Maikrankheit

Zuletzt geändert: 03.06.2020
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Tierseuchenkategorien:

Die Maikrankheit wird nicht durch einen Erreger verursacht, es handelt sich um eine Ernährungsstörung bei jungen Bienen infolge von Wassermangel. Akuter Wassermangel führt zu einer Art Verstopfung (Pollenvölle) bei den jungen brutpflegenden Bienen (10-13 Tage alt).

Die Ammenbienen nehmen, um für die Brutaufzucht Futtersaft erzeugen zu können, viel Pollen auf. Ohne ausreichende Wasserzufuhr entsteht Wassermangel und der Pollen kann nicht verdaut werden.

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Die Maikrankheit wird nicht durch einen Erreger verursacht, es handelt sich um eine Ernährungsstörung bei jungen Bienen infolge von Wassermangel. Akuter Wassermangel führt zu einer Art Verstopfung (Pollenvölle) bei den jungen brutpflegenden Bienen (10-13 Tage alt).

Die Ammenbienen nehmen, um für die Brutaufzucht Futtersaft erzeugen zu können, viel Pollen auf. Ohne ausreichende Wasserzufuhr entsteht Wassermangel und der Pollen kann nicht verdaut werden.

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Symptome

Jungbienen haben einen stark aufgetriebener Hinterleib. Kot wird in Form von festen gelben bis hellbraunen Würstchen abgesetzt. Bei Druck auf den Hinterleib tritt feste, gelbe Paste aus. Junge Stockbienen krabbeln aus dem Stock, kreiseln oder laufen in Schlangenlinien auf dem Flugbrett herum. Die Bienen bilden oft kleine Klumpen. Bei anhaltender Verstopfung sterben die Bienen.

Bei der Einzelbiene ist die Verdauung durch Verstopfung blockiert. Die Biene ist meist flugunfähig und hat eine geringere Lebenserwartung. In schweren Fällen ist der Tod durch Selbstvergiftung möglich.

Schädigung des Bienenvolkes: Ammenbienen können nur wenig oder überhaupt keinen Futtersaft produzieren, da das Eiweiß des Pollen nicht verdaut werden kann. Es kommt zum Einbruch der Volksentwicklung.

Vorbeugung

Bei der Standortwahl auf natürliche Bienentränke wie Teich, feuchte Wiesen achten. Künstliche Bienentränke nicht zu nahe am Stand, im Abstand von 30-50 m anlegen. Bei Kälteeinbrüchen nach vorangegangener guter Pollentracht Bienen vorsorglich flüssig füttern (Zucker:Wasser = 1:3).

Zur Behandlung erkrankter Völker Wasser verabreichen: Besprühen der Bienen mit lauwarmem Wasser oder lauwarmer Zuckerlösung  (1:3).

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