Steinbrut

Aspergillus flavus

Downloads
Zuletzt geändert: 13.01.2017
Icon

Bei der Steinbrut handelt es sich um eine in Österreich äußerst seltene Pilzerkrankung, die sowohl die Bienenbrut als auch die erwachsenen Bienen befallen kann. Steinbrut wird meist durch Aspergillus flavus, einen weitverbreiteten Schimmelpilz, der das Mykotoxin Afloxin produziert, verursacht. Vereinzelt ruft auch der humanpathogene Schimmelpilz Aspergillus fumigatus FRESENIUS eine Aspergillusmykose bei Bienenbrut oder bei erwachsenen Beinen hervor. Die Steinbrut kann sowohl die Brut als auch die Bienen befallen.

In Österreich ist in den vergangenen Jahren kein einziger Fall von Steinbrut an Bienenvölkern bekannt geworden. In den westlichen Bundesländern wird manchmal die Kalkbrut (wenn die harten Kalkbrutmumien in den geschlossenen Zellen klappern) irreführender Weise als “Steinbrut“ bezeichnet.

Bei der Steinbrut handelt es sich um eine in Österreich äußerst seltene Pilzerkrankung, die sowohl die Bienenbrut als auch die erwachsenen Bienen befallen kann. Steinbrut wird meist durch Aspergillus flavus, einen weitverbreiteten Schimmelpilz, der das Mykotoxin Afloxin produziert, verursacht. Vereinzelt ruft auch der humanpathogene Schimmelpilz Aspergillus fumigatus FRESENIUS eine Aspergillusmykose bei Bienenbrut oder bei erwachsenen Beinen hervor. Die Steinbrut kann sowohl die Brut als auch die Bienen befallen.

In Österreich ist in den vergangenen Jahren kein einziger Fall von Steinbrut an Bienenvölkern bekannt geworden. In den westlichen Bundesländern wird manchmal die Kalkbrut (wenn die harten Kalkbrutmumien in den geschlossenen Zellen klappern) irreführender Weise als “Steinbrut“ bezeichnet.

Symptome

Die Larve stirbt noch vor der Verpuppung in der verdeckelten Zelle durch die vom Pilz abgegebenen Aflatoxine (Giftstoffe) ab. Die Sporen keimen im Darm aus, das Pilzmyzel durchwächst schnell den ganzen Larvenkörper. Wenn das Myzel an die Körperoberfläche gelangt, bildet es Fruchtkörper aus. Auch adulte Bienen können Pilzsporen mit der Nahrung aufnehmen und das Myzel entwickelt sich ähnlich wie bei den Larven.

Brut: harter Larvenkörper, Körperoberfläche der befallenen Larven erscheint bei einem Befall mit Aspergillus flavus gelbgrün, mit Aspergillus fumigatus graugrün. Mumien sind fest mit der Zellwand verbunden, da das Pilzmyzel teilweise auch die Zellwände durchwächst, sie können von den Bienen nicht entfernt werden. Stattdessen werden die Zellwände mit Propolis überzogen oder von den Bienen abgenagt.

Erwachsene Bienen: Der Pilz wächst aus den Hinterleibsringen heraus und bildet Sporen. Harter Hinterleib, Krabbler vor dem Stock. Die Erkrankung der adulten Bienen bleibt weitestgehend unbemerkt, da sie außerhalb des Stocks sterben.

Sporen können beim Menschen Entzündungen in Nase, Augen, Hals und Lunge hervorrufen.

Übertragung

Die Sporenverbreitung von Volk zu Volk erfolgt durch Verflug, Räuberei, das Umhängen von Brutwaben und das Verfüttern von kontaminiertem Honig. Im Volk kommt es zur Sporenverbreitung durch Luftzirkulation, den Bienen anhaftende Sporen und Futter.

Meist erfolgt die Infektion durch kontaminiertes Futter, selten durch Pilzsporen über die Larvenhaut.

Vorbeugung

In Österreich ist kein Medikament zugelassen. Bei eindeutiger Diagnose ist eine Abtötung der befallenen Völker notwendig, ebenso das Verbrennen der Waben und das Auswaschen der Beuten mit 3%iger Sodalauge oder Abflammen.

Bei allen Arbeiten mit infizierten Völkern ist unbedingt eine Atemschutzmaske zu tragen. Auf eine gründliche Reinigung der Hände und gesonderte Reinigung der Arbeitskleidung ist zu achten. Ein Kunstschwarmverfahren ist wegen der starken Sporenbelastung der Bienen und der Gefährdung des Imkers nicht sinnvoll.


x