Surra

Surra

Zuletzt geändert: 26.07.2021
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Tierseuchenkategorien: D E

Steckbrief

Surra ist eine, hauptsächlich bei Pferden und Kamelen vorkommende Erkrankung. Sie wird durch eine Infektion mit Trypanosoma (T.) evansi, einem einzelligen Parasiten, hervorgerufen. Für den Menschen ist sie ungefährlich.

Vorkommen

Afrika, Asien, Zentral- und Südamerika

Wirtstiere

Pferde, Esel, Maultiere, Kamele, Lamas, Büffel, Rinder, Schafe, Ziegen, Hunde, Katzen

Infektionsweg

Übertragung durch blutsaugende Fliegen und Vampirfledermäuse. Fleischfressende Tiere können sich über die Fütterung mit infiziertem Fleisch anstecken

Inkubationszeit

5-60 Tage

Symptomatik

Fieber bzw. Fieberschübe, Anämie, starker Gewichtsverlust, Gelbsucht, fortschreitende Schwäche und Lethargie, Blutergüsse, Lähmungen

Therapie

Eine Therapie ist derzeit nicht möglich

Vorbeugung

Es gibt keine Impfung

Situation in Österreich

Der Erreger von Surra, der Parasit Trypanosoma evansi, kommt in Österreich nicht vor

Fachinformation

Surra wird durch eine Infektion mit Trypanosoma (T.) evansi, einem einzelligen Parasiten, hervorgerufen.

Empfänglich sind viele Haustiere und einige Wildtierarten: Pferde, Maultiere, Esel, Rinder, Büffel, Kamele, Lamas, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde, Katzen, Hirsche und Wasserschweine. Je nach geographischer Region variieren die Hauptwirte: am stärksten betroffen in Südamerika sind Pferde; in China Pferde, Maultiere, Büffel und Hirsche; in Südostasien Pferde, Rinder, Büffel und im Mittleren Osten und Afrika Kamele.

Die Übertragung erfolgt durch blutsaugende Fliegen u. a. Tabanus spp. (Bremsen) und Musca spp. (echte Fliegen), wobei der Parasit am häufigsten durch Bremsen übertragen wird. Trypanosomen überleben nur eine kurze Zeit außerhalb ihres Wirtes. Fliegen können nach ca. 8 Stunden den Erreger nicht mehr übertragen. Vampirfledermäuse (in Süd- und Zentralamerika) sind Wirte, Reservoirs und Vektoren. Sie übertragen T. evansi mit ihrem Speichel und können eine hohe Parasitämie entwickeln. Dies kann auch zum Tod der Fledermäuse führen. Überlebende Fledermäuse können den Erreger weiter übertragen (Carrier). Fleischfresser können sich über infiziertes Fleisch anstecken.

Symptomatik

Die Inkubationszeit variiert zwischen 5-60 Tagen, es kommt zu hohem Fieber, progressiver Anämie, Gewichtsverlust, Ikterus, Schwäche und Lethargie, Ödemen (vor allem im unterem Teil des Körpers). Bei Pferden kann es auch zu einer Schädigung des Nervensystems, Ataxie, Lähmungserscheinungen v. a. der Hinterhand bis zum Tod kommen. Trypanosoma evansi kann bei Büffeln und Kamelen auch einen Abort verursachen. Die Erkrankung verläuft bei Kamelen und Pferden oft tödlich. Der Tod kann nach 2-4 Wochen eintreten, bei einer chronischen Infektion können bis zu 2 Jahre vergehen.

Diagnostik

Nachweisverfahren:

  • Blutausstrich
  • molekularbiologische Methoden (PCR)
  • Nachweis von Antikörpern mittels ELISA
  • Nachweis von Antikörpern mittels CATT (card agglutination test) / T.evansi

Kontakt, Formulare

Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen Mödling
Robert Koch-Gasse 17
2340 Mödling
Tel: +43 50 555-38112
Fax: +43 50 555-38529
E-Mail: vetmed.moedlingno@Spam@agesno.Spam.at

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