmilben zu verhindern ist, keine Bienen aus den natürlichen Verbreitungsgebieten oder Gebieten in welchen sie eingeschleppt wurden, zu importieren.


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